FF Kirchheim unter Teck

Wenn die Feuerwehr zur Flugplatzfeuerwehr auf Zeit wird

Kirchheim unter Teck (BW) – Wenn auf der Hahnweide Hunderte historische Flugzeuge und Tausende Besucher zusammenkommen, wird die Feuerwehr für drei Tage zur Flugplatzfeuerwehr auf Zeit. Beim Oldtimer-Fliegertreffen sicherte die FF Kirchheim unter Teck gemeinsam mit weiteren Organisationen das weitläufige Gelände ab – mit Crashteams entlang der Piste, enger Abstimmung mit dem Tower und umfangreicher Vorbereitung.

Denkwürdiges Foto aus dem Jahre 2016 beim Crashteam Ost: Die Wachhabenden der Feuerwehr beobachten die Landung der Ju 52 aus der Schweiz mit der Kennung HB-HOT. 1,5 Jahre später stürzt dieser Oldtimer mit 20 Menschen an Bord bei einem Alpen-Rundflug ab. (Bild: Schütte)

Zwischen Einsatzleitwagen, Rollwegen und Tower übernimmt die Feuerwehr bei der Großveranstaltung eine besondere Rolle. Beim 20. Oldtimer-Fliegertreffen auf der Hahnweide waren zusammen mit Polizei und Rettungsdienst rund 130 Einsatzkräfte im Dienst. Allein die Feuerwehr stellte täglich 28 Kräfte von 10 Uhr bis Sonnenuntergang bereit.

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Im Fokus stand vor allem die rund 1.200 Meter lange Graspiste. An beiden Enden positionierten Feuerwehr und Rettungsdienst Crashteams, jeweils ergänzt um einen Notarzt. Im Osten stand ein LF 20, im Westen ein TLF 24/50, das dort zusätzlich den Brandschutz für die Tankstelle des Fliegertreffens sicherstellte. In der Mitte des Geländes, am Tower, hielten sich unter anderem RW 2, MTW und KdoW bereit.

Wie engmaschig die Sicherheitsstruktur aufgebaut war, zeigte ein Zwischenfall am publikumsstärksten Samstag: Ein Pilot meldete beim Landeanflug Fahrwerksprobleme. Für die Kräfte an der Piste bedeutete das sofortige Einsatzbereitschaft. Erst nachdem die Maschine sicher gelandet war, konnten Feuerwehr und Rettungsdienst aufatmen.

Gerade diese Mischung aus Flugbewegungen, historischem Material und großem Besucheraufkommen macht die Brandsicherheitswache auf der Hahnweide besonders. Hinzu kommt: Während des Treffens muss die Feuerwehr den Schutz auf dem Fluggelände sicherstellen, ohne den Grundschutz im Stadtgebiet und auf der nahen A 8 zu vernachlässigen.

Wie die Einsatzleitung, die Kommunikation mit dem Tower und die Vorbereitung auf größere Schadenslagen organisiert wurden, lest ihr ausführlich in der Reportage von Heino Schütte im Heft.

Feuerwehr-Magazin 3/2026

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