Zwischen Köln und Frankfurt

ICE brennt lichterloh – 510 Fahrgäste gerettet

+++Update+++

Dierdorf (RP) – Am Freitagmorgen gegen 6:30 Uhr geriet ein Waggon im letzten Zugteil des ICE 511 “Neunkirchen” auf der Schnellfahrstrecke von Köln nach Frankfurt nahe der Stadt Dierdorf (Kreis Neuwied) in Brand. Binnen weniger Minuten stand ein Teil des Zuges lichterloh in Flammen. 510 Passagiere wurden gerade noch rechtzeitig aus dem ICE gerettet. Fünf Personen erlitten leichte Verletzungen: eine Sprunggelenksverletzung beim Aussteigen sowie viermal Kreislaufprobleme durch die Aufregung.

Der ICE 511 in Flammen. Foto: Tim Hübner

Um 06.30 Uhr kam es vermutlich aufgrund eines technischen Defekts zu dem Feuer in dem ICE. Ein Beamter der Bundespolizei sowie weitere an Bord befindliche Rettungskräfte brachten 510 Personen aus dem Zug. Dabei achtete der Beamte besonders darauf, dass der Zug unter dem Fahrdraht stand und auch das Gegengleis noch nicht gesperrt war. Die Fahrgäste wurden in Bussen zu einem Gemeindehaus transportiert und dort betreut.

 

Die Bahnstrecke musste in beide Richtungen gesperrt werden. Auch auf der Autobahn 3, direkt neben der Bahnstrecke, musste der Verkehr aufgrund der starken Rauchentwicklung sowie für die Löscharbeiten zwischenzeitlich gestoppt werden. Während die Autobahn mittlerweile zum Teil wieder freigegeben worden ist, bleibt die Bahnstrecke voraussichtlich bis Sonntagabend gesperrt. Zum einen aufgrund der Ermittlungen der Polizei, zum anderen wegen der aufwändigen Aufräumarbeiten. Unter anderem muss auch die gerissene Oberleitung wiederhergestellt werden. Ein Waggon sei komplett ausgebrannt, teilte eine Polizeisprecherin mit. Auch der hintere Triebkopf wurde durch das Feuer beschädigt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.

Feuer aus. Nach Ende der Löschmaßnahmen wird der Schaden an ICE 511 deutlich sichtbar. Foto: Bundespolizei Koblenz

Weitere Informationen zu Zugunglücken:

Die größten Eisenbahn-Unfälle

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