Zwischen Flugfeld, Werkhallen und Rettungsdienst

Airbus-Werkfeuerwehr in Finkenwerder vor dem Umbruch

Hamburg – Die Werkfeuerwehr von Airbus sichert am Standort nicht nur den Flugverkehr, sondern auch Produktion, Rettungsdienst und technische Hilfeleistung ab. Auffällig ist dabei ein Löschzug für die Flugzeugbrandbekämpfung, der aktuell noch auf ungewöhnliche Fahrzeuglösungen setzt.

Die dritte Wachabteilung der WF Airbus ist mit dem Großteil des Fuhrparks zum Fototermin auf dem Werksgelände in Hamburg-Finkenwerder angetreten. (Bild: Köhlbrandt)

Am Airbus-Standort in Hamburg-Finkenwerder arbeitet die Werkfeuerwehr unter besonderen Bedingungen: Auf dem Gelände mit Start- und Landebahn, großen Fertigungshallen und eigenem Rettungsdienst muss sie ein breites Spektrum an Aufgaben abdecken. Für Einsätze im Bereich von Luftfahrzeugen hält die Feuerwehr einen Löschzug nach den Vorgaben der International Civil Aviation Organization (ICAO) vor. Der Standort ist in die zweithöchste Sicherheitskategorie 9 eingestuft.

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Bemerkenswert ist vor allem die Fahrzeugtechnik. Zwei der drei Flugfeldlöschfahrzeuge (FLF) basieren auf Wechselladerfahrzeugen mit speziellen Abrollbehältern für Wasser, Schaum und weitere Löschmittel. Ergänzt wird der Flugfeld-Löschzug durch weitere Führungs- und Sonderfahrzeuge. Gleichzeitig übernimmt die Werkfeuerwehr auch klassische Aufgaben in Hallen und Werkbereichen, dazu kommen technische Hilfeleistungen, Gefahrguteinsätze sowie der Rettungsdienst auf dem Betriebsgelände.

Der Standort entwickelt sich weiter: Zum Jahresbeginn 2025 stellte die Werkfeuerwehr auf ein 24-Stunden-Schichtsystem um. Parallel laufen Planungen für eine neue Feuer- und Rettungswache mit integrierter Sicherheitsleitstelle. Auch bei der Fahrzeugtechnik steht ein Wechsel bevor, denn die bisher eingesetzten Flugfeldlöschfahrzeuge sollen durch neue Panther 6×6 ersetzt werden.

Neben der eigenen Gefahrenabwehr ist die Werkfeuerwehr eng mit anderen Feuerwehren vernetzt. Das gilt sowohl für die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hamburg als auch für Kontakte zu weiteren Werk- und Flughafenfeuerwehren. Damit bleibt die Feuerwehr in Finkenwerder nicht nur für den Standort selbst, sondern auch im regionalen Umfeld ein wichtiger Partner.

Wie die Werkfeuerwehr ihren Flugfeld-Löschzug organisiert, welche Sonderfahrzeuge sie für Hallen, Vorfeld und Höhenrettung vorhält und welche Rolle die neue Wache für den Standort spielt, lest ihr ausführlich in der Reportage von Matthias Köhlbrandt im Heft.

Feuerwehr-Magazin 3/2026

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