ELW 1 | Mercedes Vito Tourer Base 116 CDI/Binz

Sieben neue ELW 1 für die BF München

München – Die Berufsfeuerwehr München hat sieben neue ELW 1 für die Zugführer der Löschzüge in Dienst gestellt. Binz Ilmenau fertigte den Ausbau der Mercedes Vito Tourer Base 116 CDI mit Heckantrieb und 9G-Tronic-Automatik-Wandlergetriebe. Besetzt wird der Einsatzleitwagen in München mit einem Zugführer sowie einem Führungsassistenten. Dieser dokumentiert den Einsatz, erstellt eine Lagekarte und informiert nachrückende Kräfte. Außerdem hält er Kontakt mit der Leitstelle.

Sieben dieser Mercedes Vito Tourer Base 116 CDI erhielt die Berufsfeuerwehr München als ELW 1 für die Zugführer der Löschzüge. (Bild: Branddirektion München, An der Hauptfeuerwache 8, 80331 München)

Die Mercedes Vito besitzen eine Motorleistung von 163 PS/120 kW und haben eine zulässige Gesamtmasse von 3.200 Kilogramm. Motorweiterlaufschaltung, ECO-Start/Stopp-Funktion, LED Intelligent Light System sowie eine Vielzahl an Fahrer-Assistenzsystemen gehören zur Ausstattung. Außerdem besitzen sie links eine zweite Schiebetür, hinter der die Funk- und Elektrotechnik zugänglich sind. Die Martinhorn-Anlage ist in der Frontschürze verbaut, wodurch es auf Alarmfahrten im Fahrzeuginnern deutlich leiser ist. Ergänzt wird sie durch einen Hänsch DBS 4000-Blaulichtbalken sowie eine Rückwarneinrichtung.

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Binz aus Ilmenau erstellte den Innenausbau mit einem Arbeitsplatz für den Führungsassistenten und einem Regalsystem im Heck. (Bild: Branddirektion München)
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Binz baute zwei Funkarbeitsplätze sowie ein heckseitiges Regalsystem in den Fahrgastraum ein. Die Bedienung der drei MRT sowie je eines eingebauten 2-m- und 4-m-Funkgeräts erfolgt über Touch-Terminals. Sie werden über eine eigene, von der Fahrzeugbatterie getrennte Batterie mit Strom versorgt. Ein Whiteboard kann wahlweise in die geöffnete Schiebetür gezogen, per Saugnapf an einer Scheibe befestigt oder im Fahrzeugheck mit einem darunter ausziehbaren Tisch aufgestellt werden. Ein Tresor nimmt die Schlüssel von Feuerwehrschließanlagen auf. Um die Mitarbeiter passend aus- und weiterbilden zu können, stellte Binz auch noch ein virtuelles 3D-Modell des ELW bereit.

Der Arbeitsplatz des Führungsassistenten ist über die seitliche Schiebetür zugänglich. Gegenüber ist eine weitere Schiebetür vorhanden, hinter der die Funktechnik verbaut ist. (Bild: Branddirektion München)

Zur Beladung zählen eine Inspektionskamera, Nachschlagewerke, ein First-Responder-Rucksack, Material zur Verkehrsabsicherung, Handlampen, Schreibmaterial zur analogen Lagedarstellung sowie ein Tablet für den Zugführer mit verschiedenen Unterstützungs-Apps. Zehn 2-m-Handsprechfunkgeräte dienen als Rückfallebene für den Löschzug bei alten Gebäudefunkanlagen.

An dieser seitlichen Schiebetür kann eine Lagekarte hervorgezogen werden. So können nachrückende Kräfte schnell informiert werden. (Bild: Branddirektion München)

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Die Martinanlage ist im der Schürze verbaut und deutlich leiser im Innenraum. Kann ja sein aber was macht die dort.?
    Der Schall ist in Bodennähe und kann somit die Verkehrsteilnehmer gerade mit höheren Fahrzeugen diesen nicht wirklich erreichen.
    Ergo,am komplett schallgedämmten Dach müssten die Hörner verbaut werden.
    Das ist nämlich genau das Problem dieses konsequent durchzudämmen was auch zum Beispiel bei den RTWs ebenfalls oft leider auch nicht gemacht wird.

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