Feuerwehrkommandant verliert Führerschein

Mit zwei Promille zum Einsatz

Innsbruck – Mit zwei Promille Alkohol im Blut rückte ein Unterländer Feuerwehrkommandant zu einem Einsatz aus – mit seinem Privat-Pkw von einer Feier kommend. Vor Ort stritt er sich dann mit zwei Polizisten darüber, ob eine Unfallstelle für den Verkehr gesperrt werden muss. Dabei fiel den Beamten der Alkoholgeruch auf. Aber das ist noch nicht alles.

Nach einem anstregenden Skitag trank ein Feuerwehrkommandant aus dem Unterland in Österreich zu viel Alkohol. Trotzdem fuhr er dann mit seinem Privat-Pkw zu einer Einsatzstelle. Symbolfoto: Hegemann

Verkehrsunfall im Tiroler Unterland. Ein Lkw musste geborgen werden. Davon erfuhr auch der Kommandant der Wehr, der sich nach einem Skitag gerade in einem Après-Ski-Lokal aufhielt. Eigentlich hatte der Mann später mit dem Taxi nach Hause fahren wollen, berichtet die Tiroler Tageszeitung. Doch wegen des Einsatzes änderte er den Plan und fuhr mit dem eigenen Pkw zur Unfallstelle. Um schneller voranzukommen, aktivierte er die in der Sonnenblende angebrachte, blau blinkende Leuchttafel “Feuerwehr im Einsatz”.

Vor Ort diskutierte der Kommandant mit einer Polizeistreife, warum diese die Straße nicht komplett für den Verkehr sperrte. Bei dem Wortgefecht fiel die Fahne des Feuerwehrmannes auf. Die Beamten baten zum Alkoholtest. Der Alkomat zeigte rund zwei Promille Alkohol an. Damit war der Einsatz für den Kommandanten beendet und der Führerschein weg.

Leuchttafel nicht zugelassen

Außerdem fiel den Polizisten das noch immer blau blinkende “Feuerwehr im Einsatz” auf. Für dieses Blaulicht an dem Privatfahrzeug liegt keine Genehmigung vor. “Auch in der Sache muss ich wohl mit einem Strafbescheid rechnen”, wird der Feuerwehrchef in der Tiroler Tageszeitung zitiert.

Immerhin: Kurz nach dem Vorfall verständigte der Unterländer zuständige Bezirksleitung der Freiwilligen Feuerwehr. Und am nächsten Tag entschuldigte er sich persönlich bei der Polizei.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Mit Alkohol zum Einsatz geht heute garnicht mehr! Früher gab es das öfter mal. Das ist aber 40 Jahre her! Heute ist das viel zu gefährlich. Die Anforderungen sind viel zu groß geworden. Und dann als Kommandant geht man sowieso als Vorbild vorneweg.
    Ich kann mich erinnern im Urlaub in Österreich dass da der Alkohol geflossen ist in Strömen. Wobei ich mir gedacht habe was machen die wenn es jetzt brennt. Zum Kommandanten noch ein Wort, hat er keinen Stellvertreter? Alles eine Sache der Organisation. Wenn ich heute feiere, sehe ich zu dass mich jemand vertritt. Ansonsten feiere ich ohne Alkohol. Unsere Jugend in der Freiwilligen Feuerwehr trinkt durchweg keinen Alkohol. Dafür aber Literweise Cola. Fazit: Aus Schaden wird man klug!

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: