MLF | Tekne Graelion 75/Walser

Heidelberg: Drei geländegängige MLF auf Graelion

Heidelberg (BW) – Erstmals setzt die Feuerwehr Heidelberg ab Mai Normfahrzeuge des Typs Mittleres Löschfahrzeug (MLF) ein. Und nicht nur das: Statt der üblicherweise verwendeten leichten Lkw-Fahrgestelle setzt die Feuerwehr auf vom italienischen Hersteller Tekne stammende, geländegängige Graelion 75. Dessen schmale und kurze Bauweise gewährleistet die Wendigkeit, um in Heidelbergs Altstadt enge Gassen sicher befahren zu können. Dank Allradfahrgestell mit Einzelbereifung können die Fahrzeuge aber auch Waldwege befahren und im Hochwassereinsatz in bis zu 90 Zentimeter tiefes Wasser einfahren.

Ungewöhnliche Optik für ein MLF in Deutschland: Die Feuerwehr Heidelberg orderte drei Tekne Graelion als Basis für die von Walser aufgebauten Mittleren Löschfahrzeuge. (Bild: Feuerwehr Heidelberg)

Bei der Konzeption der MLF legte die Feuerwehr besonderen Wert auf die Bereiche Unwetter- und Hochwassereinsätze sowie die Vegetationsbrandbekämpfung. Daher stattete Aufbauhersteller Walser die Fahrzeuge auch mit eine Pump & Roll-Funktion sowie einer Reifenselbstschutzanlage aus. Ein Wassernebel schützt die Räder beim Durchfahren von Glutnestern vor Beschädigung. Die Beladung der Fahrzeuge entspricht der Norm 14530-25 „Löschfahrzeuge – Teil 25: Mittleres Löschfahrzeug MLF“. Sie wurde jedoch im Bereich Waldbrandbekämpfung und Technische Hilfeleistung ergänzt, zum Beispiel um eine Schleifkorbtrage und eine Motorkettensäge.

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Im Aufbau ist eine Mannschaftskabine für vier Feuerwehrleute integriert. Hinter je einem Rollladen ist die feuerwehrtechnische Beladung verstaut.

Technische Daten MLF Heidelberg

  • Fahrgestell: Tekne Graelion 75
  • Hubraum: 1.968 ccm
  • Abmessungen (LxBxH): 6.400 mm, 2.100 mm, 3.100 mm
  • Wattiefe: 900 mm
  • Löschwassertank: 1.000 l
  • Schaummitteltank: 100 l
  • Zulässige Gesamtmasse: 8.700 kg
  • Feuerlöschkreiselpumpe: FPN 10-1000 mit Pump & Roll-Funktion
Im Heck arbeitet eine FPN 10-1000. Darüber sind B-Schläuche gekuppelt gelagert, die während der Fahrt verlegt werden können.

Die Kosten für ein MLF belaufen sich auf 412.000 Euro, wovon das Land Baden-Württemberg je Fahrzeug 66.000 Euro aus der Feuerschutzsteuer bezuschusst hat. Bereinigt ergibt sich für die Stadt Heidelberg damit eine Gesamtinvestitionssumme von rund einer Million Euro. Stationiert werden die drei Graelions bei den Abteilungen Altstadt, Handschuhsheim und Ziegelhausen. Sie füllen dort Lücken im Fahrzeugbestand aufgrund altersbedingter, wirtschaftlicher Totalschäden sowie ein rund 36 Jahre altes, ehemaliges Fahrzeug des Katastrophenschutzes.

Wir werden die drei neuen MLF in Heidelberg in einer
der nächsten Ausgaben ausführlich vorstellen.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. HI,
    ich finde das Design einfach nur geilo.
    Ideal für kleine Dörfer
    LG ihr Lieben

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  2. Guten Morgen,
    Ist es wichtig wie ein Fahrzeug aussieht. Wer diese Fahrgestelle wählt schaut darauf das sie robust sind und in zweite linie auf Schönheit. Wegen Erfahrungen auf anfälligkeit bei Ausfall, Reperatur, Wartung u.s.w kann man sich bestimmt in Italien sich Erkundigen, aber sowas macht eine Komune bei solchen ungewöhlichen Fahrzeugen bestimmt.
    Für meine sicht ist es interesant zu wissen das es noch etwas anderes wie Unimog, Renault und Iveco gibt

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  3. Moin!
    Schönheiten sind die nun wirklich nicht.
    Aber mal schauen, wie sie sich im Einsatz bewähren und ob die Technik auch robust und langlebig ist.
    Trotzdem wünsche ich den Heidelberger Kameraden viel Erfolg mit den neuen Fahrzeugen.

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  4. Nun ein gute Iveco freut sich da über ein Wartungsauftrag für Motor, Getriebe und Verschleißteile.

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  5. Hallo,
    mich würde bei diesem Projekt interessieren, wo und von wem die Wartungen und ggf. die Reparaturen der MLFs durchgeführt werden.
    Gab es Vorerfahrungen, eventuell von anderen Wehren, was die Zuverlässigkeit der TEKLE Fahrzeuge betrifft.
    Auf keinen Fall will ich Vorurteile ausgraben, aber……naja, mir ist da ein wirklich vorher sehr gut klingender Versuch mit 4 RTWs auf Ducato lebhaft in Erinnerung. Die nächste Serie waren keine FIAT mehr. Weil wenn ich 4 Autos brauche, kann ich keine 6 bestellen, weil der Ausfall entsprechend hoch ist. Und in diesem Fall, war es ausschließlich das Fahrgestell was Probleme machte.
    Eure Meinungen dazu würden mich sehr interessieren und dann natürlich, hoffentlich gute Rückmeldungen, der Heidelberger Kollegen.

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  6. Eine gute Idee , sieht gut aus.
    Ideal für enge kleine Dörfer und Städte z.b. an der Mosel etc.

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  7. Von der technischen Seite sicher ein Highlight. Wer die engen Altstadtgassen, die engen verpackten Wohnstrassen in den Stadtteilen von Heidelberg, dazu die oft steilen Anstiege kennt, kennt, kann gut nach voll ziehen, dass solche Fahrzeuge hier durch aus angebracht erscheinen.

    Dazu kommen im direkten Umfeld der Stadt (wohl zur Stadt gehörend) recht viele Wälder, ebenfalls oft mit gravierenden Steigungen, was Fahrzeuge dieser Art mehf als gerechtfertigt. Dazu kommen dann natürlich noch die fast jährlich, mehr oder wenig heftig, wiederkehrenden Hochwasser des Neckar.

    Was allerdings die Optik betrifft, dürfte man die wohl als “gewöhnungsbedürftig” bezeichnen um nicht zu sagen “pott hässlich”. Leider kann ich das nicht anders ausdrücken.

    Daher bleiben diese Fahrzeuge für mich, wohl auch auf Dauer, die frei hässlichen Entlein der Feuerwehr der Stadt Heidelberg.

    Wobei natürlich auch eines klar. Wer ein “Kraftpaket” haben will, stellt nun mal in aller Regel keinen “Dressman” ein.

    Firefighter Andy

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  8. Es geht nicht wie das Fahrzeug aussieht sondern um die Funktion

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  9. Hallo zusammen, zwei optisch ähnliche Fahrzeuge gibt es seit ein paar Jahren auf Bremach Fahrgestellen in Ortsteilen der Feuerwehr Hennef (Sieg)

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  10. Ganz ehrlich das sieht scheiße aus die Optik passt gar nicht

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  11. Das schaut ja aus wie ein Mondfahrzeug

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