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Krank zum Feuerwehreinsatz - was ist erlaubt?
Großeinsatz in Düsseldorf

Feuer im Krankenhaus: 19 Verletzte, ein Toter

Düsseldorf – Im Krankenhaus Marien Hospital in der Innenstadt von Düsseldorf ist am späten Montagabend ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Nach dem ersten automatischen Alarm über die Brandmeldeanlage hatten Mitarbeiter per Notruf den Brand bestätigt.

Mit drei Drehleitern rettet die Feuerwehr Düsseldorf Patienten aus einem Krankenhaus. Dort ist im zweiten Obergeschoss ein Brand ausgebrochen. (Bild: Patrick Schüller)

Laut Feuerwehr Düsseldorf forderte der Einsatzleiter bereits auf der Anfahrt weitere Einheiten in den Stadtteil Pempelfort nach. Als die ersten Kräfte der Feuer- und Rettungswache 3 eintrafen, nahmen sie beißenden Brandgeruch außerhalb des Gebäudes wahr. Der erste Atemschutztrupp fand im zweiten Obergeschoss bereits einen komplett mit schwarzem Rauch gefüllten Stationsflur vor. Patienten kamen den Rettungskräften entgegen.

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Alle verfügbaren Feuerwehrleute begannen sofort mit der Menschenrettung über den Treppenraum sowie von außen mit drei Drehleitern. Sie konnten innerhalb kürzester Zeit insgesamt 15 Menschen aus dem Gebäude holen.

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Der Brandrauch breitete sich auf die darüber liegenden Geschosse aus. Daher führten Mitarbeiter des Krankenhauses insgesamt 46 Patienten jeweils in den rauchfreien Bereich auf den Etagen drei bis sieben.

Um die zu erwartende hohe Anzahl an Verletzten bewältigen zu können, alarmierte die Leitstelle vorsorglich sämtliche Rettungsdiensteinheiten der Landeshauptstadt sowie medizinische Sofortkomponenten aus dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann.

Sauerstoffleitung facht Feuer an

Nachdem die Menschenrettung auf der betroffenen internistischen Station abgeschlossen war, konnte die Feuerwehr den Brand in dem Patientenzimmer bekämpfen. Problem dabei: Die Hitze hatte eine Sauerstoffleitung im Zimmer zerstört, dadurch wurde das Feuer angefacht. Etwa eine Stunde nach der Alarmierung meldete der Einsatzleiter „Feuer in Gewalt“ an die Leitstelle.

Auf der internistischen Station im zweiten Obergeschoss kam für einen 77-jährigen Mann jede Hilfe zu spät, er verstarb noch vor Ort. Insgesamt 19 Menschen wurden verletzt. Vier davon erlitten schwere Rauchgasvergiftungen, bei denen Lebensgefahr besteht. Zwei kamen mit RTW in ein Krankenhaus nach Gelsenkirchen. Zwei weitere mussten in eine Aachener Spezialklinik transportiert werden, einer davon mit einem Rettungshubschrauber.

Drei Patienten erlitten schwere Verletzungen. Zwölf Menschen musste der Rettungsdienst mit leichten bis mittelschweren Verletzungen in Düsseldorfer Krankenhäuser transportieren.

Alle neun BF-Wachen im Einsatz

Insgesamt war die Feuerwehr Düsseldorf mit rund 180 Kräften aller neun Berufsfeuerwachen vor Ort. 137 Aktive der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten beim Besetzen weiterer Führungsfahrzeuge sowie der Feuerwachen im gesamten Stadtgebiet. Dienstfreie Führungskräfte begaben sich zur Feuerwache 1, um im Hintergrund einsatzbegleitende Maßnahmen zu koordinieren.

Bereits kurz nach Beendigung der Löscharbeiten hat die Kriminalpolizei die Ermittlung zur genauen Brandursache aufgenommen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit nicht genau beziffert werden. Nach vier Stunden konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle der Kriminalpolizei und den Verantwortlichen des Marien Hospitals übergeben.

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