Bronto Skylift

Teleskop-Gelenkmast der Werkfeuerwehr Roche

Basel (Schweiz) – Auf einem vierachsigen Scania-Fahrgestell orderte die Werkfeuerwehr Roche in Basel ihren neuen 55-Meter-Teleskop-Gelenkmast von Bronto Skylift. Die Firma Brändle baute unter anderem eine Schaumzumischung mit 1.000-Liter-Vorratstank und eine eigene Feuerlöschpumpe mit 4.000 l/min Leistung ein.

Olaf Preuschoff hat sich dieses imposante Feuerwehrauto bei der Werkfeuerwehr Roche live angesehen und im Feuerwehr-Magazin 9/2017 vorgestellt.

Zum Abstützten wird der Teleskop-Gelenkmast – anders als bei einer Drehleiter – aus der federung gehoben. Er steht nur auf den Waagerecht-Senkrecht-Stützen. Foto: Preuschoff

Die 5 Besonderheiten des Hubrettungsfahrzeugs:

  1. Blaue LED-Projektionslampen scheinen rechts und links neben dem Fahrzeug auf den Boden und zeigen dem Maschinisten an, wo sich nach dem Ausfahren der Teleskope die Stützen befinden werden.
  2. Eine demontierbare Rettungswinde kann an die Korbhydraulik angeschlossen werden und Lasten bis 200 Kilogramm heben.
  3. Die Schaumzumischung ist an jedem B-Abgang einzeln steuerbar. Schaummittel wird erst unmittelbar vor dem Abgang beigemengt. Das erspart aufwendiges Spülen.
  4. Die unterflur montierte Feuerlöschkreiselpumpe leistet bis zu 4.000 l/min bei 10 bar und kann über maximal sechs B-Zugänge gespeist werden.
  5. 31 Meter seitliche Ausladung sind für den 55-Meter-Mast kein Problem. Dann kann der Bodendruck pro Stütze bis zu 20 Tonnen betragen.
Dieses Bild von oben auf den ausgefahrenen Gelenkmast zeigt, wie eng es in den Straßen zwischen den Gebäuden im Roche-Werk zugeht. Foto: Preuschoff

Technische Daten des Teleskop-Gelenkmastes:

  • Rufname: Pegasus
  • Fahrzeugtyp: Hubrettungsfahrzeug
  • Fahrgestell: Scania P410
  • Motor: SCR DC 13, 302 kW/410 PS, Euro 6
  • Getriebe: Automatikgetriebe
  • Tankinhalt: 125 l
  • Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
  • Länge: 12.000 mm
  • Breite: 2.500 mm
  • Höhe: 3.750 mm
  • Radstand: 4.700 mm
  • Wendekreis: 10,5 m
  • Zulässige Gesamtmasse: 32.000 kg
  • Besatzung: 1/1
  • Aufbauhersteller: Bronto Skylift, Tony Brändle
  • Baujahr: 2017
  • Fahrzeugtechnische Ausstattung: gelenkte Vorlaufachse, gelenkte Nachlaufachse (8×2/2*2), Rückfahrvideosystem, Garnitur Rangierscheinwerfer LED, Umfeldbeleuchtung LED.
  • Feuerwehrtechnische Ausstattung: komplett fernbedienbarer Hubrettungssatz Bronto Skylift F55 RPX mit 55 m Rettungshöhe und 31 m Rettungsweite (Unterflur 5,5 m), Rettungskorb für fünf Personen + 50 kg oder 500 kg, mit abklappbarer Rettungsplattform (rollstuhlgängig), Wärmebildkamera und HD-Kamera, Bluespots an jeder Abstützung, maximaler Stützendruck 20 t, Windgeschwindigkeit maximal 12,5 m/s, Feuerlöschkreisel-pumpe Godiva Prima P1A 4010 (4.000 l/min bei 10 bar), Schaummittelpumpe FOA-M-IX (200 l/min, 0,5 bis 5 %, an jedem der vier B-Abgänge einzeln vorwählbar), Schaummittel-tank (1.000 l AFFF), Wasserwerfer (2.000 l/min bei 10 bar), Zuleitung 6x B, Abgänge 4x B, Generator 10 kVA (400 V, 230 V), Hydraulikanschluss 200 bar, Atemluft-versorgung Korb (4x 6,8 l/300 bar).
  • Beladung: demontierbare Rettungswinde (2.000 N Zugkraft, Seillänge 100 m), Rettungssäge, vier Pressluftatmer, Truppverbinder, Atemschutzüberwachung, Absturzsicherungsset, Gasmessgerät, acht Handfunkgeräte, Wärmebildkamera, Panasonic Toughpad zur Bildübertragung aus dem Korb, Fernsteuerung für Rettungsbühne, Überdrucklüfter.
  • Preis: rund 1 Million Euro.
Der Drehkranz des Teleskopmastes ist hinter den Achsen angeordnet. Dadurch entsteht ein starker Überhang, der bei Kurvenfahrten die Aufmerksamkeit des Maschinisten erfordert. Oberhalb ist der dicke schwarze Schlauch der Löschwasserleitung zu sehen. Foto: Preuschoff

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