DFV: EU-Richtlinie bedroht freiwillige Wehren

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) sieht die Existenz der freiwilligen Feuerwehren durch die Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union bedroht. “Wir sehen die große Gefahr, dass uns durch Rechtsprechung künftig ein enges Korsett für das ehrenamtliche Engagement angelegt wird”, befürchtet DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. Anlass sind die laufenden Verhandlungen über die Änderung der Richtlinie.

In Deutschland sind 1.036.000 Männer und Frauen ehrenamtlich im Einsatzdienst der Feuerwehren aktiv. Durch die gesetzliche Einbeziehung des ehrenamtlichen Engagements in die maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden für Arbeitnehmer könnte der Einsatz der freiwilligen Feuerwehren gefährdet werden, befürchtet der DFV: “Das Ehrenamt wäre damit weitgehend unmöglich gemacht”, erklärt Kröger. “Dies würde auch für viele andere Bereiche wie zum Beispiel Sanitätsdienste und Wasserrettung, Sport und Kultur, Umweltschutz und viele andere mehr zutreffen”, gibt der DFV-Präsident zu bedenken. “Durch eindeutige Regelungen im Vorfeld muss vermieden werden, dass es im Nachhinein bei der Umsetzung existenzielle Probleme”, fordert Kröger. “Wir sind der festen Überzeugung, dass die Arbeitszeitrichtlinie für die Freiwilligen Feuerwehren nicht gelten kann. Deshalb lehnen wir insbesondere eine Aufnahme der Freiwilligen Feuerwehren in die Richtlinie ab!”, betont der DFV-Präsident.

Aktuell seien die Sozialpartner (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften) am Zug: Sie verhandeln zunächst bis September diesen Jahres. Sollte dabei Einvernehmen erzielt werden, wird die Kommission dies übernehmen, und den Mitgliedsstaaten obliegt die nationale Umsetzung. Sollten die Verhandlungen scheitern, ist ein Änderungsvorschlag der EU-Kommission zu erwarten. Der Deutsche Feuerwehrverband hatte bereits im April 2011 bei der EU eine Klarstellung gefordert. Der Fachverband arbeitet in der Thematik eng mit der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren, dem Werkfeuerwehrverband Deutschland und weiteren nationalen Feuerwehrverbänden in Europa zusammen.

29 Kommentare zu “DFV: EU-Richtlinie bedroht freiwillige Wehren”
  1. traurig wenn die EU im eigenen Land schon mehr zu sagen hat

  2. Ist doch Klasse, wenn der Piepser tut erstmal Stempeln gehen und sollten die 48Stunden während der Einsatzzeit voll sein, dann alles stehen und liegen lassen und wieder gehen.
    Wer denkt sich so was aus???? Können ja nur Leute sein die keine Ahnung haben von der Arbeit.

  3. Haha -.-?
    Wer denkt sich so etwas aus?
    Das ist der Tod für FReiwillige Feuerwehren.

  4. Wolfgang

    Nicht erst nach 48 h Einsatz, sondern nach 48h – reguläre Arbeitszeit 40h.
    Das ist ein Witz mit Anlauf und kann unmöglich ernst gemeint sein!

    Grüße

  5. Jetzt mal ganz ehrlich. Wer soll das denn überprüfen, wenn man sich nicht dran hält?

  6. Robert der Gesegnete

    Na dann alle Mann Zuhause bleiben und die schöne Freizeit genießen. Wer sowas beschließt schießt sich doch nur selber ins Bein.

  7. Es gibt Leute, die arbeiten so schon über 48h die Woche, um überhaupt noch von etwas leben zu können am Ende des Monats und dann kommen diese Leute und beschließen so einen Schmarrn?

    Die müssen doch am Leben vorbeilaufen !

  8. Ja, wenn Europa nicht weiß, dass in Deutschland die Feuerwehren überwiegend freiwillig organisiert sind, wundert mich das nicht. Vom Eintreffen an der Einsatzstelle 10 bis 15 Minuten nach der Alarmierung träumen andere Länder.

    @Dominic: Du magst mit der Überprüfbarkeit ja recht haben. Es würde mich aber nicht wundern, wenn die EU genau das dann ganz genau überprüft.

  9. V8 Bolide

    Egal wo, wann, warum, die EU macht alles kaputt, kostet Geld und macht die Leute verrückt!!!
    Oder kennt auch nur einer hier ein Positives was uns die EU gebracht hat?

