Großübung wegen Hochwasser abgesagt

Husum (SH) – Es hätte eine der größten Übungen werden sollen, die je in Schleswig-Holstein stattgefunden hat: Rund 450 Einsatzkräfte von Feuerwehren, DRK, Rettungsdienst, Polizei, Bundespolizei und zahlreichen anderen Organisationen wollten in der Nacht von Samstag auf Sonntag das Vorgehen bei einem Zugunglück auf dem Hindenburgdamm zwischen Sylt und dem Festland üben. “Aufgrund des Elbehochwassers sagen wir die fürs Wochenende geplante Rettungsübung am Hindenburgdamm ab”, erklärte der Landrat des Kreises Nordfriesland, Dieter Harrsen, am Dienstag.

Wappen-Schleswig-Holstein“Wir müssen davon ausgehen, dass viele Beteiligte nach Lauenburg oder in andere Überschwemmungsgebiete an der Elbe abgerufen werden. Es ist nicht zu verantworten, in dieser Zeit Kräfte für eine Übung zu binden”, erläutert Christian Wehr, der Leiter des Fachdienstes Rettungswesen des Kreises Nordfriesland. Ein Jahr lang hatte Wehr die Großübung gemeinsam mit etlichen Partnern vorbereitet: Verletztendarsteller, Rettungskräfte, sachkundige Beobachter von Rettungsorganisationen bis hin zur Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundes in Ahrweiler hatten sich das Wochenende freigehalten, um die Übungsabläufe minutiös zu überwachen.

Ihre fundierte Manöverkritik sollte dazu dienen, das Rettungskonzept des Kreises für Unfälle am Hindenburgdamm zu überprüfen und zu verbessern. Rund 40 Journalisten, darunter zahlreiche Fernsehteams, hatten sich angemeldet, um die Übung zu dokumentieren. “Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben”, betonen Dieter Harrsen und Christian Wehr: “Wir wollen die Übung noch in diesem Jahr nachholen.” Jetzt werden verschiedene Termine im Herbst geprüft.

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