TLF 3000 | MAN TGM 16.290 4x4/Rosenbauer

TLF 3000 mit Staffelkabine von Rosenbauer

Schwarzenbruck (BY) – Bis weit in die 1990er Jahre war das Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 mit seiner Staffelkabine ein weit verbreitetes Einsatzfahrzeug. Im Rahmen der Typenreduktion wurde es dann aus der Norm gestrichen und für TLF war nur noch Truppbesatzung vorgesehen. Doch seit einiger Zeit erlebt die Staffelkabine bei diesem Fahrzeugtyp ein Revival. Ein TLF 3000 mit Staffelkabine von Rosenbauer stellte zum Beispiel die FF Schwarzenbruck (Kreis Nürnberger-Land) in Dienst. Es löst ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 16/12 ab.

Mit diesem TLF 3000 ersetzte die FF Schwarzenbruck ein LF 16/12. Rosenbauer lieferte den Aufbau.

Fahrgestell ist ein MAN TGM 16.290 4×4 mit einem Radstand von 3.950 Millimetern und einer Motorleistung von 290 PS (213 kW). Die zulässige Gesamtmasse liegt bei 16.000 Kilogramm. Zusätzlich zu den 3.600-Liter-Löschwasser- und 120-Liter-Schaummitteltanks führt das Fahrzeug auch jeweils einen fahrbaren Feuerlöscher mit 50 Kilogramm Pulver und 30 Kilogramm Kohlendioxid mit. Das TLF besitzt außerdem einen Dachmonitor und einen zusätzlichen B-Abgang an der Front, unterhalb der Stoßstange. Ein hydraulischer Rettungssatz, ein Pedalschneider, zwei Rettungszylinder, Unterbaumaterial, eine Kettensäge, ein Trennschleifer, eine Tauchpumpe TP 4/1, ein Lüfter und akkubetriebenes Beleuchtungsgerät gehören zur Beladung.

Fahrgestell für das neue TLF 3000 ist ein MAN TGM 16.290 4×4. (Bild: A. Müller)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Servus Ronald,

    natürlich hat nicht jede Feuerwehr ein HLF20. Jedoch kenne ich persönlich keine Feuerwehr, die nur ein TLF oder ein TLF mit einem recht viel kleinerem Fahrzeug (TSF, MLF, LF10) zuhause stehen haben.
    Früher gab es das vereinzelt, dass ein LF 8/6 mit einem TLF16/25 im Stall stand.
    Aber das ist heutzutage nur mehr selten anzutreffen.

    Man muss, wie auch Feuernonster geschrieben hat, ganz klar unterscheiden, wie man das Fahrzeug nutzen will.
    Nur gab es bei uns in Bayern früher, wenn ich mich nicht irre, nicht die Möglichkeit, mit nur einem TLF am Standort den Grundschutz sicher zu stellen. Es wurde immer ein normales Löschfahrzeug benötigt. Aber als Erstangrifffahrzeug oder wenn es die Personalstärke hergibt und die wacheigene Taktik das Ausrüsten des Sicherheitstrupps ist, dann ist eine Staffelkabine schon in Ordnung.
    In den meisten mir bekannten Fällen, fährt dieses Fahrzeug aber rein für den einen Einsatzzweck, dem Transport von Löschwasser mit. Oft überörtlich für Pendelverkehrfahrten. Für solche Geschichten reicht eine Truppkabine.

    Und wo ich da, und das ist einfach meine persönliche Meinung, eben eher ein kleines Problem sehe, ist die Tatsache, das bei vielen dieser TLF oft als Rüstwägen missbraucht werden und mit allem Möglichen an THL oder ABC Material vollgepumpt werden und dies aber schlicht und einfach nicht notwendig ist.
    Wo braucht man bei einer mittleren Wehr mit einem HLF20 und einem TLF3000 zwei hydraulische Rettungssätze? Vor allem, wenn trotzdem immer ein Rettungssatz einer zweiten Wehr mitalarmiert wird?

    Fazit: Es kommt immer auf die Anforderungen und örtlichen Begebenheiten der jeweiligen Feuerwehr drauf an. Wenn Sonderaufgaben vorhanden sind, muss man diesen auch gerecht werden. Aber man muss es nicht immer gleich übertreiben und öfter mal abwägen, ob man so manche Gerätschaften wirklich braucht.

    Und das mit dem langjährigen Gemeindebrandmeister können Sie sich echt schenken.
    Mit mir kann man gerne sachlich über solche Themen schreiben.
    Aber auf diese Ego-Trips kann ich gerne verzichten.

    Mit kameradschaftlichem Gruß

    Thompsl

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  2. wenn man eine größere Wehr mehr Fahrzeuge zur Verfügung hat, trifft das vielleicht zu, wenn man aber aufs Land geht und man nur zwei- drei Fahrzeuge hat, ist ein TLF mit Staffelbesatzung die bessere Entscheidung da man direkt eine größere Menge Wasser zur Verfügung hat und auch mehr Personal in den Einsatz bringt.

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  3. Hallo Tompsl,
    glaubst Du wirklich allen Ernstes, daß jede Feuerwehr ein HLF 20 besitzt ?

    Die Feuerwehren sind im Allgemeinen nach den örtlichen Verhältnissen ausgestattet und es gilt teilweise Sonderaufgaben zu übernehmen, die nicht in jeder Freiwilligen Feuerwehr vorhanden sind. Dazu gehören unter anderem Rüstsätze, Waldbrandfahrzeuge, Schlauchwagen, Drehleitern usw. ; und nicht jede Feuerwehr mit einem Rüstsatz benötigt gleich einen ganzen Rüstwagen.
    Eine Staffelbesatzung mach übrigens im Gegensatz zu einer Truppbesatzung den TH-Einsatz grundsätzlich möglich; auch wenn eine Gruppe dafür sicherlich noch besser geeignet ist.

    Als langjähriger Gemeindebrandmeister weiß ich wovon ich spreche, was offensichtlich nicht auf jeden, der sich hier verewigt zutrifft

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  4. Es ist wahrscheinlich als “Erstangriffsfahrzeug für alle Fälle” für eine schneller verfügbare 1:5 -Besatzung und den hierfür notwendigen Gerätschaften sowie entsprechend großem Löschwasserbehälter konzipiert…

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  5. Das TLF3000 mit Staffelkabine ist m.M.n. nice to have, wenn es in der wacheigenen Taktik darum geht, den Sicherheitstrupp schon während der Anfahrt stellen zu können.

    Ansonsten sollte aber ein TLF, genau so wie der RW, ein reines Materialfahrzeug bzw. Wasserkuh sein und bleiben. Dazu reicht eine Truppkabine.
    Warum müssen diese TLF, so wie oben gezeigt, immer zu halben Rüstwägen aufgepumpt werden? Reicht da das HLF20 zuhause nicht?
    Wie viel davon braucht man wirklich 2 oder 3-fach in einer Wehr?

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