Herdecke (NW) – Bei einem Vegetationsbrand in Herdecke, Ennepe-Ruhr-Kreis, hat die Feuerwehr am späten Dienstagnachmittag rund 1.000 Quadratmeter Fläche abgelöscht. In dem steilen und schwer zugänglichen Gelände setzte sie unter anderem Löschrucksäcke, Feuerpatschen und drei D-Strahlrohre ein.
Mit Löschrucksack und Feuerpatschen ging die Feuerwehr Herdecke gegen den Vegetationsbrand im steilen, schwer zugänglichem Gelände vor. Das Feuer fraß sich durch trockenes Farn und Unterholz. (Bild: Feuerwehr Herdecke)
Um 17:42 Uhr meldeten Anrufer ein Feuer, dessen Rauchentwicklung teils weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar war. Daraufhin rückte die Feuerwehr Herdecke nach ihrem bestehenden Waldbrandkonzept aus.
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Zur Erkundung und Erstbrandbekämpfung setzten die Einsatzkräfte einen geländegängigen Pick-up ein. Außerdem kamen das Tanklöschfahrzeug Waldbrand sowie weitere Löschfahrzeuge zum Einsatz. Zunächst dämmten die Einsatzkräfte das Feuer mit Löschrucksäcken und Feuerpatschen ein. Im weiteren Verlauf folgte über den Bereich Nacken ein gezielter Löschangriff mit drei D-Strahlrohren.
Nach Angaben der Feuerwehr brannte in dem steilen Gelände ein trockenes Farnfeld. Zudem griff das Feuer auf Bäume und auf am Boden liegende Äste über. Weil die unmittelbare Einsatzstelle von den Fahrzeugen nicht direkt erreicht werden konnte, musste die Feuerwehr rund 300 Meter Schlauchleitung vom Weg aus verlegen.
PDF-Download: Download Wald- und Flächenbrände: Richtige Ausrüstung
Für die Brandbekämpfung und die Wasserversorgung bildeten die Kräfte zwei Einsatzabschnitte. Die Wasserversorgung stellten sie im Pendelverkehr sicher. Insgesamt setzte die Feuerwehr rund 9.000 Liter Wasser ein, um die etwa 1.000 Quadratmeter große Brandfläche abzulöschen.
Anschließend spürten die Einsatzkräfte Glutnester mit einer Wärmebildkamera auf, legten sie frei und löschten sie gezielt ab. Das unwegsame Gelände und die anhaltenden Nachlöscharbeiten bedeuteten nach Angaben der Feuerwehr eine hohe körperliche Belastung für die Kräfte.
Die Löscharbeiten zogen sich über fast 2,5 Stunden hin. (Bild: Feuerwehr Herdecke)
Am Nacken war ein erweiterter Löschzug fast 2,5 Stunden im Einsatz. Danach folgten an der Feuerwache Aufrüstungsarbeiten, um die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. Während des gesamten Einsatzes blieb die Feuerwache durchgehend besetzt.
Nach Angaben der Feuerwehr zahlte sich bei dem Einsatz auch ein im vergangenen Jahr durchgeführtes Tagesseminar zum Thema Waldbrand aus.