Technisches Hilfswerk

Alter Schatz: Lichtmastwagen beim THW Greven

Greven (NW) – Ein blau-weißer “Alter Schatz” ist beim THW Greven (Kreis Steinfurt) im Einsatz. Seit über 30 Jahren leistet der Lichtmastwagen (LiMa) im Ortsverband treue Dienste. Sein Einsatzspektrum beim Technischen Hilfswerk reicht von der Amtshilfe für Polizei und Feuerwehr bis hin zu kleineren “Auslandseinsätzen” hinter der nahegelegenen niederländischen Grenze.

Der ganze Stolz des THW Ortsverbands Greven: Ein Lichtmastwagen auf Mercedes-Fahrgestell. Seit über 30 Jahren ist das Fahrzeug mittlerweile im Dienst. Foto: P. Jasper

„Obwohl das Fahrzeug schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist die Technik noch vom Allerfeinsten. Es macht einfach Spaß, damit zu fahren“, gibt Schirrmeister (vergleichbar mit einem Feuerwehr-Gerätewart) Stefan Steltenkampf beim Fototermin gerne zu.

Mächtig Stolz sind er und seine Kameraden über den einzigen “Hauber” in ihren Reihen. Denn auch wenn es mittlerweile Hochleistungs-LED-Scheinwerfer gibt, ist der LiMa mit einer Lichtleistung von 10.500 Watt bei einer Masthöhe von bis zu 10 Metern immer noch fester Bestandteil des Ortsverbands. 

Aus zwei mach eins 

Ursprünglich stammt der Lichtmastwagen aus Beständen der Polizei Baden Württemberg. 1999 hatten die THW-Helfer das Fahrzeug im typischen Polizei-Grün auf den Hof gestellt bekommen. Kurzerhand lackierten die Helfer in Eigenleistung ihre neue Errungenschaft in RAL 5002 (Ultramarinblau) und machten so aus dem ehemaligen Polizisten einen waschechten THW´ler.

 

Die freiwilligen Helfer der Bundesanstalt pflegten ihre neue Errungenschaft. Trotzdem musste nach einem späteren Getriebeschaden ein neues Fahrzeug her. Hierfür wurde dem Ortsverband ein ehemaliger Mehrzweckkraftwagen (MKW) auf Mercedes Fahrgestell von 1987 zur Verfügung gestellt. Der Lichtmast-Aufbau von 1978 wurde kurzerhand auf den Rundhauber aufgesetzt. Aus zwei mach eins war damals das Motto.

In Eigenleistung haben die Helfer ihren „Hauber“ zu einem wahren Sturmspezialisten ausgebaut. Mit Kettensäge, einem weiteren Stromaggregat und Tauchpumpe können auch zu zweit Einsatzstellen angefahren werden. Der 5-kVA-Generator erlaubt zudem einen Parallelbetrieb zwischen Lichtmast und Pumpe. Zusätzlich verfügt das Einsatzfahrzeug über ein modernes Digitalfunkgerät und weitere Beleuchtungsgeräte in der Mannschaftskabine.

Die 10.500 Watt Lichtleistung des LiMa hängen an einem 10 Meter hohen Mast. Ein 5-kVA-Generator erlaubt einen zusätzlichen Einsatz von weiteren Flutlichtscheinwerfern auf Stativen. Foto: P. Jasper

Obwohl der blau-weiße Beleuchter schon über 30 Jahre im Einsatz ist, merkt man ihm sein Alter nicht an. Zum Fototermin zeigte der Kilometerzähler gerade einmal 30.662 zurückgelegte Kilometer an. Somit bleibt der Lichtmastwagen den Kameraden in Greven wohl noch einige Jahre erhalten.

(Text: Philipp Jasper)

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  1. MKW heißt Mannschaftskraftwagen. Das stammt noch aus Zeiten der Bergungszüge. Ein Mehrzweckkraftwagen wird MzKW abgekürzt. Diese MzKWs gibt es erst seit dem neuem Komponentenmodell ab 2000.

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