  10. Die scheiß EU ist nur dafür da alles was sich Deutschland jahrzehntelang aufgebaut hat kaputt zu Reglementieren. Die Gipsköppe in Brüssel, (wenn sie dann mal da sind!) sollten mal vor ihrer Haustür schauen wer dort zum Löschen bzw. Retten kommt. Und unsere “Volksvertreter” sind auch nur noch ein großes Rudel von Geldgeiern. 10 Jahre nach Einführung des Monopoly-Geldes hängen wir Deutschen immer tiefer im Europäischem Sumpf!!

  11. dr.siegfried fuchs

    Hallo in Deutschland ! Seit 5 Jahren lebe ich in Paraguay.Was in Deutschland passiert durch die Europaeische Unionsdiktatur ist gelinde gesagt eine Schweinerei.Aber unsere hoch bezahlten “Volksverraeter” (Bundestag und Regierung) schleimen sich in Europa ein.Alles gegen den Willen des Volkes.Wichtig ist die Taschen werden gefuellt mit Euros.Nun bin ich sehr froh nicht mehr in einem solchen Land zu leben wo die Finanzwelt alles bestimmt und die Politik nach deren Pfeife tanzt.Es ist traurig das alles was an Ehrenamtlicher Taetigkeit gemacht wird systhematisch abgeschafft wird.Trotzdem wuensche ich den Kameradinnen und Kameraden der FFw.und des Rettungsdienstes weiterhin ein gutes arbeiten.Vielleicht kommt ja mal jemand der dem ganzen Lug und Trug ein Ende setzt.

  12. Markus Nicklas

    Find ich ganz toll. Arbeitszeit überschritten. Keine zeit mehr für einen Einsatz. Was passiert wenn nachts um 3 das Europaparlament brennt. geht das dann auf Uraubsstunden / Überstunden oder ??? . Schön und gut wenn wenn es keiner merkt. Was passiert aber wenn ein Unfall passiert. Zahlt dann die versicherung nicht , weil du zuviel gearbeitet hast ? Total bescheuert . Und solche leute werden auch noch für den Schwachsinn bezahlt den sie verzapfen .

  13. Naja, es würden immerhin 8h übrig bleiben, wenn man von einer 40h Woche ausgeht! Und wer kann schon behaupten das er 8h die Woche bei der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz ist?! Berufsfeuerwehren die eine 48 Stunden Woche haben und 24/48 Dienste machen haben ja auch alle 6 Dienste eine Freischicht da sie sonst über die Arbeitszeit kommen. Wenn also bei einer Freiwilligen eine Woche mal nix passiert was ja unüblich ist, kannste die nächste Woche vllt. 10h bei der Freiwilligen verbringen!
    Es wird alles heißer gekocht als gegessen!

  14. Jetz kommt mal wieder runter und beruhigt euch. Und dann erstmal nachdenken und nachlesen.
    Hier schreien mal wieder ein paar Funktionäre und Politiker auf, die höhere Kosten auf sie zukommen sehen. Die 48 Stunden sind doch kein fixer Wert sondern ein Durchschnitt über 4 Monate. Und was spricht dagegen, daß hier Feuerwehrleute mehr “Freizeit bekommen?

    Nachts um 12 Alarm, bis um 6 im Einstaz und dann heim, duschen und zur Arbeit? Was spricht heir für eine gestzliche vorgegebene Ruhezeit, die uns Feuerwehrleute schützt? Was spricht dagegen, daß ein Kommandant einer mittleren oder größeren Feuerwehr zu einem Drittel bei der Gemeinde angestellt ist und nicht alles in seiner “Freizeit” machen muss? Es gibt nur einen Grund, das leibe Geld. Die Politiker sehen hier Kosten auf sich zu kommen. Das “Ehrenamt” ist dann nicht mehr für Null und lau zu ahben. Es wird dann ganz schnell deutlich, was “freiwillige” Feuerwehr tatsächlich leisten. Und das bisher zum Null-Tarif. Wir sollten froh sein, daß endlich anerkannt wird, daß unsere Tätigkeit eine vollwertige Arbeit ist, die wir der Gesellschaft bisher schenken. Hat schon mal jemand durchgerechnet, was uns ein System ala Falck in Dänemark kosten würde? Meine Gemeinde hat jetzt mit “Kosten-Nutzen Rechnung” begonnen. Jede Anschaffung bei usn wird geprüft, ob sie sich “rechnet”. Der Verwaltung werden an vielen Orten die Augen übergehen, wenn sie die Arbeitszeit die freiwillig gleistet wird mal richtig bewerten muss. Und das vieleicht dann auch mit realen Stundensätzen incl. Sozialversicherungsbeiträgen. Ich finde es gut, daß hier mal eine Diskussion angestossen wird.

  15. Ist schon kurios was sich die EU alles einfallen läßt. Ich selbst, noch zusätzlich als Übungsleiter in einem Sportverein und Führungsmitglied einer FF – keine Ahnung wann ich dann noch arbeiten gehe. Vorschlag an die EU, ich suche mir noch ein Ehrenamt und beziehe mein Geld von der EU. Natürlich wie unsere Abgeordneten in Brüssel. Ich freue mich schon!
    @Huber37: Dein Beitrag ist trotzdem gut, aber bedenke den demographischen Wandel. Gegen gesetzlich festgelegte Ruhezeiten nach z.B. einem Großbrand oder ähnliches finde ich auch gut und eine Diskussion, sofern sachlich geführt ist generell nichts einzuwenden.

  16. Und was passiert, wenn man bei seiner Arbeit vor Langeweile nicht weiß was man als nächstes versaubeuteln soll?
    Ganz genau solche Regelungen! Sowas kommt dabei rum, wenn man von Menschen regiert wird, die komplett am Leben vorbei leben und vermutlich noch keine fünf Minuten am Stück gearbeitet haben!
    Traurig aber wahr, die machen sich da oben sogar Gedanken über die maximale Krümmung von Gurken.

  17. Rebecca01

    Liebe Kameraden, ich sehe das mal global: ein Bundespräsident der trotz von der Presse aufgedeckter Verfehlungen nun einen Ehrensold bekommt, kummulierte Arbeitszeiten nach Kamerad Huber der entweder Kommandant ist mit Ambition auf Anstellung in einer Gemeinde oder Hauptamtlicher einer großen Wehr. Kommunale Selbstverwaltung kann hier auch nichts ausrichten. Ich denke wenn wir (Brüssel) bei solchen wichtigen Diskussionen angekommen sind, dann müssen wir überlegen ob wir überhaupt Probleme haben. Dann sind der erhöhte Verwaltungsaufwand und die dauernden Vorschriften eigentlich Peanuts (Zitat eines schon längst vergessnene Bänkers)
    Wenn ich nur wegen der 48h Grenze aufhöre, dann war ich nie sozial denkender FW Angehöriger. Es gibt aber wieder Futter für ein paar Luftblasenhersteller die somit ein Thema haben damit sie beschäftigt sind. Ich sehe bei diesen die Motivation, dass der FW-Angehörige nach einer gewissen Anzahl Einsatzstunden seinem Chef sagen kann “und morgen arbeite ich nicht, weil ich hab meine Stunden voll” Das geht bei großen Feuerwehren und großen Betrieben. Realität in kleinen und mittleren Wehren und Betrieben: Es handelt sich um einen Feuerwehrangehörigen, der zwar recht hat aber zukünftig auf Arbeitssuche sein wird. recht haben und richtig sein sind nicht dasselbe. Oder findet das jemand gut dass Wulff jetzt 200K + Dienstwagen+ Fahrer * pers. Assistenten bekommt. Er ist im recjht, aber ist es gerecht?

  18. @MS1969 Hier wird wieder einmal der Unterschied zwischen einem Sportverein, einem Kannichenzüchterverein oder den Briefmarkensammlern und der Feuerwehr deutlich. Feuerwehr verlangt ein sehr viel höheres Maß an Einsatz und Verbindlichkeit. Feuerwehr ist mit einem ungelich höheren körperlichen Einsatz und auch mit viel mehr Risiko verbunden. Es ist eine Riesenunterschied ob ich nach 8 oder 10 Stunden Arbeit im Betreib zum “sporteln” gehe oder ob ich mir das Atemschutzgerät umschnalle, einen Rettungssatz bediene, ein Einsatzfahrzueg fahre oder eine DL steure. Es gibt auch keinen anderen “Verein” der zu jeder Tages und Nachtzeit “gerufen” wird. Wenn ich am Abend zwei Stunden Sport trainiert habe, hat das sicher andere Auswirkungen auf meine Arbeitsfähigkeit am nächsten Tag, wie wenn ich nachts aus dem Schlag gerissen werde, sei es nun wegen eiens Einsatzes oder nur wegen eines Fehlalarms. Das wird aber von den meisten Gemeinderäten- und verwaltungen so nicht wahrgenommen. Das wir dazu bereit sind, wird einfach vorausgesetzt. Und es kostete ja auch ncihts. Diese Leistung ist schon seit Jahrzehnten quasi kostenlos und auf Abruf verfügbar. Ohne Murren. Welcher Sport- oder sonstige Verein würde heute noch Mitgleider bekommen, wenn man sich dort auf mindestens 10 Jahre “verpflichten” müsste.? Diese Vereine jammern doch schon wenn sie für Ihr Sommerfest Helfer brauchen. Die Bevölkerung und die Politik erwartet schnelle und qualifizierte Hilfe. Das ganze natürlich möglischst ohne Kosten und selbstverständlich ehrenamtlich. Und wir Feuerwehrleute? Wir stellen allzuoft viel zu wenig heraus was wir denn eigentlich leisten. Welchen Nutzen die Gesellschaft davon hat. Und wie hoch der Preis ist, den der Einzelne oft dafür zahlt. Ich kenne Gemeinden, da werden beim Neujahrsempfang Bürger für ihr Engagement geehrt. Fürs Blumen giessen z.B. Ein Feuerwehrmann war noch nie dabei. Was würde es denn unsere Gesellschaft kosten in Euro und Cent und an weniger Sicherheit wenn wir den ehrenamtlichen Helm an den Nagel hängen würden? Was ist denn los in Ländern ohne diese Tradition? Z.B. Greichenland. Die Waldbrände dort sind so verheerend weil sich keiner zuständig fühlt, es keine funktionierende freiwillige Feurwehr gibt. Daß wir jetzt mehr Schutz erfahren sollen (in Maßen) ist nicht mehr als recht und billig. Daß Politiker aufschreien weil es merh Geld kostet durchschaubar. Leider lassen sich unsere Fgunktionäre im Moment willfährig vor diesen Karren spannen.

  19. da ich” nur” einen 30 h Vertrag als Dauernachtwache (Altenpfleger) habe, bietet sich in Zukunft die Möglichkeit eines 2.Jobs an. Falls es meine Freizeit bei der
    FFW Bad Gottleuba erlaubt, stehe ich gern für eine Nebenbeschäftigung zur Verfügung, natürlich nur als Leiharbeiter.
    PS: Solche “IDEEN” sind natürlich absoluter Nonsens!!

  20. Auch jetzt ist es so, dass in Ausnahmefällen die maximale Wochenarbeitszeit bis zu 60 Stunden betragen kann. Dies ist im ArbZG geregelt. Ich denke, dass es sinnig ist diese Regelung beizubehalten.

  21. Dann sollen doch mal diese Bürohengste die sich so etwas ausgedacht haben mal die Einsätze fahren. Mal sehen wie schnell sie das wieder ändern wenn sie betroffen sind.

