Produkt: Sonderheft: Richtiges Vorgehen bei Wald- und Flächenbränden
Sonderheft: Richtiges Vorgehen bei Wald- und Flächenbränden
Alles, was Feuerwehrkräfte über das richtige Vorgehen bei Wald- und Flächenbränden wissen müssen – dieses 100 Seiten starke Sonderheft liefert Antworten!
200 Quadratmeter Torffläche in Flammen

Flugdienst entdeckt Brand aus rund 34 Kilometer Entfernung

Steimbke/Hildesheim (NI) – Hochsaison für den Feuerwehr-Flugdienst (FFD) des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. Mehrfach täglich steigen aktuell die beiden Cessna in Hildesheim und Lüneburg auf, um landesweit frühzeitig Brände in Wäldern und auf anderen Vegetationsflächen zu erkennen und Feuerwehren am Boden durch Lufterkundung zu koordinieren und zu unterstützen. Am Dienstag entdeckte einmal mehr eine Flugzeugbesatzung einen Flächenbrand aus der Luft.

Die “Delta-Echo-Foxtrott-Viktor-Papa” war in Hildesheim gestartet und befand sich kurz vor 17 Uhr unweit von Visselhövede (Kreis Rotenburg), als der Besatzung eine helle Rauchentwicklung südwärts auffiel.

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Die rund 300 PS starke Cessna 206H Stationair flog auf direktem Kurs in Richtung Sonnenborstel bei Steimbke (Kreis Nienburg). Mit dem Pkw eine Entfernung von rund 48 Kilometern. Die Luftlinie beträgt rund 34 Kilometer und kann mit dem Flugzeug binnen weniger Minuten überwunden werden.

Eine der beiden Cessna 206, die der FFD zurzeit im Dienst hat. Foto: Feuerwehr-Flugdienst
Eine der beiden Cessna 206, die der FFD zurzeit im Dienst hat. Foto: Feuerwehr-Flugdienst

Tatsächlich bestätigte sich der Verdacht eines Brandes. Im Torfabbaugebiet “Brigitta” brannten rund 200 Quadratmeter Torf, das Feuer begann auf einen abgestellten Radlader überzugreifen. Die Flugzeugbesatzung funkte direkt die Integrierte Regionalleitstelle Schaumburg/ Nienburg in Stadthagen an. Zu diesem Zeitpunkt war der Brand noch von niemandem am Boden bemerkt worden.

Eine Maschine des Feuerwehr-Flugdienstes befand sich bei Visselhövede (Kreis Rotenburg) als der Besatzung eine Rauchentwicklung bei Steimbke (Kreis Nienburg) auffiel. Am Flugradar ist die direkte Flugstrecke zum Einsatzort erkennbar. (Bild: flightradar24.com)

Die Disponenten lösten einen Großalarm aus. 95 Feuerwehrkräfte aus den Feuerwehren Sonnenborstel, Steimbke, Rodewald, Stöckse, Linsburg, Heemsen, Erichshagen und Nienburg sowie die Einsatzleitung Ort der Samtgemeinde Steimbke rückten an. Die Maschine des Flugdienstes kreiste wegweisend über der Einsatzstelle.

Der Feuerwehr-Flugdienst kreist über der Einsatzstelle. (Bild: flightradar24.com)
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Mit zwei C-Rohren konnten die Kräfte das Feuer dank der frühzeitigen Meldung schnell unter Kontrolle bringen. Auch den Radlader retteten die Feuerwehrleute. Ein Landwirt unterstützte die Löscharbeiten mit einem Güllefass und wässerte die betroffenen Bereiche gründlich ein. 

Rund 200 Meter Fläche in dem Torfabbaugebiet verbrannten. (Bild: Feuerwehr/Eickeler)

Im Mai 2011 hatte unweit entfernt ein Moorbrand bei Steimbke 170 Kräfte aus 23 Feuerwehren stundenlang in Atem gehalten. Damals hatte eine Anwohnerin die Rauchentwicklung bemerkt, das Feuer hatte zu dieser Zeit allerdings schon eine deutlich größere Fläche erfasst. 

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Wer die Flugzeuge des FFD über flightradar24.com verfolgt (Kennungen: D-ENDS und D-EFVP) sollte sich bewusst sein: die angegebenen Zielflughäfen entsprechen nicht der Realität, die Flugzeuge landen üblicherweise wieder in Hildesheim und Lüneburg. Je nach Radarabdeckung und Erfassung des Signals können die Flugzeuge auch zeitweilig von der Karte verschwinden. Aufgrund einer gewissen Zeitverzögerung können außerdem Ungenauigkeiten auftreten, was die Flugrichtung betrifft (etwa wenn die Maschine örtlich eng kreist). 

Der Radlader konnte dank der frühen Entdeckung und des schnellen Einsatzes gerettet werden. (Bild: Feuerwehr/Eickeler)

Screenshots veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von flightradar24.com 

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