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Einsatzberichte der Feuerwehr Hamburg

Hamburg – Wir haben für Euch einige größere Feuerwehr Einsätze in Hamburg der vergangenen Jahre zusammengestellt.

2017 – 9 Verletzte bei Busunfall

Bei einem Busunfall am 9. März in Hamburg wurden insgesamt neun Personen verletzt. Direkt vor dem Bundeswehrkrankenhaus im Ortsteil Wandsbek stieß die Fahrerin eines Pkw mit einem Linienbus zusammen. Über 50 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz.

Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Eine Autofahrerin kam von ihrer Spur ab und prallte in einen entgegenkommenden Linienbus. Insgesamt neun Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Foto: Lars Ebner

Großeinsatz für den Rettungsdienst und die Feuerwehr Hamburg: Eine 63-jährige Pkw-Fahrerin war am frühen Nachmittag des 9. März mit einem Linienbus zusammengestoßen. Nach ersten Meldungen der Polizei kam die Fahrerin von ihrer Fahrbahn ab und krachte in den entgegenkommenden Omnibus. Die 63-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Auch acht Fahrgäste des Busses wurden bei dem Unfall verletzt. Für die Feuerwehr Hamburg wurde ein Großeinsatz ausgelöst.

Aufgrund der Meldung “Bus gegen Pkw, mehrere Verletzte und eingeklemmte Person” wurde von der Rettungsleitstelle sofort ein erhöhtes Kräfteaufgebot mit dem Einsatzstichwort “Massenanfall von Verletzten” alarmiert. Über 50 Feuerwehrleute und Rettungsdienst-Mitarbeiter waren während der langwierigen einstündigen Rettungsaktion im Einsatz. Die polytraumatisierte Fahrerin des Pkw wurde ins Bundeswehrkrankenhaus (BWK) gebracht. Durch die Nähe zur Klinik waren Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst nur für die eingeklemmte Person erforderlich.

2016 – Katwarn bei Großbrand: Lagerhalle in Flammen

Im Hamburger Stadtteil Veddel brannte am Sonntag, 8. Mai, eine Lagerhalle. Eine riesige Rauchwolke zog über die Stadt. In mehreren Stadtteilen wurden die Anwohner aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten. Das Einsatzstichwort wurde schnell bis auf FEU6 erhöht.

Gegen 20 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein. Aufgrund der Vielzahl der Anrufe löste die Leitstelle Alarm mit FEU2 aus. Nach ersten Meldungen sollten sich noch Personen in dem Gebäude befinden. Wie die Feuerwehr bekannt gab, konnte dies allerdings nicht bestätigt werden.

Großfeuer in Hamburg – Rauch ist über der ganzen Stadt zu sehen! Foto: Sebastian Peters

Einsatzstichwort “Feuer” 

Bei dem Alarmstichwort “Feuer” gibt es verschiedene Kombinationen mit anderen Abkürzungen. Y steht beispielsweise für “Menschenleben in Gefahr”. Die Zahl gibt an, wie viele Löschzüge der Hamburger Feuerwehr alarmiert werden. Ein Löschzug besteht aus 16 Einsatzkräften, zusammengesetzt aus Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr und den entsprechenden Einsatzfahrzeugen und weiteren Komponenten.

Der erste Einsatzleiter am Brandort erhöhte umgehend auf FEU3. Kurze Zeit später stand die Lagerhalle mit 320 Quadratmetern in Vollbrand. Ein Innenangriff war damit nicht mehr möglich. Bereits um 20.20 Uhr wurde die Alarmstufe ein weiteres Mal auf FEU4 erhöht. Zirka 150 Feuerwehrleute mehrerer Löschzüge, zusammengesetzt aus Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr, waren im Einsatz.

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Mehrere Löschzüge der Feuerwehr waren im Einsatz. Foto: Dominick Waldeck (Bild: Dominick Waldeck)

Die Einsatzleitung bildete insgesamt drei Einsatzabschnitte. Zur Brandbekämpfung nahm die Feuerwehr sechs Werfer und fünf B-Rohre vor. Sieben Hubrettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Gegen 21 Uhr wurde die Alarmstufe auf FEU6 erhöht, um weitere Kräfte für die Löscharbeiten bereitzustellen. Zu Spitzenzeiten waren 245 Kräfte aus sechs Löschzügen der Feuerwehr Hamburg in den Einsatz eingebunden. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, kam neben zahlreichen Tragkraftspritzen auch eine Großpumpe des THW zum Einsatz.

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Die nötige Menge an Löschwasser erforderte einiges an Logistik. Foto: Christian Timmann

Aufgrund der starken Rauchentwicklung löste die Einsatzleitung für mehrere Stadtteile das Warnsystem “Katwarn” aus. Die Anwohner sollten ihre Fenster geschlossen halten und sich nicht im Freien bewegen. In den betroffenen Stadtteilen führten vier Erkundungswagen (ErkW) für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (CBRN) Schadstoffmessungen durch. Allerdings konnte keine Kontamination der Luft festgestellt werden.

Gegen 23 Uhr war das Feuerwehr unter Kontrolle. Nach und nach konnte die Zahl der eingesetzten Kräfte reduziert werden. Rund 30 Feuerwehrleute blieben an der Einsatzstelle, um die Nachlöscharbeiten durchzuführen. Diese zogen sich bis in den Montagvormittag hin. (sechsseitiger Einsatzbericht im Feuerwehr-Magazin 12/2016)

2016 – Dachstuhlbrand zerstört Kita

In der Nacht zu Freitag, 29. April, brach ein Feuer in einer Kindertagesstätte (Kita) im Hamburger Bezirk Wandsbek aus. Der Brand breitete sich auf den Dachstuhl der Kita Löwenzahn aus. Bis in die Morgenstunden bekämpfte ein Großaufgebot der Feuerwehr Hamburg die Flammen.

Anwohner bemerkten das Feuer gegen 3.40 Uhr und meldeten es per Notruf der Feuerwehr. Die Einsatzstelle befand sich auf der Grenze der Stadtteile Hummelsbüttel und Poppenbüttel. Die Hamburger Feuerwehr rückte mit über 60 Einsatzkräften an.

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Zunächst hatte es im ersten Obergeschoss der Kindertagesstätte gebrannt. Kurze Zeit nach Eintreffen der Feuerwehr breitete sich der Brand auf den Dachstuhl des 20 x 20 Meter großen Gebäudes aus. “Die Brandbekämpfung wurde in zwei Einsatzabschnitten durchgeführt. Es wurden zwei Wenderohre über Drehleitern und drei C-Rohre im Innenangriff unter Atemschutz eingesetzt. Aufgrund der verschachtelten Bauweise gestaltete sich die Brandbekämpfung schwierig”, erklärte Jan Ole Unger, Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg.

Mit ihren Maßnahmen konnte die Feuerwehr eine Brandausbreitung auf eine angrenzende Turnhalle verhindern. Bis zirka 10.45 Uhr dauerte der Einsatz für die Feuerwehr. Dann übernahm die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache.

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Einsatzkräfte bekämpfen das Feuer vom Dach aus. Foto: Dominick Waldeck (Bild: Dominick Waldeck)

2016 – Hotelbrand: Ein Toter und zehn Verletzte

Bei einem Hotelbrand nahe des Hamburger Hauptbahnhofs ist in der Nacht zu Mittwoch, 20. April, ein Mann ums Leben gekommen. Feuerwehrleute hatten noch versucht, ihn zu reanimieren. Zehn Personen wurden bei dem Brand leicht verletzt.

Um 3.56 Uhr war die Berufsfeuerwehr Hamburg zu einem Feuer nahe des Hauptbahnhofs alarmiert worden. In einem Hotel waren Einrichtungsgegenstände und ein Elektroschrank in Brand geraten. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte brannte es bereits im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss des dreistöckigen Haus.

Hamburg-Hauptbahnhof.20.04.2016 Kirchenallee Feuer im Hotel 10 verletzte 1 Toter 11 Personen von der Feuerwehr gerettet Feuer im 1 und 3 OG Großeinseinsatz der Feuerwehr.
Die Feuerwehr Hamburg rettet bei einem Hotelbrand elf Personen über Steckleiter und Drehleiter aus dem Gebäude. Foto: Lars Ebner (Bild: Lars Ebner)

Mit fünf Atemschutztrupps ging die Feuerwehr über Steckleitern und eine Drehleiter zur Menschenrettung vor. Die Kräfte retteten insgesamt elf Personen aus dem Gebäude. Ein Mann war so schwer verletzt, dass Rettungskräfte die Wiederbelebung einleiten mussten. Die Reanimation blieb aber erfolglos und wurde schließlich abgebrochen. Die zehn übrigen Geretteten fuhr der Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser.

Die Feuerwehr war mit 64 Kräften vor Ort und löschte den Brand mit vier C-Rohren. Nach 2 Stunden war der Einsatz beendet. Derzeit ermittelt die Polizei die Brandursache.

2015 – Hochbunker in Brand

Innerhalb von 5 Tagen musste die Feuerwehr Hamburg zu zwei Bunker-Bränden ausrücken. Die mehr als 70 Jahre alten Schutzräume aus dem Zweiten Weltkrieg dienten inzwischen als Lager für gefährliche Stoffe. Es kommt zu einer verheerenden Brandausbreitung. 50 Menschen werden verletzt.

Bei dem Objekt handelt es sich um einen etwa 25 Meter hohen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Er hat eine Grundfläche von 30 mal 14 Meter. Rechts und links sind Mehrfamilienhäuser direkt angebaut. Das Gebäude mit seinen 1,5 Meter dicken Stahlbetonwänden hat fünf Ebenen. Die unteren drei nutzte eine Tischlerei. Im vierten und fünften Obergeschoss lagerte eine Firma knapp 100 Tonnen ätherische Öle.

Es war 4.23 Uhr, als die Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) der Hansestadt Hamburg am 4. August die ersten Einsatzkräfte alarmiert: “Unklare Rauchentwicklung Marckmannstraße, Ecke Bill-horner Mühlenweg”, lautet die Meldung. Anrufer der mit überwiegend siebengeschossigen Mehrfamilienhäusern bebauten Straßen im Stadtteil Rothenburgsort hatten die Rauchentwicklung per Notruf gemeldet. Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Rothenburgsort-Veddel befindet sich keine 100 Meter Luftlinie entfernt an der Billhorner Kanalstraße.

Bunkerbrand in Hamburg
Durchzündung in Hamburg. Mehrere Feuerwehrleute verletzt. Foto: Lars Ebner

An diesem Dienstag herrschten in Hamburg 34 Grad Celsius, was eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte darstellte. Gegen 14 Uhr starteten die Trupps den Innenangriff. “Die Kommunikation war schwierig”, erinnerte sich Matthias Proske, der als Abschnittsleiter selbst vor einem der Bunkereingänge stand und Kontakt hielt. “Wir hatten ausgerechnet zu den Trupps, die am weitesten eingedrungen waren, keinen direkten Funkkontakt. Alles in allem war dieser Einsatz eine unglaubliche Belastung.” Wie die FF Billstedt-Horn tauschten viele Einheiten ihre Kräfte gegen Mittag intern aus, um frisches Personal aufbieten zu können.

Am Abend zeigte der personalintensive Innenangriff Wirkung. Über einen Zugang wurde der Bunker druckbelüftet. Aus dem zweiten Zugang saugten die Einsatzkräfte den Brandrauch ab. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Nacht hin. Erst gegen 2.30 Uhr am Mittwoch konnten die meisten Kräfte einrücken. Eine Brandwache, die regelmäßig die Explosionsgefahr prüfte, blieb vor Ort. (Ausführlicher Einsatzbericht im Feuerwehr-Magazin 1/2016)

2015 – Decke stürzt auf Kollegen der Feuerwehr Hamburg

In der Nacht zum 30. April bekämpften Einsatzkräfte des Wachreviers Wilhelmsburg einen Dachstuhlbrand in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus. Während der Löscharbeiten stürzte eine Decke auf einen Trupp, der sich im Innenangriff befand. Die beiden Kollegen der Berufsfeuerwehr Hamburg mussten verletzt aus dem Gebäude gebracht werden.

Feuerwehr Hamburg Deckeneinsturz. Foto: TV News Kontor
Versorgung der verletzten Kollegen der Feuerwehr Hamburg nach einem Deckeneinsturz. Foto: TV News Kontor

Die Alarmierung erfolgte kurz vor 3 Uhr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen Teile des Dachstuhls in Flammen. Die Feuerwehr rettete 27 Bewohner aus dem Brandobjekt und anliegenden Wohnungen. Rettungskräfte betreuten diese in einem Großraumrettungswagen und einem Bus des Hamburger Verkehrs Verbunds. Bei keinem der Betreuten konnten Verletzungen festgestellt werden.

Eine Drehleiter war anfangs nur schwer in Stellung zu bringen. Ein Poller musste dazu mechanisch entfernt werden. Mit drei C-Rohren und einem Wenderohr bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Die Einsatzleitung bildete drei Einsatzabschnitte: Brandbekämpfung und Riegelstellung, Rettungsdienst und Betreuung sowie Messen, Umwelt und Löschwasserrückhaltung.

Während den Löscharbeiten stürzte die Decke des vierten Obergeschosses auf zwei zur Brandbekämpfung im Innenangriff eingesetzten Kräfte. Ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr teilte mit, dass nach Kommunikation mit dem Trupp kein Atemschnutznotfall ausgelöst werden musste.

Gleichwohl holten weitere eingesetzte Trupps die verunfallten Kollegen aus dem Gefahrenbereich. Nach einer Erstversorgung brachte der Rettungsdienst beide in umliegende Krankenhäuser. Beide Kollegen konnten das Krankenhaus bald wieder verlassen.

2015 – Wohnungsbrand: 18 Menschenleben in Gefahr

Am 17. März brach ein Feuer in einer Erdgeschoss-Wohnung eines 5-stöckigen Mehrfamilienhauses im Hamburger Stadtteil Veddel aus. Der Fluchtweg über das Treppenhaus war nicht passierbar. 18 Bewohner mussten über Leitern durch die Feuerwehr Hamburg in Sicherheit gebracht werden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich der Rauch aus der Brandwohnung bereits in das Treppenhaus ausgebreitet. Für die Bewohner der darüber liegenden Wohnungen war der Fluchtweg somit abgeschnitten. Sie flüchteten an die Fenster und auf ihre Balkone. Mit Hilfe einer Drehleiter und mehrerer tragbarer Leitern retteten die Einsatzkräfte 18 Personen aus ihren Wohnungen.

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Notärzte und Rettungsdienst versorgten zwölf Bewohner, darunter zwei Kleinkinder, noch an der Einsatzstelle. Anschließend wurden sie mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Insgesamt kamen zur Brandbekämpfung drei C-Strahlrohre im Innen- und Außenangriff zum Einsatz. Nach etwa einer Stunde konnte der Brand gelöscht werden. Die Feuerwehr Hamburg war mit 70 Kräften in den Einsatz eingebunden. Durch die starke Verrauchung und den entstandenen Brandschaden musste das gesamte Gebäude für unbewohnbar erklärt werden. 

Kurz nach dem Einsatz kam Kritik der Bewohner auf. Die Feuerwehr habe zu lange bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle gebraucht. Ein Sprecher der Feuerwehr betonte jedoch, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen eingehalten wurden.

Symbolfoto Feuerwehr Hamburg. Foto: Timo Jann
Symbolfoto Feuerwehr Hamburg. Foto: Timo Jann

2013 – Lagerkomplex in Flammen

Zum zweitgrößten Brandeinsatz im Jahr 2013 musste die Feuerwehr Hamburg am 18. November ausrücken. Ein Büro- und Lagerkomplex stand in Flammen. Die Löscharbeiten im Stadtteil Hamm wurden auch durch einen Löschroboter unterstützt. Vier Personen erlitten leichte Verletzungen. 2013 waren bisher nur die Löscharbeiten an Bord des Frachtschiffes “Atlantic Cartier” im Frühjahr aufwändiger.

Gegen 15 Uhr war in einer Lagerhalle am Hammer Deich ein Feuer ausgebrochen. Der Brand griff rasch um sich, erfasste in dem verwinkelten Gebäudekomplex auch noch eine zweite Lagerhalle und einen Gebäudetrakt mit mehreren Büros. Schließlich wurde das Stichwort FEU4Y ausgelöst – Einsatz für vier Löschzüge der Berufsfeuerwehr, zahlreiche freiwillige Feuerwehren und Sondereinheiten. Vier Menschen mussten wegen leichter Verletzungen vom Rettungsdienst versorgt werden.

“Wir haben es hier mit einer extrem schwierigen Situation zu tun, die Gebäudeteile sind nur schwer zugänglich und sehr verwinkelt”, erklärte Hamburgs Feuerwehrchef Kalus Maurer am Einsatzort. Am späten Nachmittag stand ein rund 4.000 Quadratmeter großer Komplex in Vollbrand. Das Feuer wurde von der Rückseite, die an einem Kanal liegt, auch von einem Löschboot aus bekämpft. Von der Landseite her kamen mehrere Monitore und Strahlrohre zum Einsatz. Außer drei Drehleitern waren auch zwei Teleskopmastfahrzeuge im Einsatz, um den durch das Dach schlagenden Brand von oben bekämpfen zu können.

Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. (Foto: Timo Jann)
Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Im Stadtteil Hamm brennt ein 4.000 Quadratmeter großer Gebäudekomplex. Foto: Timo Jann

Aufgrund der enormen Rauchentwicklung – es brannten unter anderem alte Kühlschränke, Pkw und Gummiwaren – waren die Löscharbeiten nur unter Einsatz von Atemschutz möglich. Der Innenangriff musste zeitweilig aufgrund von Einsturzgefahr des Gebäudes eingestellt werden, deshalb kam am Abend ein ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) zum Einsatz. Insgesamt waren rund 170 Feuerwehrleute im Einsatz.

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