LFV Bayern informiert über Dachaufsetzer

Unterschleißheim (BY) – Der Landesfeuerwehrverband (LFV) Bayern hat jetzt eine Fachinformation zum Thema Feuerwehr-Dachaufsetzer herausgegeben. Feuerwehrleute könnten ihre privaten Fahrzeuge mit entsprechenden Schildern kennzeichnen – es gebe aber einige Voraussetzungen, so der Verband.

So dürfen Schilder nicht beleuchtet sein. Außerdem sei darauf zu achten, dass Vorgaben der Hersteller zu Fahrzeugtypen, Dachkrümmung und Witterung beachtet werden. Und: Helfer dürfen die Schilder nur auf durch Einsätze bedingten Fahrten nutzen. Auf dem Weg zu Übungen dürfe man das Schild nicht verwenden.

“Bei der Nutzung von Sonderrechten mit Privatfahrzeugen gelten erhöhte Sorgfaltsanforderungen, da von den übrigen Verkehrsteilnehmern regelmäßig nicht erkannt werden kann, dass ein nicht uniformiertes Fahrzeug zur Inanspruchnahme von Sonderrechten (in Bayern) berechtigt ist”, sagt Jürgen Weiß, Referent für die Facharbeit beim LFV, gegenüber feuerwehrmagazin.de. Zudem sei zu bedenken, dass den Sonderrechten der Feuerwehrdienstleistenden keine “Sonderpflichten” der anderen Verkehrsteilnehmer gegenüberstünden.

Link zum Thema:

Der Bundesverband der Unfallkassen warnt davor mit dem Privat-Pkw rote Ampeln zu überfahren, oder anderen Verkehrsteilnehmern die Vorfahrt zu nehmen. Außerdem solle sich die Inanspruchnahme von Sonderrechten mit dem Privatfahrzeug auf begründete Ausnahmefälle beschränken. Die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen geht noch weiter: Sie rät mit Blick auf die nach wie vor uneinheitliche rechtliche Lage dazu, keine Sonderrechte im eigenen Pkw in Anspruch zu nehmen.

Dachaufsetzer "Feuerwehr im Einsatz". Foto: LFV Bayern e.V.
Dachaufsetzer “Feuerwehr im Einsatz”. Foto: LFV Bayern e.V.
34 Kommentare zu “LFV Bayern informiert über Dachaufsetzer”
  1. Christian Pannier

    “ein nicht uniformiertes Fahrzeug”? Was wäre denn ein uniformiertes Fahrzeug?

  2. Zumal das Teil eh nix bringt. Wenn man es (warum auch immer) nicht auf’s Auto schafft, fährt man eben mit dem Privatauto hinterher.
    Die Zeitersparnis steht in keinem sinnvollen Verhältnis zum dadurch entstehenden erhöhten Risiko.

  3. Nun ja, VU mit Eingeklemmter Person, Wohnungsbrand mit Menschengefährdung. Da fährt man selbstverständlich streng nach StVO mit dem privaten Fahrzeug. Halte- und Parkverbote vor den Gerätehäusern werden natürlich auch beachtet.

  4. Die Rechtslage hierzu ist relativ eindeutig in der StVO geregelt:Ein WEGERECHT bekomme ich lt.§38 (1) StVO nur mit blauem Blinklicht und Einsatzhorn!! SONDERRECHTE ergeben sich aus § 35 StVO: (1) Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist. WICHTIG: (8) Die Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeübt werden. –> Es dürfen also auch mit privaten PKW Sonderrechte in Anspruch genommen werden, ABER passiert etwas, wird es für den Verursacher schwierig, wenn nicht unmöglich, dem Richter (Richterin) zu beweisen, dass grade er an der Einsatzstelle zwingend erforderlich war. Und über den §1 StVO bekommt der Richter so ziemlich jeden…
    § 1 StVO
    Grundregeln.
    (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
    (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
    Fazit, es ist erlaubt, aber mit vorsicht zu genießen…

  5. Ja wenns doch eilig ist.Diese Aussage zu Zitat: Nur Leute die man eigentlich nicht beim Einsatz brauch haben so ein Schild” will ich mal nicht gehört haben. Jeder man zählt..Helfen tut dir der Dachaufsetzer eh nicht viel, da den von 10 Leuten 9,5 ignorieren. Bei ihnen brennt´s ja nicht……

  6. Matthias

    “Nur Leute die man eigentlich nicht beim Einsatz braucht haben so ein Schild. Vernünftige Kameraden fahren auch vernünftig Auto.”

    Schönen Dank auch Kamerad! Vorsicht mir Verallgemeinerungen dieser Art! Sonst könntest du leicht den Unmut von einem großen Teil der freiwilligen Feuerwehrleute auf dich ziehen!

    Diese Hinweisschilder bringen sehr wohl etwas. Natürlich darf man sich nicht darauf verlassen oder gar Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern einfordern…..denn wir haben mit dem Pkw ja NUR SONDERrechte und KEINE WEGErechte! Den Unterschied verstehen viele immer noch nicht! Ich habe es schon oft genug erlebt, dass mir freiwillig Platz gemacht wird oder die Vorfahrt gewährt wird.

    Aber wie gesagt: nur mit größter Vorsicht. Aber mal ehrlich…wer ist noch niemals schneller als erlaubt zum Gerätehaus gefahren? Ich wage zu behaupten keiner. Auch nicht die notorischen “Melder an, Hirn aus”-Schreiber!

    Übrigens: Das gilt in ganz Deutschland und nicht nur in Bayern. Die StVo ist ein Bundesgesetz!

  7. Eigentlich ist alles beim alten – Dachaufsetzer ist nun mal kein Sondersignal und daher KEIN Wegerecht. Sonderrechte gem StVO rechtlich ja, aber in Auslegung umstritten und in JEDEM FALLE problematisch im Schadenfall (alleine wg. §1 StVO). Mein Fazit: Kein Schild und vorsichtig zur Wache “durchwuseln”…

  8. Peter Lamaack

    Aus Sicht eines BOS-Mitglieds, der NICHT bei einer FW tätig ist:
    Diese Schilder bringen den Herstellern etwas – nämlich Umsatz – aber keinen relevanten Zeitvorteil.

    Als normaler PKW-Fahrer sehe ich allerhöchstens so “ein gelbes Dings” auf dem Dach des Kfz. hinter mir.
    Fahrschulauto – das wäre erst einmal die erste Assoziation.
    Würde ich versuchen, die Aufschrift (im Rückspiegel ja seitenverkehrt!) zu entziffern, müsste ich langsamer werden, denn meine Aufmerksamkeit für die Verkehrssituation vor mir und auf den Seiten geht dann verloren.

    Kommen dann noch Warnblinkanlage, Fernlichtgeblitze oder Hupensignale dazu, habe ich wohl einen hypertrophen Verkehrsteilnehmer hinter mir (ist der überhaupt geeignet zum Führen eines Kfz.?)
    Das es “irgendwo” eine Gefahrenlage geben soll, erschliesst sich dem normalen Verkehrsteilnehmer in keinster Weise.
    Das kommt auch nicht beim aktuellsten Radiosender und auf einer Landstrasse (oder sonstwo) höre ich als Autofahrer auch nicht den Melder bzw. die Durchsage oder gar eine Sirene.
    Wer als autofahrender Bürger dort wohnt, wo es eine BF oder eine FFW mit hauptamtlichen Kräften gibt, kennt auch nicht die Verhältnisse “in der Pampa”. Das wird auch dort nicht in der Fahrschule gelehrt – und selbst wenn: die Situation ist wohl seltener wie Kolonnenfahrten mit Flaggensatz oder Pferdefuhrwerke auf der vorfahrtsberechtigten Spur.

    Vielleicht lohnt es sich einfach einmal, die Situation durch die Brille anderer Menschen zu sehen?

    Ebenso wie andere hir unterstelle ich einmal pauschal, daß es sehr vielen nur darum geht, einen begehrten Platz im HLF/TLF/was-weiss-ich-denn-F zu bekommen, anstelle mit einem banalen MTW nachzukommen.

  9. Christian

    @Andreas Klaus: Also bei uns besteht absolutes Halteverbot vor den Toren des GH. Und wer zur FF gehört hält sich auch daran, GERADE im Einsatzfall, denn sonst ist er ganz schnell nicht mehr in der FF.
    Was für ein …… Kommentar!! *kopfschüttel*

    Man kann es nur allen Kameraden egal ob ohne oder mit Sondersignal nur ganz warm ans Herz legen IMMER aufmerksam und angepasst zu fahren denn man muss IMMER mit der Dummheit/Ignoranz/Unaufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen!! Auf der Fahrt zum VU weitere VUs zu verursachen ist NICHT hilfreich!

  10. Thomas

    Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass mir andere Verkehrsteilnehmer Platz gemacht haben, wenn ich den Dachaufsetzer drauf hatte. Liegt vielleicht auch daran, dass wir hier zusätzlich zu unseren FME immer auch über Sirene alarmiert werden, und dann die meisten Leute doch schnallen, dass die Feuerwehr gerade einen Einsatz hat und die Kameraden zum Gerätehaus fahren.

    Rücksicht nehmen, vorsichtig fahren und cool bleiben muss man natürlich trotzdem. Aber dass müssen auch die Maschinisten, wenn es vom Gerätehaus dann mit den großen Autos mit Blaulicht und Martinshorn weitergeht.

  11. Man sollte die Nutzung doch einfach jedem/r Feuerwehrdienstleistenden selbst überlassen. Und ob man Sonderrechte auf der Anfahrt zum Gerätehaus in Anspruch nimmt oder nicht, muss auch jede/r selbst entscheiden UND verantworten. Dachaufsetzer machen sicherlich nicht überall Sinn, in einigen Fällen konnte ich jedoch recht gute Erfahrungen damit sammeln. Gerade im Innenstadtbereich machen doch einige Verkehrsteilnehmer bereitwillig Platz und ermöglichen einem freie Bahn – freiwillig. Man sollte natürlich nie einen Dachaufsetzer mit einer Sondersignalanlage verwechseln, das müsste aber jedem/r klar sein. Schlaue Empfehlungen sind doch absolut sinnfrei… jeder hat da doch seine Theorie dazu, oder?

  12. Peter Lamaack

    Mir fielen noch Fragen an die hard-core-Dachaufsetzer-Fraktion hier ein:

    1.
    welche Wehrführung oder welcher FF-Förderverein hat Dachaufsetzer für die HelferInnen finanziert?
    Der Dachaufsetzer soll ja das Fzg. als EINSATZFZG. kenntlich machen und damit letztendlich seinen Fahrer schützen.
    Im weitesten Sinn müsste dann ein Dachaufsetzer zur PSA gehören.

    1a.
    Welcher LVF hat diesbezüglich eine Epfehlung/Verordnung/Dienstvorschrift erlassen?

    2.
    Welcher Landrat oder-sonst-politisch-veranbtwortliche-Mensch hat SCHRIFTLICH erklärt, daß er im-Fall-des-Falles “natürlich” 100%-ig die Verantwortung übernimmt?

    2a.
    Welcher politisch verantwortliche Mensch hat schriftlich erklärt, daß nur mit Dachaufsetzern die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben möglich ist?

    2b.
    Welcher politisch verantwortliche Mensch hat schriftlich erklärt, daß (grob) fahrlässige Übertretungen der StVO in seinem Wahlkreis “natürlich” keine Folgen haben werden?
    Diese Frage richtet sich bevorzugt an die Aktiven hier, die Politiker (jeder Parteifarbe) kennengelernt haben, die bei der Einweihung eines neuen (oft seit vielen-vielen Jahren dringend erforderlichen Neufahrzeugs) so tuen, als hätten sie das FW-Fzg vom eigenen Sparbuch bezahlt.

    Ich bin gespannt auf fundierte Antworten.
    Die Baulichtgeninifierten mit dem eingebautem Heissluftgebläse zwischen den Ohren dürfen weiter spielen.

  13. Mit dem Schild wird man genauso beachtet wie der Fahrer vom Leserkreis der gerade an der Praxis Zeitschriften tauscht. Das Schild ist kein Freifahrtschein, und ich habe es auch so immer zum Feuerwehrhaus geschafft, auch mal entsprechend schneller, aber nie ohne jemanden zu gefährden. Klappte auch gut, denn im Rückspiegel vor der Ampel seihtest eh keiner.

  14. Also i hab an Leuchtroten mit gelber Aufschrift und den werd i jetzt ned wegschmeißn! Hab ja keine Sonderrechte damit. Effektiver is a Gelblicht und des darfst ohne Zulassung betreiben 😉

  15. Marcel

    ??? @ Stefan Meier:
    $38 STVO:
    (3) Gelbes Blinklicht warnt vor Gefahren. Es kann ortsfest oder von Fahrzeugen aus verwendet werden. Die Verwendung von Fahrzeugen aus ist nur zulässig, um vor Arbeits- oder Unfallstellen, vor ungewöhnlich langsam fahrenden Fahrzeugen oder vor Fahrzeugen mit ungewöhnlicher Breite oder Länge oder mit ungewöhnlich breiter oder langer Ladung zu warnen.

