Erster Einsatz für Drohneneinheit

Kurioses Ende einer Personensuche

Geesthacht (SH) – Unerwarteter Einsatzerfolg für die neue Taktische Einheit Drohne (TE-D) der Technischen Einsatzleitung (TEL) im Kreis Herzogtum Lauenburg: Zwar geht die Einheit erst am Montag offiziell in Dienst, doch bereits am Donnerstagabend gab es den ersten Einsatz für das sechsköpfige Team. Aus einer neurologischen Rehabilitationsklinik in Geesthacht war ein Bewohner abgängig.

Die Drohnengruppe fand den Vermissten – schon auf der Anfahrt zum Einsatzort. “Dass wir nicht mal fliegen müssen, hatten wir so auch nicht erwartet”, berichtet Thorsten Bettin, der Leiter der TE-D.

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Hintergrund: Im Rendezvoussystem treffen sich die Mitglieder der neuen Einheit am jeweiligen Einsatzort. So auch Donnerstagabend. Die Integrierte Regional-Leitstelle Süd (IRLS-Süd) in Bad Oldesloe hatte die Drohnengruppe, die Kräfte der FF Geesthacht sowie verschiedene Rettungshundestaffeln auf Anforderung der Polizei am Donnerstag gegen 21.30 Uhr alarmiert. Einsatzort: die Klinik, um die sich ein weitläufiges Waldgebiet erstreckt. Bettin: “Wir sind dann angerückt und haben uns kurz besprochen. Dabei konnten wir ein Foto des Vermissten einsehen, den einer der Kameraden unterwegs schon an der Straße gesehen hatte.”

Der Kamerad aus Sandesneben und ein Geesthachter Feuerwehrmann fuhren umgehend mit einem Kommandowagen los und fanden den Vermissten ganz in der Nähe der Stelle, an der er zuvor gesehen worden war. “Damit konnte dann Einsatzende gegeben werden, noch bevor es richtig los ging”, so Bettin.

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Hintergrund: Taktische Einheit Drohne (TE-D)

Der Kreis Herzogtum Lauenburg hat für rund 50.000 Euro die nötige Ausrüstung beschafft.  Außerdem wird bei GSF in Twist derzeit noch ein gebraucht beschaffter Mercedes Sprinter für die TE-D ausgebaut. Als Fluggeräte kommen zwei Multicopter der Firma DJI zum Einsatz. Eine Mavic 2 Enterprise Advanced und eine Matrice 300 RTK, die Feuerwehrdrohne 112 geliefert hatte.

Zunächst ist die TE-D des Kreises in zwei Gruppen für den Norden und den Süden (einschließlich der A 24) organisiert. Jeweils sechs Einsatzkräfte mit den entsprechenden Fluglizenzen sind pro Gruppe aktiv. Bettin: “Im neuen Jahr wollen wir weitere Kräfte ausbilden.”

Zu Einsatzaufgaben werden primär Erkundungen und Dokumentation bei Bränden, Unfällen oder Gefahrgutlagen gehören, aber auch Personensuchen. Selbst im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung könnte die Gruppe zum Einsatz kommen, um beispielsweise Wildschweine wegen der sich ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest aufzuspüren.

Feuerwehrdrohne im Kreis Herzogtum Lauenburg.

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