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Einsatzberichte der Feuerwehr Hamburg

2017 – 9 Verletzte bei Busunfall

Hamburg – Bei einem Busunfall in Hamburg wurden am Donnerstag insgesamt neun Personen verletzt. Direkt vor dem Bundeswehrkrankenhaus in Ortsteil Wandsbek stieß die Fahrerin eines Pkw mit einem Linienbus zusammen. Über 50 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz.

Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Eine Autofahrerin kam von ihrer Spur ab und prallte in einen entgegenkommenden Linienbus. Insgesamt neun Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Foto: Ebner

Großeinsatz für den Rettungsdienst und die Feuerwehr Hamburg: Eine 63-jährige Pkw-Fahrerin war am frühen Donnerstagnachmittag mit einem Linienbus zusammengestoßen. Nach ersten Meldungen der Polizei kam die Fahrerin von ihrer Fahrbahn ab und krachte in den entgegenkommenden Omnibus. Die 63-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Auch acht Fahrgäste des Busses wurden bei dem Unfall verletzt. Für die Feuerwehr Hamburg wurde ein Großeinsatz ausgelöst.

Aufgrund der Meldung „Bus gegen Pkw, mehrere Verletzte und eingeklemmte Person“ wurde von der Rettungsleitstelle sofort ein erhöhtes Kräfteaufgebot mit dem Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ alarmiert. Über 50 Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter waren während der langwierigen einstündigen Rettungsaktion im Einsatz. Die polytraumatisierte Fahrerin des Pkw wurde ins Bundeswehrkrankenhaus (BWK) gebracht. Durch die Nähe zur Klinik waren Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst nur für die eingeklemmte Person erforderlich.

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2016 – Hafen Hamburg: Großbrand auf Frachter

Hamburg – Ein Großbrand an Bord eines etwa 300 Meter langen Containerfrachters hält seit Donnerstagmittag Hamburgs Feuerwehr in Atem. “Der Brand dürfte nach ersten Erkenntnissen bei Schweißarbeiten an einem Container ausgebrochen sein, seit dem brennt es an Bord wie Hölle” sagte Werner Nölken, der Pressesprecher der Hamburger Feuerwehr, gegenüber feuerwehrmagazin.de. Die Rauchentwicklung ist extrem und weithin sichtbar.

Drei Arbeiter, die zunächst eigene Löschversuche unternommen hatten, mussten nach Polizeiangaben leicht verletzt in Krankenhäuser gebracht werden. Die Hamburger Feuerwehr ist mit fünf Löschzügen, mehreren freiwilligen Einheiten und Sonderkomponenten im Hafen unweit der bekannten Köhlbrandbrücke vor Ort. Nölken: “Das größte Problem für uns ist, überhaupt irgendwie vernünftig an den Brandherd gelangen zu können.”

Einsatz per Löschboot. Foto: Maike Brunk
Einsatz per Löschboot. Foto: Maike Brunk

Das Schiff liegt am Burchardkai und ragt mehrere Meter hoch mit seiner Seitenwand über der Kaimauer hinauf. Seit Jahren gibt es Kritik an der aktuellen Generation der Hamburger Löschboote, weil die für eine  Brandbekämpfung solcher riesiger Schiffe nicht mehr geeignet sind. Die Kräfte versuchen deshalb jetzt über Teleskopmastfahrzeuge und über Angriffswege an Deck des Schiffes in die Nähe des Feuers zu kommen.

Luftaufnahme der Brandstelle. Foto: Polizei
Luftaufnahme der Brandstelle. Foto: Polizei

“Immerhin ist entgegen erster Meldungen kein Gefahrstoff involviert und wir haben auch keine Vermissten an Bord”, so Nölken.

Der Plan der Einsatzleitung sieht jetzt vor, den betroffenen Laderaum des 2015 vom Stapel gelaufenen Frachters mit Kohlendioxid zu fluten. Das Gas nimmt dem Feuer die brennbare Atmosphäre, so dass die Flammen dann erlöschen müssten. Ähnlich war man 2013 vorgegangen, als im Hafen etwa 70 Aztos an Deck eines Frachters gebrannt hatten. Um das Gas einleiten zu können, müssen mehrere Container von Bord geholt und der Laderaum abgeschottet werden. Damit der heiße Schiffsrumpf nicht aufplatzt, wird er von zwei Löschbooten aus gekühlt. (Text: Timo Jann)

2016 – Katwarn bei Großbrand: Lagerhalle in Hamburg in Flammen

Hamburg – Im Hamburger Stadtteil Veddel brannte am Sonntagabend eine Lagerhalle. Eine riesige Rauchwolke zog über die Stadt. In mehreren Stadtteilen wurden die Anwohner aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten. Das Einsatzstichwort wurde schnell bis auf FEU6 erhöht.

Gegen 20 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein. Aufgrund der Vielzahl der Anrufe löste die Leitstelle Alarm mit FEU2 aus. Nach ersten Meldungen sollten sich noch Personen in dem Gebäude befinden. Wie die Feuerwehr bekannt gab, konnte dies allerdings nicht bestätigt werden.

08.05.2016 Großfeuer in Hamburg - Rauch ist über der ganzen Stadt zu sehen! Lagerhalle in Vollbrand. Feuerwehr Hamburg gibt insgesamt 6. Alarme. Nachlöscharbeiten sollen sich nach ersten Angaben bis in den nächsten Tag ziehen. THW in einsatz!
FOTO: Blaulicht-News.de
Rund 245 Kräfte der Feuerwehr kämpften gegen das Feuer. Foto: S. Peters

Einsatzstichwort “Feuer” 

Bei dem Alarmstichwort “Feuer” gibt es verschiedene Kombinationen mit anderen Abkürzungen. Y steht beispielsweise für “Menschenleben in Gefahr”. Die Zahl gibt an, wie viele Löschzüge der Hamburger Feuerwehr alarmiert werden. Ein Löschzug besteht aus 16 Einsatzkräften, zusammengesetzt aus Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr und den entsprechenden Einsatzfahrzeugen und weiteren Komponenten.

Der erste Einsatzleiter am Brandort erhöhte umgehend auf FEU3. Kurze Zeit später stand die Lagerhalle mit 320 Quadratmetern in Vollbrand. Ein Innenangriff war damit nicht mehr möglich. Bereits um 20.20 Uhr wurde die Alarmstufe ein weiteres Mal auf FEU4 erhöht. Zirka 150 Feuerwehrleute mehrerer Löschzüge, zusammengesetzt aus Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr, waren im Einsatz.

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FOTO: Dominick Waldeck
Mehrere Löschzüge der Feuerwehr waren im Einsatz. Foto: D. Waldeck

Die Einsatzleitung bildete insgesamt drei Einsatzabschnitte. Zur Brandbekämpfung nahm die Feuerwehr sechs Werfer und fünf B-Rohre vor. Sieben Hubrettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Gegen 21 Uhr wurde die Alarmstufe auf FEU6 erhöht um weitere Kräfte für die Löscharbeiten bereit zu stellen. Zu Spitzenzeiten waren 245 Kräfte aus sechs Löschzügen der Feuerwehr Hamburg in den Einsatz eingebunden. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, kam neben zahlreichen Tragkraftspritzen auch eine Großpumpe des THWs zum Einsatz.

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Die nötige Menge an Löschwasser erforderte einiges an Logistik. Foto: C. Timmann

Aufgrund der starken Rauchentwicklung löste die Einsatzleitung für mehrere Stadtteile das Warnsystem „Katwarn“ aus. Die Anwohner sollten ihre Fenster geschlossen halten und sich nicht im Freien bewegen. In den betroffenen Stadtteilen nahmen vier Spür- und Messefahrzeuge Schadstoffmessungen vor. Allerdings konnte keine Kontamination der Luft festgestellt werden.

Gegen 23 Uhr war das Feuerwehr unter Kontrolle. Nach und nach konnte die Zahl der eingesetzten Kräfte reduziert werden. Rund 30 Feuerwehrleute blieben an der Einsatzstelle um die Nachlöscharbeiten durchzuführen. Diese zogen sich bis in den Montagvormittag hin.

2016 – Dachstuhlbrand zerstört Kita in Hamburg

Hamburg – In der Nacht zu Freitag brach ein Feuer in einer Kindertagesstätte im Hamburger Bezirk Wandsbek. Der Brand breitete sich auf den Dachstuhl der Kita Löwenzahn aus. Bis in die Morgenstunden bekämpfte ein Großaufgebot der Feuerwehr Hamburg die Flammen.

Anwohner bemerkten das Feuer gegen 3.40 Uhr und meldeten es per Notruf der Feuerwehr. Die Einsatzstelle befand sich auf der Grenze der Stadtteile Hummelsbüttel und Poppenbüttel. Die Hamburger Feuerwehr rückte mit über 60 Einsatzkräften an.

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Zunächst hatte es im ersten Obergeschoss der Kindertagesstätte gebrannt. Kurze Zeit nach Eintreffen der Feuerwehr breitete sich der Brand auf den Dachstuhl des 20 x 20 Meter großen Gebäudes aus. “Die Brandbekämpfung wurde in zwei Einsatzabschnitten durchgeführt, es wurden zwei Wenderohre über Drehleitern und drei C-Rohre im Innenangriff unter Atemschutz eingesetzt. Aufgrund der verschachtelten Bauweise gestaltete sich die Brandbekämpfung schwierig”, erklärte Jan Ole Unger, Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg.

Mit ihren Maßnahmen konnte die Feuerwehr eine Brandausbreitung auf eine angrenzende Turnhalle verhindern. Bis zirka 10.45 Uhr dauerte der Einsatz für die Feuerwehr. Dann übernahm die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache.

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FOTO: Dominick Waldeck
Einsatzkräfte bekämpfen das Feuer vom Dach aus. Foto: Dominick Waldeck

2016 – Hotelbrand: Ein Toter und zehn Verletzte

Hamburg – Bei einem Hotelbrand nahe des Hamburger Hauptbahnhofs ist in der Nacht zu Mittwoch ein Mann ums Leben gekommen. Feuerwehrleute hatten noch versucht, ihn zu reanimieren. Zehn Personen wurden bei dem Brand leicht verletzt.

Am Mittwoch um 3.56 Uhr war die Berufsfeuerwehr Hamburg zu einem Feuer nahe des Hauptbahnhofs alarmiert worden. In einem Hotel waren Einrichtungsgegenstände und ein Elektroschrank in Brand geraten. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannte es bereits im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss des dreistöckigen Haus.

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FOTO: Lars Ebner
Die Feuerwehr Hamburg rettet bei einem Hotelbrand elf Personen über Steckleiter und Drehleiter aus dem Gebäude. Foto: L. Ebner

Mit fünf Atemschutztrupps ging die Feuerwehr über Steckleitern und eine Drehleiter zur Menschenrettung vor. Die Kräfte retteten insgesamt elf Personen aus dem Gebäude. Ein Mann war so schwer verletzt, dass Rettungskräfte die Wiederbelebung einleiten mussten. Die Reanimation blieb aber erfolglos und wurde schließlich abgebrochen. Die zehn übrigen Geretteten fuhr der Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser.

Die Feuerwehr war mit 64 Kräften vor Ort und löschte den Brand mit vier C-Rohren. Nach 2 Stunden war der Einsatz beendet. Derzeit ermittelt die Polizei die Brandursache.

2015 – Decke stürzt auf Kollegen der Feuerwehr Hamburg

Hamburg – In der Nacht zum 30. April 2015 bekämpften Einsatzkräfte des Wachreviers Wilhelmsburg einen Dachstuhlbrand in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus. Während der Löscharbeiten stürzte eine Decke auf einen Trupp, der sich im Innenangriff befand. Die beiden Kollegen der Berufsfeuerwehr Hamburg mussten verletzt aus dem Gebäude gebracht werden.

Feuerwehr Hamburg Deckeneinsturz. Foto: TV News Kontor
Versorgung der verletzten Kollegen der Feuerwehr Hamburg nach einem Deckeneinsturz. Foto: TV News Kontor

Die Alarmierung erfolgte kurz vor drei Uhr in der Nacht. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen Teile des Dachstuhls in Flammen. Die Feuerwehr evakuierte 27 Bewohner des Brandobjekts und anliegender Wohnungen. Rettungskräfte betreuten diese in einem Großraumrettungswagen und einem Bus des Hamburger Verkehrs Verbunds. Bei keinem der Betreuten konnten Verletzungen festgestellt werden.

Eine Drehleiter war anfangs nur schwer in Stellung zu bringen. Ein Poller musste dazu mechanisch entfernt werden. Mit drei C-Rohren und einem Wenderohr bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Die Einsatzleitung bildete drei Einsatzabschnitte: Brandbekämpfung und Riegelstellung, Rettungsdienst und Betreuung sowie Messen, Umwelt und Löschwasserrückhaltung.

Im Zuge der Löscharbeiten stürzte die Decke des vierten Obergeschosses auf zwei zur Brandbekämpfung im Innenangriff eingesetzte Einsatzkräfte. Ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr teilte gegenüber feuerwehrmagazin.de mit, dass nach Kommunikation mit dem Trupp kein Atemschnutznotfall ausgelöst werden musste.

Gleichwohl holten weitere eingesetzte Trupps die verunfallten Kollegen aus dem Gefahrenbereich. Nach einer Erstversorgung brachte der Rettungsdienst beide in umliegende Krankenhäuser. Weiter gab der Sprecher an, dass zum Verletzungsmuster gegenwärtig keine Angaben gemacht werden können. Allerdings konnte einer der beiden Kollegen das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Bremen: Nach Carportbrand zwei Wohnhäuser zerstört

2015 – Wohnungsbrand: 18 Menschenleben in Gefahr

Hamburg – Am Dienstagmorgen brach ein Feuer in einer Erdgeschoss-Wohnung eines 5-stöckigen Mehrfamilienhauses im Hamburger Stadtteil Veddel aus. Der Fluchtweg über das Treppenhaus war nicht passierbar. 18 Bewohner mussten über Leitern durch die Feuerwehr Hamburg in Sicherheit gebracht werden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich der Rauch aus der Brandwohnung bereits in das Treppenhaus ausgebreitet. Für die Bewohner der darüber liegenden Wohnungen war der Fluchtweg somit abgeschnitten. Sie flüchteten an die Fenster und auf ihre Balkone. Mit Hilfe einer Drehleiter und mehrerer tragbarer Leitern retteten die Einsatzkräfte 18 Personen aus ihren Wohnungen.

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Notärzte und Rettungsdienst versorgten 12 Bewohner, darunter zwei Kleinkinder, noch an der Einsatzstelle. Anschließend wurden sie mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Insgesamt kamen zur Brandbekämpfung drei C-Strahlrohre im Innen- und Außenangriff zum Einsatz. Nach etwa einer Stunde konnte der Brand gelöscht werden. Die Feuerwehr Hamburg war mit 70 Kräften in den Einsatz eingebunden.

Durch die starke Verrauchung und den entstandenen Brandschaden musste das gesamte Gebäude für unbewohnbar erklärt werden. Die unklare Brandursache war Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Kurz nach dem Einsatz kam Kritik der Bewohner auf. Die Feuerwehr habe zu lange bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle gebraucht. Ein Sprecher der Feuerwehr betonte jedoch, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen eingehalten wurden.

Symbolfoto Feuerwehr Hamburg. Foto: Timo Jann
Symbolfoto Feuerwehr Hamburg. Foto: Timo Jann

2013 – Lagerkomplex in Flammen

Hamburg – Zum zweitgrößten Brandeinsatz im Jahr 2013 musste die Feuerwehr Hamburg am 18. November ausrücken. Ein Büro- und Lagerkomplex stand in Flammen. Die Löscharbeiten im Stadtteil Hamm wurden auch durch einen Löschroboter unterstützt und dauerten am Dienstagmorgen noch an. Vier Personen erlitten leichte Verletzungen. 2013 waren bisher nur die Löscharbeiten an Bord des Frachtschiffes “Atlantic Cartier” im Frühjahr aufwändiger.

Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. (Foto: Timo Jann)Gegen 15 Uhr war in einer Lagerhalle am Hammer Deich aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Der Brand griff rasch um sich, erfasste in dem verwinkelten Gebäudekomplex auch noch eine zweite Lagerhalle und einen Gebäudetrakt mit mehreren Büros. Schließlich wurde das Stichwort FEU4Y ausgelöst – Einsatz für vier Löschzüge der Berufsfeuerwehr, zahlreiche Freiwillige Feuerwehren und Sondereinheiten. Vier Menschen mussten wegen leichter Verletzungen vom Rettungsdienst versorgt werden.

“Wir haben es hier mit einer extrem schwierigen Situation zu tun, die Gebäudeteile sind nur schwer zugänglich und sehr verwinkelt”, erklärte Hamburgs Feuerwehrchef Kalus Maurer gegenüber feuerwehrmagazin.de am Einsatzort. Am späten Naschmittag stand ein rund 4.000 Quadratmeter großer Komplex in Vollbrand. Das Feuer wurde von der Rückseite, die an einem Kanal liegt, auch von einem Löschboot aus bekämpft. Von der Landseite her kamen mehrere Monitore und Strahlrohre zum Einsatz. Außer drei Drehleitern waren auch zwei Teleskopmastfahrzeuge im Einsatz, um den durch das Dach schlagenden Brand von oben bekämpfen zu können.

Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. (Foto: Timo Jann)
Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. (Foto: Timo Jann)

Aufgrund der enormen Rauchentwicklung – es brannten unter anderem alte Kühlschränke, Autos und Gummiwaren – waren die Löscharbeiten nur unter Einsatz von Atemschutz möglich. Der Innenangriff musste zeitweilig aufgrund von Einsturzgefahr des Gebäudes eingestellt werden, deshalb kam am Abend ein ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) zum Einsatz. Insgesamt waren rund 170 Feuerwehrleute im Einsatz. (Text und Fotos: Timo Jann)

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