Großbrand in Rohbau

Bauernhaus bei Bad Oldesloe brennt weitgehend aus

Travenbrück (SH) – Ein Großbrand hat am Sonntagmorgen weite Teile eines alten Bauernhauses in Travenbrück bei Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) zerstört, das sich derzeit im Zuge von umfassenden Sanierungsarbeiten im Rohbauzustand befindet. Etwa 60 Feuerwehrleute aus der Region waren über Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Mit mehreren Strahlrohren und über die Drehleiter bekämpfte die Feuerwehr den Großbrand des Bauernhauses in Travenbrück. Wegen der schwierigen Löschwasserversorgung richteten die Einsatzkräfte zusätzlich einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein. (Bild: Jann)

Der erste Notruf war gegen 8 Uhr in der Integrierten Regionalleitstelle Süd (IRLS-Süd) in Bad Oldesloe eingegangen. Darin war schon von einem Vollbrand des Gebäudes an der Vinzierer Straße die Rede. Über der Einsatzstelle stieg bereits auf der Anfahrt der Feuerwehrleute eine weithin sichtbare Rauchwolke auf. Das Alarmstichwort wurde schließlich auf „Feuer 2“ für zwei Löschzüge erhöht.

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Schwierig gestaltete sich vor allem die Löschwasserversorgung. Ein Hydrant in der Nähe konnte den hohen Bedarf an Löschmittel bei weitem nicht decken. Die Feuerwehrleute aus Bad Oldesloe setzten daher ihre beiden Tanklöschfahrzeuge TLF 4000 und TLF 24/50 ein, um im Pendelverkehr von einem weiter entfernt liegenden Hydranten Löschwasser zum Einsatzort zu bringen. Außerdem wurde mit einem Schlauchwagen (SW 2000) eine etwa 500 Meter lange Leitung zur Pilkenbek gelegt, um dort Wasser aus dem Bach zu entnehmen.

Der Dachstuhl des Haupthauses, der noch nicht mit Pfannen eingedeckt war, sowie Teilbereiche zweier seitlicher Anbauten brannten indes lichterloh. Mit mehreren Strahlrohren vom Boden aus und aus der Höhe von der Oldesloer Drehleiter (DLAK 23/12) aus wurden die Flammen durch die Feuerwehrleute gelöscht. Außerdem kam auch ein tragbarer Wasserwerfer im rückwärtigen Bereich zum Einsatz.

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Noch während des Einsatzes rückte der Zentrale Kriminaldauerdienst der Polizei aus Lübeck an, um den Einsatzort ins Auge zu fassen. Die Brandursache konnte zunächst allerdings noch nicht ermittelt werden. Die Schadenshöhe dürfte sich auf mehrere Hunderttausend Euro belaufen. Ob sich die großflächig ausgebrannte Ruine noch einmal sanieren lässt, müssen nun Experten entscheiden. Am späten Nachmittag waren noch einmal Nachlöscharbeiten in den Trümmern des Daches erforderlich.

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Oldesloe mit ihren Ortswehren Seefeld, Poggensee und Rethwischfeld stellen wir voraussichtlich in der Juli-Ausgabe ausführlich in einer Reportage vor. (Änderungen behalten wir uns vor.)

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