Wie die Polizei der Feuerwehr helfen kann

Blaue Werfer

Mit geballter Power könnte die Polizei die Feuerwehr bei unterschiedlichsten Einsätzen unterstützen. Vor allem mit den Wasserwerfern, die 10.000 Liter Wasser an Bord haben. Die Wasserwerfer kommen aus dem Hause Rosenbauer und sind absolut kompatibel mit der Feuerwehr-Technik. Doch die Möglichkeiten, die Polizei um Hilfe zu bitten, sind bei Feuerwehren oftmals nicht bekannt.

Von Rosenbauer stammen die WaWe 10 der Polizei in Deutschland. 56 Stück gibt es davon. Bei Bedarf können auch Feuerwehren auf die Fahrzeuge zurückgreifen. Sie sind mit Lösch- und Tanklöschfahrzeugen kompatibel. Foto: Timo Jann

Ein 30 Meter langer Hochdruckschnellangriff, drei Wasserwerfer auf dem Dach, zwei B-Druckabgänge, Pump & Roll-Betrieb, verschiedene Hohlstrahlrohre, Löschmittelzusatz „Fire Ade“, Selbstschutzdüsen – das ist nur ein kleiner Teil des Leistungsspektrums, das deutschlandweit 56 ganz spezielle Tanklöschfahrzeuge mitbringen: die Wasserwerfer (WaWe) 10 der Polizei von Bund und Ländern. Während des Flächenbrandes auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen (MV, siehe Feuerwehr-Magazin 09/2019) kamen mehrere dieser Wasserwerfer zum Einsatz, um die Feuerwehren zu unterstützen. „Die Reaktionen waren durchweg positiv. Leider ist bei den Feuerwehren nicht bekannt, dass sie die Wasserwerfer zur Unterstützung anfordern können“, berichtet Hartmut Dudde. Er leitet die Hamburger Schutzpolizei, der die Bereitschaftspolizei unterstellt ist.

Anzeige

Wie gut das mit der Zusammenarbeit klappt, zeigt dieses Video aus Bruchsal (BW):

Wobei “einmaliger” Einsatz ja nun mittlerweile nicht mehr stimmt. Denn während der Waldbrand- und Flächenbrandsaison 2019 haben die Besatzungen der Wasserwerfer gezeigt, was sie mit ihren Fahrzeugen leisten können.

Mehr zum Thema Waldbrand:

„Unsere Wasserwerfer sind eigentlich auch genau für solche Situationen gedacht. Der Bund hat sie beschafft und den Ländern, die das Personal vorhalten, zur Verfügung gestellt. Sie sind als Hilfs-Löschfahrzeuge konzipiert und vom Prinzip her den Einsatzfahrzeugen des Katastrophenschutzes sehr ähnlich“, erklärt Dudde, der jahrelang selbst als freiwilliger Feuerwehrmann im Einsatz war.

„Eine Wasserwerfer-Einheit der Polizei in Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern ist genauso organisiert wie eine in Bayern. So weiß die Feuerwehr, was sie bei einer Anforderung bekommt.“ Großer Vorteil für die Feuerwehren: Die WaWe bringen jeweils 10.000 Liter Wasser mit. Und die Kabine, in der die aus 1/4 bestehende Besatzung sitzt, ist gasdicht ausgeführt. Das Fahrzeug kann also auch im Brandrauch eingesetzt werden.

Wie die Fahrzeuge weiter ausgestattet sind, wie Feuerwehren sie anfordern können und womit die Polizei sonst noch Einsätze unterstützen kann, lest Ihr in Feuerwehr-Magazin 3/2020.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert