Waldbrand am Brocken breitet sich unterirdisch aus

Feuerwehrmann durch Verpuffung verletzt

Halberstadt (ST) – Der Katastrophenfall im Landkreis Harz besteht weiter fort. Nach einer Auswertung der aktuellen Luftbilder hat sich der Brand auf 160 Hektar Fläche ausgebreitet. Problem: Eine offene Flammenbildung ist nur schwer erkennbar, das Feuer wandert vor allem unterirdisch weiter. Auch heute sind wieder sieben Hubschrauber, ein Erkundungshubschrauber mit Wärmebildkamera sowie die beiden italienischen Löschflugzeuge im Einsatz. Ein Feuerwehrmann wurde durch eine Verpuffung schwer verletzt.

Während die Löschmaßnahmen am Brocken oberirdisch Erfolg zeigen, frisst sich das Feuer unterirdisch weiter. 160 Hektar Wald mit überwiegend Totholz haben die Flammen vernichtet. (Bild: Hegemann)

Während der Löscharbeiten kam es laut Informationen des Landkreises Harz an einem technischen Gerät zu einer Verpuffung. Dabei wurde der Mann so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber vom Brockenplateau direkt ins Brandverletztenzentrum Bergmannstrost Halle geflogen werden musste. Dort wird er derzeit behandelt. Unterdessen laufen die Löscharbeiten weiter. Mittlerweile wurden über 2,8 Millionen Liter Wasser auf die Brandstelle aufgetragen worden. Dabei unterstützen auch die Harzer Schmalspurbahnen beim Löschwassertransport mit zwei Kesselwagen.

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Die Firma IBC aus Ulm hat eine mobile Löschanlage angeliefert. Damit soll die Eindringtiefe des Wassers ins Moor verbessert werden. Geplant ist jetzt, so der Kreis, die bodengebundenen Kräfte zu verstärken. Derzeit sind zirka 300 Kräfte im Einsatz. Sie werden unter anderem durch den Brockenwirt verpflegt und haben dort auch die Möglichkeit, sich auszuruhen. 

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