Indienststellung

Dritte Drehleiter für Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach (NW) – Die Feuerwehr Bergisch Gladbach hat eine dritte Drehleiter in Dienst gestellt. Das Hubrettungsfahrzeug steht am Feuerwehrhaus 10 in Refrath und wird vom ehrenamtlichen Löschzug 10 – Refrath besetzt. Erstmals stationiert die Stadt damit dauerhaft ein solches Fahrzeug bei einer Einheit der Freiwilligen Feuerwehr.

Der Löschzug 10 – Refrath bei der offiziellen Schlüsselübergabe für die künftig dort stationierte Drehleiter. (Bild: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Mit der zusätzlichen Drehleiter setzt Bergisch Gladbach eine Maßnahme aus dem Brandschutzbedarfsplan 2024 um. Vor allem im südwestlichen Stadtgebiet soll sich dadurch die Verfügbarkeit eines Hubrettungsfahrzeugs verbessern. Bislang standen der Feuerwehr zwei Drehleitern an den Feuer- und Rettungswachen 1 und 2 zur Verfügung.

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Möglich wurde die neue Verteilung durch zwei neu beschaffte Hubrettungsfahrzeuge. Sie sind seit Kurzem an den Feuer- und Rettungswachen 1 und 2 im Einsatz. Die bisherige Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 1 aus dem Jahr 2022 wird künftig in Refrath genutzt. Das bislang an der Feuer- und Rettungswache 2 eingesetzte Fahrzeug dient künftig als Reserve- und Ausbildungsfahrzeug. Die bisherige Reserve-Drehleiter stellt die Stadt außer Dienst und veräußert sie.

Die beiden neuen Drehleitern sind baugleich mit der letzten Fahrzeuggeneration der Feuerwehr Bergisch Gladbach. Es handelt sich um DLAK 23-12 nach DIN EN 14043 auf Mercedes-Benz Econic von Daimler Truck. Die Fahrzeuge sind 10.300 Millimeter lang, 3.150 Millimeter hoch und haben eine zulässige Gesamtmasse von 16.000 Kilogramm. Die lotrechte Rettungshöhe beträgt 30 Meter, was etwa dem 7. bis 8. Obergeschoss entspricht.

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Der Rettungskorb ist für bis zu fünf Personen beziehungsweise 500 Kilogramm ausgelegt. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Krankentragenhalterung für Lasten bis 300 Kilogramm, Sprühdüsen zur Abschirmung von Wärme und Flammen sowie ein Wasserwerfer mit bis zu 2.000 Litern pro Minute Durchflussleistung. Ein fünfteiliger Leitersatz mit zusätzlichem Gelenkteil soll den Einsatz in engen Situationen erleichtern. Der maximale Aktionsradius des Gelenkteils liegt bei 6.400 Millimetern.

Die neue Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 1 ist eine DLAK 23-12 auf Mercedes-Benz Econic. (Bild: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Zum Sicherheitskonzept zählen Niederflurbauweise, Notbremsassistent, Spurhalteassistent, intelligenter Geschwindigkeitsassistent, Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner sowie Kamera- und Sensortechnik. Außerdem verfügen die Fahrzeuge über eine automatische Gleitschutzeinrichtung und eine Spiegelkamera für den Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeug. Der 6-Zylinder-Dieselmotor der Schadstoffklasse VI E wird permanent vorgewärmt. Betankt werden die Fahrzeuge ausschließlich mit HVO100-Kraftstoff aus biogenen Rest- und Abfallstoffen.

Feuerwehrtechnisch sind die Drehleitern unter anderem mit automatisiertem Funk- und Navigationssystem mit Einsatzrouting, 14-kVA-Stromerzeuger, Lüfter, Akku-Kettensäge, Sprungpolster für Rettungshöhen bis 16 Meter, vier Pressluftatmern, Auf- und Abseilgerät, Schleifkorbtrage, Notfallrucksack, Beatmungsgerät und AED-Defibrillator ausgestattet.

Alle drei Drehleitern der Feuerwehr Bergisch Gladbach: In der Mitte steht eine der bisher eingesetzten Drehleitern. (Bild: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Für den Löschzug 10 – Refrath bedeutet die Stationierung eine neue Aufgabe. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte wurden nach Angaben der Feuerwehr in den vergangenen Wochen theoretisch und praktisch auf den Einsatzbetrieb mit der Drehleiter vorbereitet.

Insgesamt investierte Bergisch Gladbach rund 2 Millionen Euro in die beiden neuen Hubrettungsfahrzeuge. Der Standort Refrath ist als Übergangslösung vorgesehen. Nach Fertigstellung der geplanten neuen Feuer- und Rettungswache 2 im Bereich Frankenforst soll die dritte Drehleiter am Feuerwehrhaus 8 in Herkenrath stationiert werden.

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