LF 16 für Rumänien

Bruchsal (BW) – Erneut hat die Landesfeuerwehrschule (LFS) Baden-Württemberg ein Fahrzeug nach Rumänien gespendet. Das LF 16 geht nach Bildegg (Beltiug) im Nordwesten Rumäniens.

Foto: LFS Baden-WürttembergEs ist nicht das erste Fahrzeug, das die LFS nach Rumänien schickt. Bereits im November hatte man ein LF 16 an Hermannstadt übergeben. Die „Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben in Deutschland“ hatte zwischen dem Innenministerium und der Bildegger Feuerwehr vermittelt. Die Kameraden dort sind für insgesamt sechs Gemeinden zuständig. Vor Ort liegen die Häuser meist weit auseinander und zum Teil noch mit Stroh bedeckt. „Das Fahrzeug bedeutet für die Menschen in der Region eine enorme Verbesserung“, meint Helmut Berner, Vorsitzender der Sathmarer Schwaben.

„Unsere Feuerwehr kann zukünftig ihre Arbeit besser bewältigen“, versichert Bildeggs Bürgermeister Iosif Brendli. Durch den Wassertank und die leistungsstarke Pumpe sei man viel effizienter. Die Gäste aus Bildegg zeigten sich indes auch beeindruckt von der Landesfeuerwehrschule an sich. So seien die moderne Übungsanlage und die professionelle Ausbildung bewundernswert. Auch den freiwilligen Einsatz so vieler Feuerwehrleute in Baden-Württemberg finden sie vorbildlich.

Nach der Fahrzeugübergabe hatten die Rumänen noch eine lange Reise vor sich: Rund 1.300 Kilometer mussten sie von Bruchsal quer durch Österreich und Ungarn fahren. „Solche Aktionen belegen die Solidarität der Feuerwehr“, findet Michael Wilms, Vertreter des Innenministeriums.

7 Kommentare zu “LF 16 für Rumänien”
  1. G-Wart

    Ansich eine gute Sache, aber auch hier in Deutschland gibt es viele Gemeinden die sich mitlerweile kaum ein neues Fahrzeug mehr leisten können. Es sollte auch für Feuerwehren im Innland diese Art von Spenden geben damit unsere Feuerwehren Schlagkräftig bleiben.

  2. Da gekomme ich echt ein Hals …… Ich kann nicht glauben das immer wieder Fahrzeuge aus der Bundesrepublik gespendet werden obwohl hier sehr sehr viele Feuerwehren im Land Fahrzeuge haben die 30 Jahre sind und älter…. wo die Kommunen kein Geld haben ihre Feuerwehren auszustatten…ich bin keinesfalls ein Egoist im Gegenteil aber kann man nicht erstmal hier spenden wo es sehr dringend nötig ist?????

  3. Schwede

    Jetzt bleibt aber bitte mal auf dem Teppich. Die meisten Fahrzeuge die in den Osten “abgeschoben” werden, sind auch schon 30 Jahre und älter und meisten auch ganz schön runtergewirtschaftet (Ausnahmen bestätigebn die Regel liebe LFS). Die meisten Feuerwehren hierzulande würden die Fahrzeuge wahrscheinlich gar nicht wollen. Außerdem finde ich es positiv auch mal was für den Brandschutz dort zu tun. Denn dort ist stellweise eine Feuerwehr mit nur einem 50 Jahre alten Fahrzeug für ca. 50.000 Menschen in einem riesiegen Gebiet zuständig. und das ohen auch nur annähernd eine vernüftige Ausrüstung zu haben. Das was da aus D-Land kommt ist für die wie Weihnachten und Ostern zusammen.

  4. Sueder80

    Ja es gibt Feuerwehren in Deutschland die haben ältere fahrzeuge als das was jetzt nach Rumänien geschickt wurde.
    Allerdings sollte man bedenken um was es sich für Fahrzeuge handelt. Meist sind es doch TSF, TLF8 oder LF8 die hier bei uns so lange im Betrieb sind.
    Ich tippe mal darauf das dort entsprechend auch die Fahrzeughallen darauf ausgerichtet sind. Bevor also dort ein LF 16 stationiert werden kann müsste ein Neu- oder Umbau der Fahrzeughalle erfolgen.

    Für ein LF 16 braucht man ausserdem einen Führerschein der Klasse CE. Dann ist es aber fraglich ob ausreichend Maschinisten in der Wehr sind die diesen Führerschein haben.

  5. Bastian

    Zum Thema Spenden innerhalb Deutschlands

    Meine Wehr hat vor ca.6 Wochen ein neues HLF 20 erhalten welches ein nunmehr 29 Jahre altes TLF 16/25 ersetzt. Vor etwa einem Jahr war die witergabe des Fahrzeuges innerhalb Deutschlandes für einen Apfel und ein Ei quasi beschlussreif. Das Technisch völig in ordnung geltende TLF sollte ein LF8 ersetzen doch es kam beim möglichen empfänger zu finanziellen Problemen.
    1. Fahrzeug passt nicht in die Halle
    2. Keine gültige Fahrerlaubnis (CE) vorhanden

    Weiterhin muss man sich die Frage stellen weshalb soche Fahrzeuge auser Dienst genommen werden. Fahrzeugtechnik veraltet, feuerwehrtechnische Beladung veraltet. Den Aufgabenstellungen welche die Feuerwehren tag täglich gegenüberstehen haben sich in den letzten 30 Jahren ebenfalls stark verändert, somit wäre eine Überholung und umfangreiche erneuerung der Technik notwendig die meist aufwändig und mit hohen kosten verbunden sind. Des weiteren sind solche großen Fahrzeuge nicht unbedingt optimal, denn größer ist nicht immer besser.

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