Erfahrungsberichte gesucht

eMobilität bei der Feuerwehr

München – Schon vor über 100 Jahren setzte die Berufsfeuerwehr München Elektrofahrzeuge ein. Unlängst stellten die Münchner jetzt 14 e-Golf in Dienst – und gehört damit zu den Vorreitern in Deutschland. Wir wollen das Thema “eMobiltät bei der Feuerwehr” demnächst gerne aufgreifen und suchen dafür eure Erfahrungsberichte. Und außerdem interessiert uns Eure persönliche Meinung dazu. 

Ende 2017 stellte die Berufsfeuerwehr München 14 VW Gold mit Elektroantrieb in Dienst. Foto: Feuerwehr München (Bild: Branddirektion Muenchen)

Die Firma Rosenbauer präsentierte im Zuge ihrer 150-Jahr-Feier 2016 erstmals die Studie Concept Fire Truck, kurz CFT. Ein richtiges Löschfahrzeug mit Elektroantrieb. Ein zusätzlich eingebauter Dieselmotor soll nur bei Bedarf zugeschaltet werden und die Batterien wieder aufladen. Inzwischen wurde das CFT weiterentwickelt und wird von großen Berufsfeuerwehren in Europa getestet. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. eMobilität wird in Zukunft bei Feuerwehren eine Rolle spielen, weil der Schadstoffausstoss in den Großstädten gesenkt werden muss. Und aktuell drohen Fahrverbote für Fahrzeuge mit klassischen Dieselmotoren. Dem kann mit reinen Elektro- oder Hybridmotoren entgangen werden.

Auch der Concept Fire Truck von Rosenbauer wird von Elektromotoren angetrieben. Foto: Hegemann

Auch DFV-Präsident Hartmut Ziebs steht dem Elektroantrieb aufgeschlossen gegenüber: “Ich glaube, die Feuerwehr sollte sich hier an die Spitze der Bewegung setzen und die Technik möglichst bald großflächig einsetzen.” Der Anteil von Fahrzeugen mit klassischen Verbrennungsmotoren wird in den kommenden Jahren kontinuierlich sinken, sind sich alle Experten sicher. Aktuell scheint der Trend bei den Motoren eindeutig in Richtung Elektro-Antrieb zu gehen.

Unter dem Titel “eMobilität bei der Feuerwehr – gestern, heute, morgen” wollen wir das Thema aufgreifen. Und dafür benötigen wir Eure Unterstützung. Bitte teilt uns doch kurz per Mail mit, welche Feuerwehren schon Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridmotor einsetzen. Um welche Fahrzeuge handelt es sich dabei (Typ, Fahrgestell, Aufbau)? Und für welche Zwecke sind diese Fahrzeuge im Einsatz? Außerdem würden uns die gemachten Erfahrungen interessieren: Wie klappt es mit dem Aufladen? Reicht die Akkukapazität/Reichweite? Wird das Fahrzeug im Winter warm? Gab es schon technische Probleme? Bitte schickt mir einfach eine kurze Mail an hegemann@feuerwehrmagazin.de.

Und außerdem interessiert uns Eure Meinung zum Themen-Komplex eMobiltät bei der Feuerwehr.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wir Feuerwehrleute achten immer auf unsere Gesundheit, wir setzen Atemschutzgeräte ein, wir halten die Gefahren möglichst gering. Doch wenn es um unsere Gesundheit durch Schadstoffausstoße geht, dann scheinen wir wenig besorgt zu sein. Die Motoren der Fahrzeuge laufen im Einsatz teilweise ununterbrochen und pulvern uns die Gase in die Lungen. Wir sollten die ersten sein, die sich an der Elektromobilität orientieren und mit gutem Beispiel vorangehen, um unsere Gesellschaft und vor allem uns in ein besseres, reineres Leben zu bringen.

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  2. Klingt für mich ziemlich sinnvoll. Einen kalten Dieselmotor direkt auf Volllast zu bringen ist nicht einfach sehr problematisch. Wenn der Elektrische Antrieb diese Zeit überbrückt schon das den Diesel enorm. Außerdem können die Emotoren die Beschleunigung deutlich verbessern, was dem ständigen abbremsen und beschleunigen bei einer Einsatzfahrt auch enorm helfen kann.
    Auf jeden Fall ein interessantes Konzept.

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  3. Also mal ehrlich, die Ökobillanz bei einem Elektofahrzeug ist nicht der Kracher. Bei einem normalen Pkw wird diese erst nach über zehn Jahren positiv. Hier muss aber eine Laufleistung von rd. 20000km sein. Ob dies bei einem Lkw mit relativ wenig Laufleistun besser ist wäre ich zu bezweifeln. So lange der Strom für die E-fahrzeuge nicht zu 100% regenerativ erzeugt wird schneiden wir uns ins eigene Fleisch. Die Autoindustrie dankt es uns….Für die nächsten 30 Jahre klasse Umsätze und dann wird das E-Auto verteufelt. Kommt mir aus der Vergangenheit sehr bekannt vor.

