Freiwillige Anwärter müssen Gelöbnis sprechen

Bremen – Im Rathaus der Hansestadt Bremen verfolgten etwa 200 Feuerwehr-Vertreter eine Premiere: 38 Feuerwehrmannanwärter der Freiwilligen mussten ein Gelöbnis ablegen. Anschließend beförderte Bremens Feuerwehrchef Karl-Heinz Knorr sie zu Feuerwehrfrauen und -männern.

Für Daniela Sembol (20) und Christian Kropp (19) von der FF Schönebeck war das ein besonderer Moment. Sie traten vor ihre Kameraden und erhielten exemplarisch für die 38 Anwärter ihre Beförderungen. Aus der ersten Reihe beobachteten Bremens Innensenator Ulrich Mäurer, Ludwig Geiger und Hartmut Ziebs, Vizepräsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes sowie FF-Bereichsführer Marcus Schleef die Übergabe der Urkunden.

“Wir wollten die Anwärterinnen und Anwärtern gebührend in den aktiven Feuerwehrdienst einführen”, betonte Knorr. “Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu sein ist nicht mit einem anderen Ehrenamt zu vergleichen. Es gilt, die jungen Menschen für eine verantwortungsvolle Aufgabe zu sensibilisieren, in der sie Menschen helfen und gefährliche Situationen meistern müssen.”

Schleef ergänzte: “Feuerwehrmitglieder haben einen Stellenwert in der Öffentlichkeit, den sie nicht unterschätzen dürfen. Dementsprechend vorbildlich haben sie sich zu verhalten. Auch das wollten wir mit dem Gelöbnis noch mal hervorheben.”

Erstmals mussten Anwärter der Freiwilligen Feuerwehr in Bremen ein Gelöbnis ablegen. Foto: Henning Burchardt / Feuerwehr Bremen

 

15 Kommentare zu “Freiwillige Anwärter müssen Gelöbnis sprechen”
  1. Ich würde da mal sagen müssen ist der falsche Ausdruck, dürfen wäre angebrachter, denn der Mensch muss nur eines, wenn er ablebt….. Aber die Idee ist nicht schlecht mit einem Eid, Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr usw..

  2. ich find das gut was schule machen sollte… so werden alle an gelöbnis erinnert und beim wort genommen… das könnte auch karteileichen verhindern

  3. Daniel

    Bei uns (Stadt mit ca. 250 Freiwilligen) ist es schon immer üblich, dass bei der jährlichen Beförderungs- und Ehrungsfeier die “Neuen” vereidigt werden und ein Gelöbnis sprechen. Ich dachte, das wäre überall so üblich.

  4. Bernd Saager

    Was für ein Schwachsinn.Verpflichtungs-Erklärung unterschreiben ja,aber doch kein Gelöbnis sprechen.Zur meiner Zeit war das beim Bund.
    Das hatte nichts mit freiwillig zu tun,sondern war ein muss.
    Jetzt ist die Wehrpflicht abgeschafft,dann fängt die Feuerwehr mit dem Quatsch an.

  5. @ Bernd Saager:

    Deine Aussage kann man inhaltlich so nicht stehen lassen:

    1. Es gab keinen Zwang beim “Bund” ein Gelöbnis abzuleisten – wer es vereigerte wurde jedoch nicht befördert, blieb also im untersten Mannschafsdienstgrad.

    2. Zeit- und Berufssoldaten – die ja Freiwillige sind – mussten und müssen einen Eid leisten.

    3. Die Wehrpflicht ist nicht abgeschafft,sondern “nur” ausgesetzt worden.

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