Ziegler liefert Fahrzeuge für Katastrophenschutz

27 Gerätewagen für ABC-Erkundung

Giengen (BW) – Insgesamt 27 Gerätewagen Gefahrstoff-ABC-Erkundung (GW-ABC-Erk) liefert die Firma Ziegler für den hessischen Katastrophenschutz. Vergangene Woche konnten die ersten sieben bei der Ziegler-Tochtergesellschaft Visser Leeuwarden gebauten Fahrzeuge übergeben werden. Sie sind Teil einer Investition von über 60 Millionen Euro für die Katastrophenschutz-Ausstattung im Bundesland. Seit 2013 hat die ZIEGLER Gruppe bereits über 170 Fahrzeuge verschiedener Typen (LF 10, ELW 2, GW) an das Land Hessen geliefert.

Auf Mercedes Sprinter 519 CDI 4×2 basieren die neuen GW-ABC-Erk des hessischen Katastrophenschutzes. Foto: Ziegler

Die GW-ABC-Erk dienen zur schnellen Hilfeleistung bei radioaktiven, biologischen und chemischen Zwischenfällen. Die ABC-Einheiten stellen die von radioaktiven und chemischen Stoffen ausgehenden Gefahren fest und verhindern oder verringern die Auswirkungen der Schäden auf Menschen, Tiere oder die natürlichen Lebensgrundlagen. Dafür sind die Fahrzeuge unter anderem mit Messcontainern, BOS-Funkanlagen, Wettermess- und Orientierungsanlagen sowie einer umfangreichen Atemschutzeinrichtung ausgestattet.

Technische Daten

  • Fahrzeug-Typ: GW-ABC-Erk
  • Fahrgestell: Mercedes Sprinter 519 CDI KA 4×2
  • Leistung: 140 kW/190 PS
  • Abmessungen (LxBxH): 7.200 mm, 1.993 mm, 2.850 mm
  • Radstand: 4.325 mm
  • Achslasten: vorn 2.100 kg, hinten 3.600 kg
  • Besatzung: 1/3
  • Ausstattung: Messcontainer (nach DFV-Fachempfehlung Nummer 2) mit Etteplan-Geräteträger, BOS-Funkanlage, Ausstattungssatz zur Entnahme von festen, flüssigen oder gasförmigen Proben, Wettermess- und Orientierungsanlage, Markierungsausstattung, umgebungsluftunabhängige Atemschutzaussattung, ABC-Schutzausstattung.
Vier Mann haben im Fahrzeug Platz. Ihnen steht unter anderem ein Rollwagen mit verschiedenen Messgeräten zur Verfügung. Foto: Ziegler

Kommentar zu diesem Artikel

  1. “Die ABC-Einheiten stellen die von radioaktiven und chemischen Stoffen ausgehenden Gefahren fest und verhindern oder verringern die Auswirkungen der Schäden auf Menschen, Tiere oder die natürlichen Lebensgrundlagen.” Muss man das verstehen? Wie können mit analytischen Verfahren aktiv Schäden verringert werden? Es können wohl nur die Grundlagen für weitere taktische Maßnahmen durch andere Kräfte geliefert werden. Nirgendwo eine Aussage zur Kompatibilität mit der Ausstattung des Bundes für den Bevölkerungsschutz.

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