    Ich hoffe, dass ist nicht dein Ernst 😉

  16. Markus Z.

    Ich finde es gut, dass hierzu seitens des LFV Bayerns so eine Information verfasst worden ist.

    Ich habe selber so ein Schild und verwende dies auch, wenn ich bei Alarmierung in die Feuerwehr fahre. Der Dachaufsetzer hat ein großen Vorteil für Leute die Vernünfitg damit umgehen zu wissen. Im Stadtbereich wurde ich schon des öfteren wahrgenommen und deshalb auch beim Einbiegevorgang bevorzugt behandelt. Ich finde es aber für sehr wichtig, dass man damit vernünftig fährt und nicht mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Gegend rast, denn dadurch kommt die Feuerwehr nur in negative Schlagzeilen.

  17. schmidti

    Bei uns fahren die meisten mit Schild. Es nehmen halt nicht alle Verkehrsteilnehmer war aber habe selber schon oft erlebt das andere bei seite gefahren sind um einen vorbei zulassen gerade im Berufsverkehr doch schon Hilfsreich. Davon abgesehn das unsere Stadt und das Ordnungsamt uns schon lange zugestimmt hat das wir über Rote Ampeln und “etwas” schneller fahren dürfen als erlaubt so lange kein anderer gefährdet wird. Sollte es zu Blitzer Fotos oder ähnlichen kommen, muss man dafür nur einen Kasten Bier ausgeben und bekommt dafür keine Strafen oder muss das Bußgeld bezahlen.

  18. V.Clemens

    Ja, die Bayern scheinen sehr glücklich zu sein, wenn sie sonst keine Probleme haben.

  19. Die typische Situation.
    Mal wieder….
    Keiner ist jemals zu schnell ans Gerätehaus gefahren, hat sich immer noch festes Schuhwerk angezogen undundundund….

    Jetzt mal ehrlich. Klar sollte man alles nicht übertreiben. Und man sollte auch gewisse Grenzen kennen. Wie Beispielsweise den Unterschied zwischen Sonder- und Wegerechten. Und man sollte auch wissen, gegen was Verstoße ich jetzt eigentlich? Gegen Stvo oder doch eher gegen irgendeine andere Gesetzesgebung.

    Aber Kommentare wie “Nur Leute die man eigentlich nicht beim Einsatz braucht haben so ein Schild. Vernünftige Kameraden fahren auch vernünftig Auto.” finde ich ein bisschen tief gegriffen.

    Ich selber bin auch Besitzer eines solchen Dachaufsetzer. Zugegeben… Ich benutze ihn sehr selten. Jedoch bei etwas weiteren Strecken oder im Mittagsverkehr benutze ich ihn schon. Und hab hier auch positive Erfahrungen im Sinne von Platz machen oder bevorzugter Behandlung an Kreuzungen gemacht.
    Wenn dies eben nicht ist, ist es nicht. Muss ich dann auch mit leben.
    Je nach Verkehrslage und Einsatz würde ich mich auch langsam in einen Kreuzungsbereich mit Ampelanlage reintasten. Nur dann hab ich lieber sowas auf dem Dach, dass z.B. der Autofahrer hinter mir bescheid weiß und mich nicht direkt anzeigt, weil irgendwer bei Rot über die Ampel gefahren ist. So Leute gibt es ja leider viel zu oft.

  20. Herbert Mrosek

    Nun das mit den Dachaufsetzern ist halt ein richtiges Dilemma:
    wie macht mans richtig?!
    -schließlich gehts ja auch darum, dass wir Hilfe leisten wollen + diese Hilfe ja auch von uns verlangt wird!
    Brauch ich das Ding überhaupt?
    Ich hätte gesagt ja, mir hat es meistens geholfen und
    Fakt ist, vernünftiges, vorsichtiges fahren ist grundsätzlich geboten – denn es gibt schon genug Verrückte auf den Straßen!
    Auch wenn wir schnell Hilfe leisten wollen, ist der Schutz fürs eigene Leben oberstes Gebot, in meiner über 30jährigen Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr ist mir schon einiges untergekommen.