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  4. An sich spricht doch nix gegen Elektrisch Angetriebene Feuerwehr Fahrzeuge…
    Ein Diesel Motor an der Stelle ao aktuelle auch der Fahrzeugmotor Sitzt dazu an jedem Rad ein Motor die Umpe auch Elektrisch angetrieben und dazu große Batterien in der Bodengruppe um den Schwerpunkt niedrig zu halten.
    Das Sollte in der Fahrstabilität sehr große Vorteile bringen dazu kommt das ein Allradantrieb einfach zu realisieren ist und die Elektromotoren haben jeh nach Ausführung richtig Leistung ein zügiges voran kommen ist somit kein Problem den wer kennt es nicht man Treibt das Löschfahrzeug unter Sonder/Wege Recht einen Berg hoch unter hinter einem stauen sich die Autos…

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  5. Ja als elw,Mtw,Stelle mir vor, das das im lademodus in einem fw Haus wird das gegebenfalls etwas schwierig wenn 3 Fahrzeuge in der Halle stehn und geladen werden sollen. Müssen ja dann die anderen Verbraucher wie Lampen, Messgeräte sie. Mitgeladen werden.

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  6. Für typische kurzzeitige Einsätze ok, aber vergesst bei einem (längeren) Scheunenbrand nicht uns vom THW mit der Fachgruppe Elektroversorgung dazu zu alarmieren! Oder die Lkw’s der Fachgruppe Wassergefahren zum Abschleppen in Hochwassergebieten bei nassen E-Motoren (wenn der Verband überhaupt bis ins Einsatzgebiet kam).
    Aber als Erstangreifer bei einer BF ok.

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  7. E-Mobilität birgt noch viel zu viele Risiken.
    Und wirklich grün sind die auch nicht.

    Ich würde Wasserstoff wesentlich sinnvoller finden, da hier fast die gleiche Energie beim Verbrennen entsteht als auch bei der Herstellung benötigt wird.
    Und diesen könnte man mit Strom produzieren, der aus regenerativen Energien kommt. Das wäre grün.
    Alles andere ist nur Augenwischerei.

    Aber leider hängt auch hier Deutschland im Ausbau von Wasserstoff Meilenweit der Welt hinterher.
    Bei Strom versuchen sie es ja grad, aber hier sind die Ressourcen begrenzt.
    Rohstoffe für Akkus sind nicht unendlich.

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  8. E-Mobilität ist schändlicher als Diesel. Allein die Produktion der Akkumulatoren setzt mehr Schadstoffe frei als ein Diesel im längeren Betrieb. Dazu kommt der Abbau der Ressourcen, welche ebenfalls nicht mit der Hand gewonnen werden 😉 und der Strom für die Fahrzeuge kommt wo her? Aus Kohlekraftwerken und nicht aus Erneuerbaren Energien. Alles Nonsens. Hat nur einer bei den überbezahlten Politikern ein zu gutes Angebot einer Lobby bekommen. OLD BUT GOLD. Der Diesel überlebt den E-Wahnsinn. Oder wird von Selbstzünder Benziner abgelöst, wie ihn Mazda zur Zeit entwickelt.

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  9. Das Thema Elektroauto vs. Verbrenner, wird ja mittlerweile überall aufgegriffen und “Diskutiert”. Leider sind 90% der Leute bei solchen Diskussionen entweder völlig auf der Seite von Elektroautos oder völlig dagegen. Beide Seiten rücken keinen Millimeter von ihrer Meinung ab.

    Im Bereich Feuerwehr, kann in manchen Situationen überlegt werden, ob es sinnvoll ist ein Elektroauto einzusetzen. Und es sollte auch jederzeit Versuche und Konzepte geben die überprüft werden.
    Gerade für Fahrzeuge auf Basis von PKWs kann das eine Alternative sein.
    Für Großfahrzeuge ist die Technik aktuell nicht geeignet bzw. allgemein nicht geeignet. Jeder der sich schon einmal mit dem Thema LKW und Elektroantrieb beschäftigt hat wird schnell feststellen, dass das Ganze nicht wirklich Sinn ergibt. Gerade in Hinsicht auf Gewicht, Platz und Reichweite.

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  10. Im Bereich der kommunalen Omnibusse hat sich der CNG-Antrieb inzwischen hervorragend bewährt. Die Technik ist ausgereift und sicher. Mit BioMethan betankt ist die Ökobilanz und der Schadstoffausstoß sogar besser als ein vergleichbares E-Fahrzeug, das den derzeitigen Deutschen Strommix zum aufladen verwendet. Viele LKW-Fahrgestelle gibt es heute schon wahlweise mit CNG-Antrieb. LNG wird kommen. Das ist die Alternative zu den Stromern, deren sauteure Akkus schon nach 5 Jahren nichts mehr wert sind.

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