140 Millionen Euro in Hightech-Schlachthof investiert

Knapp 2 Jahre nach Brand: Wiesenhof startet Testbetrieb

Lohne (NI) – In Lohne betrieb die Firma Wiesenhof bis zum 22. März 2016 einen der größten Geflügelschlachthöfe in Deutschland. Dann zerstörte ein feuer weite Teile des Betriebs im Kreis Vechta. Rund 140 Millionen Euro investierte Wiesenhof in den Wiederaufbau. Aktuell läuft der Testbetrieb. Im Januar 2018 soll in Lohne wieder regulär geschlachtet werden.  

Vor dem brand hätte der Geflügelspezialist pro Tag 432.000 Schlachtungen durchführen dürfen. Kurz vor der Brandkatastrophe seien es aber nur 370.000 pro Tag gewesen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Wenn der Betrieb in kürze wieder anläuft, sollen in Lohne allerdings “nur” noch 250.000 Tiere pro Tag verarbeitet werden. Langfristig sei allerdings die Aufnahme einer zweiten Schlachtlinie geplant”, berichtet Peter Wesjohann, der Vorstandschef der PHW-Gruppe, zu der Wiesenhof gehört.

Ein Großbrand zerstörte am Ostermontag 2016 große Teile des Wiesenhof-Schlachthofes in Lohne (Kreis Vechta). Foto: Nonstopnews

Der neue Schlachthof ist nach Auskunft des Vorstandschefs der modernste seiner Art in Europa – aber bei weitem nicht der größte. Rund 500 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt Wiesenhof auf dem neuen Schlachthof. Vor dem Brand sollen es 750 eigene Mitarbeiter gewesen sein. “Viele alte Mitarbeiter sind wieder dabei”, sagt Regional-Gewerkschaftschef Matthias Brümmer. Aus seiner Sicht sei Wiesenhof ein Arbeitgeber, der Mitbestimmung und den Tarifvertrag achte. “Deshalb begrüßen wir es, das es im Januar wieder voll mit der Schlachtung losgeht”, so Brümmer vor Journalisten.

Weitere Informationen zu dem Brand:

Wiesenhof: Erst Ammoniakleck, dann Großbrand, Feuerwehr-Magazin-Online vom 29. März 2016

Nach Brand bei Wiesenhof: 410 Kündigungen, Feuerwehr-Magazin-Online vom 6. Juli 2016

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