  22. Huber37

    @rebecca01 man sollte nicht Äpfel und Birnen zusammenschmeissen. Das gibt zwar einen guten Most, aber noch lange keine sachliche Darstellung. Konzentrieren wir uns also wieder auf unser Geschäft. Wie sieht das denn aus, gerade bei kleinen Wehren? Mal ein kleines Beispiel das die Sachlage klarer macht. Ölspurbeseitigung innerorts bei Nacht, gewiss kein Kerngeschäft für die Feurwehr. In meinen Augen im Normalfall eine Aufgabe für den Bauzug der Gemeinde (auch tagsüber). Warum macht es nachts die Feuerwehr? Ganz einfach. Würde es der Bauzug amchen, müsste eine Rufbereitschaft eingereichtet werden (ist bei der Feurwehr ja wunderbarer Weise und ksotenlso schon vorahnden). Die Mitarbeiter hätten ein Recht auf Bezahlung (auch wenn nichts los ist) und wenn sie nachts raus müssen ist dies selbstverständlich Arbeitsziet (im Normalfall sogar mit Zuschlägen wie es im öffentlichen Dienst üblich ist). Selbstverständlich wird die Zeit als Arbeitszeit angerechnet. Die Kosten pro Jahr – darf sich jeder gerne selbst für seinen Ort ausrechnen. Alternativ kann das Ganze auch an einen Unternehmer vergeben werden. Kosten? Bitte selber mal überschlagen. Und wie geht es so gut wie kostenlos? Richtig man hat ja die Feuerwehr. Rufbereitschaft gibt es ksotenlos, Einsatzzeiten für einen Bruchteil des Geldes, daß Gemeindearbeiter oder Fremdfirmen kosten. Und am nächsten Morgen kann der Feurwehrmann ja wieder normal arbeiten gehen, auch wenn er in der Nacht 2 oder 3 Stunden gewischt hat. Was daran “sozial” sein soll weiss ich nicht. Und wieso ein Arbeitgeber dafür mit einem müden Arbeitnehmer “bezahlen” soll erschliesst sich mir auch nicht.
    Mir erschliesst sich auch nicht die Logik des LASI-Unterausschuss UA3, daß Feuerwehreinsätze nicht unter den Schutz des Arbeitszeitgestzes fallen. Nach 10 Stunden darf ich nicht mehr bei meinem Arbeitgeber am Schreibtisch sitzen, aber nach einem 9 Stunden Tag, 3 Stunden Ruhe und 10 Stunden nächtlichem Einsatz, eventuell unter Atemschutz, darf ich sofort wieder arbeiten gehen. Wo bitte bleibt da die Fürsorge meines “Arbeitgebers” Gemeinde? Ein Kommandant dürfte hier sogar eine Ruhezeit anordnen. Ich habe es hier aber noch nie erlebt. Ob wohl die Kosten hier eine Rolle spielen?
    Und falls es der Eine oder Andere noch nciht gemerkt hat. Hier geht es nicht darum nach einer gewissen Zeit im Einsatz den Hammer oder besser das Strahlrohr fallen zu lassen. Es geht um den gesundheitlichen Schutz von uns Feurwehrleuten. Und es kann sich glaube ich noch jeder an den Streit um die Bezahlung von Bereitschaftszeiten von Berufsfeuerwehrleuten erinnern. Damals wurde von den Stäadten der Untergang des Abendlandes angekündigt. Und heute? Einfach mal bei eienm BF´ler nachfragen was sich gebessert hat.

  23. @Ande

    Es mag schon sein das nicht alle 8h die Woche im Einsatz sind. Es gibt aber genug freiwillige Feuerwehren, da kommst du auf 8h am Tag.
    Und wie gesagt, es geht hier um die Wochenarbeitszeit, ich habe Vertraglich 40 Stunden die Woche, arbeite aber jede Woche fast 60 Stunden, im Sommer nochmehr.

    Es ist eben quatsch was in Brüssel so geplant wird.

    Gruß Frank

  24. Hallo,

    so komisch es klingt aber es gibt schon eine einschränkende Regelung in Deutschland. Wer Arbeitslos wird darf auch nicht mehr als 12h die Woche tätig sein, dies gilt auch für ehrenamtliche Tätigkeiten sonst gibt es kein Geld und die Anrechnungssätze vom Verdienste sind auch geringer, als die Übungsleiterpauschale von “normalen” Steuerzahlern.

    G Hita

  25. MacLeod

    @Frank

    “Es mag schon sein das nicht alle 8h die Woche im Einsatz sind. Es gibt aber genug freiwillige Feuerwehren, da kommst du auf 8h am Tag.”

    Ja, wenn du dort hauptamtlich arbeitest.

    Lasst doch echt mal die Kirche im Dorf: Freiwillige Feuerwehren haben im Jahr keinen Wochendurchschnitt dass er so ins Gewicht fallen würde. Das sind mal Einzelfälle, wenn es mal einen Tag gibt, an dem man mal 8h für die FF im EInsatz ist. Da kommt auch kein ehrenamtlicher Gerätewart auf diese Zeiten, auch nicht mit EInsatzstunden.

    Übrigens gelten für die 48h-Woche Ausgleichszeiträume. Die 48h-Woche muss im Jahresdurchnschnitt eingehalten werden. Da ist bei den FFen aber ein deutlicher Spielraum nach oben hin.

  26. sven112

    Grandiose Idee:
    Der Arbeitnehmer fehlt nach diesem Denkmodell öfter nach FW- Einsätzen am Arbeitsplatz- also stehen FW- Angehörige bei der nächsten Entlassungswelle ganz oben auf den “Abschusslisten”.