    (@Peter Lamaak-Und zu welchem Verein gehörst Du, warum kannst Du nicht zu deiner Zugehörigkeit stehn – so wie Du dich äußerst hab ich fast den Eindruck, dass Du noch nicht selbst Hilfe gebraucht hast, denn nur der, der nicht schon selbst in Not war kann gar so schön auf den Paragraphen herum reiten, vielleicht ist es ja auch dein Beruf nur auf Paragraphen zu achten – denn wie Du schon selbst gesagt hast gehörst Du nicht zur Feuerwehr)

  21. Jeder der im Zusammengang mit den Dachaufsetzer von Sonder- / Wegerechten und schneller am FW- Haus spricht, hat den Sinn der Dachaufsetzer nicht verstanden.

  22. Feuerwehrmann

    Man sollte sich vielleicht davon lösen, dass der einzige Sinn des Dachaufsetzer ist, ihn zur Anfahrt beim Einsatz zu nutzen.

    Ich komme aus dem ländlichen Bereich, bei Unfällen auf der Bundesstrße wird diese oft weiträumig gesperrt. Es kommen aber immer wieder nachrückende Kräfte mit den privaten PKW. Für die Leute an der Absperrunug ist es leichter zu erkennen, wer nun “durch” darf oder wer nicht, wenn ein Dachaufsetzer vorhanden ist. Es kommt oft auch vor, dass Kameraden bei Bedarf Landmaschinen holen (Trecker, Bagger, Frontlader usw) und dazu mit dem Privatwagen fahren, weil die Einsatzfahrzeuge aus der UNfallstelle nicht herausgelöst werden können. Leider ist es immer so, wenn ein Privat-PKW die Straßensperre umfährt, dass es ungeduldige Leute gibt, die versuchen sich dran zu hängen und dann empört sind, wenn sie nicht weiter dürfen.
    Der Dachaufsetzer reduziert diese Problematik merkbar

  23. Mathias Fischer

    @ Feuerwehrmann: das Problem hat RLP schon vor 30 Jahren erkannt und gelöst: Mit Schildern, die mit einem Saugnapf an der Frontscheibe befestigt werden. Hier ist auch ein Feld, auf das die Zulassungsnummer und das Siegel der Feuerwehr kommt. ist auch praktisch, wenn man im Halteverbot steht/ keinen Parkschein gelöst hat. Kostet auch nur ~ 4 eur pro teil und lässt sich leicht im Seitenfach verstauen.

  24. Feuerwehrfrau

    @Feuerwehrmann
    Ich bin erstaunt das teilweise mit Privatwagen an die Einsatzstelle gefahren wird. Bei uns wird das nicht gemacht und gilt als äußerst verpönt. Sollten Einsatzkräfte kein Fahrzeug mitbekommen haben, bleiben sie am Gerätehaus und falls Bedarf besteht fährt der MTF zurück und holt sie. Dafür haben wir den MTF und das ist seine Aufgabe.

    Das Bagger & Co von euren Feuerwehrleuten rangeholt werden ok. Hoffentlich ist das vernünftig geregelt mit den Versicherungen.
    Aber zumindest bei üblichen Lagen hat man max. 4 Zufahrtsstraßen. An jeder Straße ein Mann. Wenn der sagt: “Der Bagger ist von der Feuerwehr angefordert und nur deshalb darf er da rein”, wirkt das mehr als ein Dachaufsetzer.
    Ich kenne uneinsichtige Autofahrer, aber auch Feuerwehrleute die nicht gerade deeskalierend beim Straße sperren wirken. Typ: “Oberwichtig, weil Feuerwehrmann”

  25. Martin K

    Hallo zusammen,

    ich komme wie Feuerwehrmann auch aus dem ländlichen Bereich in Bayern, bei uns in der Gegend gehören TSF’s oder sogar nur TSA’s zur Tagesordnung in vielen Feuerwehren, da sowohl ein TSF (Staffelbesatzung) wie auch ein TSA (nur ein Mann am Traktor) für eine Gruppe ausgelegt sind, ist hier immer die Anfahrt mit dem Privat-PKW zur Einsatzstelle notwendig! Hier helfen Dachaufsetzer unwahrscheinlich um als Feuerwehrangehöriger im Einsatz erkannt zu werden.

    Und so ein Dachaufsetzer ist eben doch größer und von vorne und hinten zu erkennen im Gegensatz zu dem kleinen Windschutzscheibenschild, dass es in vielen Ausführungen auch für Ärzte, Sanitäter, Jäger usw gibt!

  26. Christian Eilers via Facebook sagt:
    30. Juli 2013 um 13:29
    Nur Leute die man eigentlich nicht beim Einsatz braucht haben so ein Schild. Vernünftige Kameraden fahren auch vernünftig Auto.

    Selten so nen Schwachsinn gelesen…

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: