Größter Einsatz in der Geschichte des THW

Ein Jahr nach der Flut

Bad Neuenahr-Ahrweiler (RP) – Der Starkregen nach Tief Bernd im Sommer 2021 sorgte für eine der schwersten Naturkatastrophen Deutschlands. Heute vor einem Jahr starben mehr als 180 Menschen. Auch fünf Angehörige der Feuerwehr kamen in der Flut ums Leben. Anlässlich des ersten Jahrestages gedenkt der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) den Opfern.

„Wir setzen uns dafür ein, dass sich ein Unglück solchen Ausmaßes nicht wiederholt,“ sagt Karl-Heinz Banse, Präsident des DFV.  Gemeinsam mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vdfb) hatte der DFV den Anstoß zur Gründung einer bundesweiten Expertenkommission gegeben. Diese war mit der Aufarbeitung des Einsatzes in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beauftragt worden und hat die Erkenntnisse in 15 „Big Points“ veröffentlicht.

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Doch: „Weder Vertreter der Landesfeuerwehrverbände noch der Deutsche Feuerwehrverband selbst wurden etwa in der jüngsten Anhörung des Bundestags befragt,“ erklärt Banse. So sind auch die Erkenntnisse und Auswertungen der Feuerwehrverbände bisher nicht in die politischen Maßnahmen eingeflossen.

Der MAN KAT 1 (Spitzname “Desert Storm”) der Berufsfeuerwehr Bonn  im Hochwasser-Einsatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Größter Einsatz in der Geschichte des THW

Als „Einsatz der Superlative“ bezeichnet das THW den Einsatz nach den Überschwemmungen. „Heute vor einem Jahr startete der Einsatz, der bis heute noch in Teilen andauert. Unsere Schwerpunkte lagen im Ahrtal in Rheinland-Pfalz sowie an der Erft, in Euskirchen und Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen,“ erinnert sich der Präsident des THW, Gerd Friedsam. „Wir hatten bislang rund 17.000 Helferinnen und Helfer aus allen 668-THW-Ortsverbänden im Einsatz. Dabei kamen rund 2,6 Millionen Einsatzstunden zusammen.“

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Damit handelt es sich um den größten Einsatz in der Geschichte des THW. Alle 25 Fachfähigkeiten des THW kamen zum Einsatz: Menschenrettung, Sicherung der Infrastruktur und das Pumpen gegen die Wassermassen. Dann folgte das Wegräumen von Trümmern, der Aufbau der Trinkwasseraufbereitungslagen, die Sicherung der Stromversorgung, Begutachtung von Gebäuden und das Errichten von Behelfsbrücken. „Ich danke an dieser Stelle allen ehren- wie hauptamtlichen THW-Kräften, die über Monate hinweg alles gegeben haben, um den Menschen in den betroffenen Regionen zu helfen,“ sagt Friedsam.

Kräfte des THW bauen einen Damm aus Sandsäcken. (Bild: THW NRW)

 

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