Innerer Retter versorgt Lkw-Fahrer in zerquetschter Kabine

Meppen (NI) – Am 3. März 2017 kommt ein Sattelschlepper bei Meppen (Kreis Emsland) von der B 402 ab und stürzt 8 Meter tief eine Böschung hinab. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW arbeiten Hand in Hand, um den eingeklemmten Lkw-Fahrer aus seinem extrem deformierten Fahrerhaus zu retten.

Der Fahrer ist für die Einsatzkräfte nicht sichtbar in der Lkw-Kabine eingeklemmt. Foto: Feuerwehr Meppen/Sven Lammers

“Priorität für uns hatte die Zugangsöffnung zur Kabine, um den Fahrer erreichen zu können”, sagt Julian Gravelar. Wegen seiner schlanken Statur kommt ihm die Aufgabe des Inneren Retters zu. Nachdem ein Loch in die Kabine geschnitten und der Beifahrersitz entfernt ist, klettert er herein, um den Fahrer zu betreuen und dessen Grad der Einklemmung zu beurteilen.

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Bis dahin ist bereits eine Stunde vergangen. “Klar hatten wir zeitlichen Druck. Aber wir mussten sensibel vorgehen, weil wir nicht sehen konnten, wohin wir Bleche drücken und was wir wegschneiden”, sagt Norbert Konen, Stadtbrandmeister der Feuerwehr Meppen. “Der Fahrer war schwer eingeklemmt: von den Füßen bis hin zum Kopf, der zwischen Sitz, Kopfstütze und Einbauschränken feststeckte”, sagt Gravelar. 

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Diensthabender Notarzt Doktor Mario Konen zwängt sich ebenfalls ein Stück weit in die Kabine, um den Patienten zu begutachten. “Der linke Arm war frei. Da konnte ich einen ersten Zugang legen. Allerdings haben wir, weil der Fahrer von erträglichen Schmerzen berichtete, auf Narkosemittel verzichtet, um keine Nebenwirkungen auszulösen”, erklärt Konen. Insgesamt 4 Stunden dauert die aufwendige Rettung. [576]

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