Kamerad bei Gefahrgutunfall leicht verletzt

Lübeck (SH) – Bei einem Gefahrguteinsatz auf dem Gelände des Skandinavien-Kai in Lübeck-Travemünde ist in der Nacht zu Dienstag ein Feuerwehrmann leicht verletzt worden. Bei Umfüllarbeiten kam es zu einem Hautkontakt mit einer ätzenden Flüssigkeit.

Gefahrgutunfall in Lübeck-Travemünde. Foto: Benjamin HelmsMitarbeiter hatten kurz vor Mitternacht auf dem Gelände einen Tankauflieger entdeckt, aus dem eine bräunliche Flüssigkeit austrat. Sofort wurde das Fahrzeug auf den Gefahrgutplatz in eine dort vorhandene “Gefahrgutwanne” gefahren. Hier werden Fahrzeuge abgestellt, die unklare Leckagen vorweisen. Die Wanne ist so gebaut, dass keine Schadstoffe in die Kanalisation fließen können.

Kräfte der Berufsfeuerwehr Lübeck und der Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt, Dummersdorf und Israelsdorf wurden sofort zur Absicherung und Erkundung eingesetzt. Unter Chemikalienschutzanzügen näherte sich ein Trupp dem Fahrzeug und konnte eine Beschädigung an einer Tankkammer feststellen, aus der ein etwa ein Zentimeter dicker Strahl austrat. Nach Aussagen des Fahrers war eine Tankkammer mit 22.000 Litern mit einem flüssigen Stoff gefüllt. Aus den mitgeführten Fahrzeugpapieren konnte der Stoff als Eisenchlorid-Lösung identifiziert werden. Dieser Stoff wird unter anderem für Ätzvorgänge an unreinen Metallen benötigt.

Die Einsatzkräfte begannen mit dem Umfüllen der defekten Tankkammer in leere, intakte Kammern. Parallel wurde bereits ausgelaufene Flüssigkeit mit Bindemittel gebunden. Die restliche Flüssigkeit aus der betroffenen Tankkammer wurde dann mit einem Holzpropfen am weiteren Auslaufen gehindert. Eine Spezialfirma kümmerte sich um die fachgerechte Entsorgung der Flüssigkeit auf dem Boden.

Bei den Umfüllarbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Er hatte seine Haut in geringem Maße mit der ätzenden Flüssigkeit benetzt. Er wurde vorsorglich in die Klinik zur medizinischen Betreuung gefahren. (Foto: Benjamin Helms)

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