Unfall bei Motorrad-Fahrstunde

Fahrlehrer fährt Fahrschüler an: Feuerwehr rettet 16-Jährigen

Oberkrämer (BB) – Bei einer Motorrad-Fahrstunde im Kreis Oberhavel ist ein 16-jähriger Fahrschüler schwer verletzt worden. Nachdem ein Fahrschulauto mit dem Leichtkraftrad kollidiert war, musste die Feuerwehr den Jugendlichen unter dem Pkw befreien. Die Polizei stellte den Führerschein des 66-jährigen Fahrlehrers sicher.

Nach der Kollision zwischen Fahrschulauto und Leichtkraftrad landeten beide Fahrzeuge im Straßengraben. Die Feuerwehr sicherte den instabilen Pkw und befreite den schwer verletzten 16-jährigen Fahrschüler. (Bild: 7aktuell.de | Neumann)

Der Unfall ereignete sich am Dienstagabend um 19:35 Uhr im Kreisverkehr auf der Landesstraße 17 zwischen Marwitz, Hennigsdorf und Velten. Nach Angaben der Polizei befand sich der 66-jährige Fahrlehrer mit dem Jugendlichen in der Motorradausbildung, als der Pkw offenbar nahezu ungebremst auf das vorausfahrende Leichtkraftrad auffuhr. Beide Fahrzeuge kamen anschließend von der Fahrbahn ab und landeten im rechten Straßengraben.

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Für die Einsatzkräfte zeigte sich vor Ort ein ungewöhnliches Schadensbild: Das Motorrad lag unter dem Pkw, der zusätzlich von einer Laterne gehalten wurde. Beim Eintreffen von Feuerwehr und Rettungsdienst befand sich der 16-Jährige noch unter dem Fahrzeug.

Wie Benjamin Ende, Einsatzleiter der Ortsfeuerwehr Bötzow, schilderte, sicherten die Einsatzkräfte zunächst die Unfallstelle und betreuten den schwer verletzten Jugendlichen. Um unkontrollierte Bewegungen des Pkw zu verhindern, entschied sich die Feuerwehr für eine schnelle provisorische Sicherung des Fahrzeugs. Ein aufwendiger technischer Aufbau hätte nach Einschätzung der Einsatzkräfte zu viel Zeit gekostet. Anschließend befreiten Feuerwehr und Rettungsdienst den Patienten und übergaben ihn zur weiteren Versorgung.

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Der schwer verletzte Fahrschüler kam zunächst mit einem Rettungswagen zu einem alarmierten Rettungshubschrauber. Die Besatzung des „Christoph 100“ flog ihn anschließend in ein Berliner Krankenhaus. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei bestand keine Lebensgefahr. Auch der Fahrlehrer erlitt Verletzungen.

Die Polizei leitete gegen den 66-Jährigen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein. Zudem stellten die Beamten seinen Führerschein sicher. Laut Polizei könnte ein medizinisches Problem des Fahrlehrers zu dem Unfall geführt haben. Die Ermittlungen dauern an.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sperrten Einsatzkräfte den Kreisverkehr in Richtung Hennigsdorf für etwa eine Stunde vollständig. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Den entstandenen Schaden beziffert die Polizei auf 20.500 Euro.

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