4. Mai: Todestag des heiligen Florian

Internationaler Tag der Feuerwehrleute

Bremen – May the fourth be with You. Nicht nur Star Wars-Fans feiern den heutigen Tag wegen des kleinen Wortspiels (May the fourth: Möge die Macht (force) mit Dir sein). Was selbst viele Feuerwehrkameraden nicht wissen: Am 4. Mai ist der Internationale Tag der Feuerwehrleute. Bis 1998 wurde an diesem Datum in Deutschland und Österreich vor allem der Tag des Heiligen Florian gefeiert. Sankt Florian – einer der populärsten katholischen Heiligen und der Schutzpatron der Feuerwehr – wurde am 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich, von den römischen Soldaten mit einem Stein um den Hals von einer Brücke in den Fluss geworfen.

Viele Institutionen und Medien nutzen den 4. Mai, um den Feuerwehren einmal Danke zu sagen – wie hier unsere Nachbarn von Buten un Binnen auf ihrem Facebook-Account. Screenshot: Buten un Binnen

Am 2. Dezember 1998 starben bei einem Wald- und Flächenbrand im australischen Linton in der Region Victoria fünf Feuerwehrleute. Die Kräfte der Geelong West Fire Brigade verbrannten in ihrem Einsatzfahrzeug. Sehr schnell nach dem Unglück kam der australische Feuerwehrmann JJ Edmondson auf die Idee, den Tag des Heiligen St. Florian zum Tag der Feuerwehrleute umzuwidmen. Und so kam es dann auch. Im Prinzip schon seit 1999 wird der Internationale Tag der Feuerwehrleute (International Firefighters Day, IFFD) begangen. Die Intention dahinter: Ehrung und Anerkennung der Verstorbenen beziehungsweise der weltweit operierenden Feuerwehrleute.

Als Datum wählten die Initiatoren in Australien den 4. Mai eines jeden Jahres. Es sollte ausdrücklich kein Konkurrenztag zum Tag des Heiligen St. Florian (den viele Feuerwehren in Europa bereits gefeiert haben) geschaffen werden.

In der Liste der kuriosen Feiertage stehen für den 4. Mai übrigens auch der Tag des Orangensaftes, der Ohne-Hose-Tag, der Welt-Passwort-Tag und der Klein-und-stolz-darauf-Tag (Petite And Proud Day).

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Heiliger Florian

Aber wieso ist eigentlich der heilige Florian der Schutzpatron der Feuerwehren? Florian von Lorch – so sein eigentlicher Name – lebte in Sankt Pölten. Er war römischer Offizier und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuerbekämpfung. Daher wird er auch meist als römischer Legionär mit Fahne, Wasserkübel und einem brennenden Haus dargestellt. Ursprünglich stand dieser Wasserkübel für das Ertrinken im Fluss, wurde aber im Laufe der Zeit zusammen mit dem brennenden Haus zum Symbol des Schutzes. Neben der Feuerwehr ist der heilige Florian Schutzpatron der Bäcker, Rauchfangkehrer, Bierbrauer, Gärtner, Böttcher, Töpfer, Schmiede und Seifensieder. Er wird angerufen bei Feuer- und Brandgefahren, Brandwunden, Kämpfen, Stürme, Unfruchtbarkeit der Felder und großer Dürre.

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