  27. Ich stelle jetzt mal einen anderen Blickwinkel dar, evtl. sollt man sich mal an der eigenen Nase fassen. 8 Stunden in der Woche sind verdammt viel wenn man nicht für einen Übungsabend der realistisch zwischen 0,5 und 1,5 Std dauert jedes mal 3 Std für die Schönheit der Statistik aufschreibt. Zu einer Ölspur mit den benötigten 3 Mann fahren und die 5 anderen einsatzgeilen zu Hause lassen, die dürfen dann das nächste Mal, oder habt Ihr schonmal Gemeindearbeiter eine 5m Ölspur mit 9 Mann zusammenkehren gesehen? Ämterhäufungen sind da auch noch so ein Thema, Aufgaben auf mehrere FW-Angehörige verteilen reduziert die Einellast. Gleiches gilt auch für andere Einsätze, wenn ich lese das für einen VU oder Zimmerbrand 50 Mann im Einsatz sind dann stehen da mindestens 25 ohne Aufgabe herum. Die kann man sobald die Lage klar ist sofort nach Hause schicken und nicht als Zuschauer an der Einsatzstelle lassen. Wenn jetzt einer aufschreit er arbeitet in seiner normalen Arbeit schon 60 Stunden in der Woche dann hilft mir der im Einsatzdienst auch nicht mehr, Belastungen haben die anderen Kollegen auch so schon genug, da muss nicht noch einer mitgetragen werden.
    Ob es jetzt Quatsch ist was von der EU kommt oder nicht mindestens 95% aller freiwilligen Feuerwehren kommen mit 8 Stunden in der Woche problemlos klar.
    Organisation ist hier das Zauberwort, sollte eventuell in die Wachleiterausbildung mit aufgenommen werden.
    Alles eine Frage des Blickwinkels
    Grüße

  28. Michael

    Ich finde das das die Eu sich wieder auf die wichtigen Dinge kümmern sollte z.b. wie krumm eine Banane sein darf , weil davon haben die vieleicht Ahnung. Aus dem komunalen Recht sollten die sich raushalten, wenns nach dieser Richtline geht hab ich bei der Feuerwehr nicht mehr zu suchen, da ich Vertraglich 50 Std arbeite , sagen wir mal so das würde mich nicht daran hindern zur Feuerwehr zu gehen , aber es wäre dann mal schön zuwissen ob die FUK im Falle eines Unfalls dann nicht zahlt ( zahlen tun die auch so nicht ),nur weil jemand in der EU mein wichtig zu sein.

    Gruß Michael

  29. TorpedoTony

    Ich finde die Bemerkung von Michael “da ich Vertraglich 50 Std arbeite , sagen wir mal so das würde mich nicht daran hindern zur Feuerwehr zu gehen , aber es wäre dann mal schön zuwissen ob die FUK im Falle eines Unfalls dann nicht zahlt ( zahlen tun die auch so nicht)” sehr interessant.

    Für mich persönlich ist die Frage des Versicherungsschutz auf dem Weg zum, während und nach dem Einsatz die eigentlich wichtigste Frage zu diesem Thema. Viele von uns stellen einen Teil ihrer Freizeit für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr zur Verfügung und wenn man sich die aktuell herrschende “Versicherungslage” genauer anschaut ist hier eine erhebliche Grauzone zu erkennen. Jeder von uns kann und sollte sich sicher sein, sollten wir auf eine Leistung der kommunalen Unfallversicherung angewiesen sein, dass auf die Einhaltung von Gesamtwochenstunden, Ruhezeiten usw. ein besonderes Augenmerk gelegt wird. Sollte es bei Nachforschungen hier zu Unregelmäßigkeiten kommen, kann man sich auf einen langwierigen Rechtsstreit einstellen und im schlimmsten Fall bleibt man auf allen Kosten sitzen.

    Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber die Verfahrensweise von Versicherungen im feuerwehrtechnischen und beruflichem Umfeld hat mich leider eines Besseren belehrt (ich war zum Glück nicht selber betroffen). Ich hoffe für uns alle, dass niemand von uns vor, während und nach dem Einsatz einen Schaden davon trägt und auf eine kommunale oder private Versicherung angewiesen ist!

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