Ein Fahrer stirbt

Lkw-Brand auf A 2 bei Gladbeck

Gladbeck (NW) – Nach einem Auffahrunfall zwischen zwei Lastkraftwagen auf der A 2 in Fahrtrichtung Oberhausen ist am Montag ein Fahrer ums Leben gekommen. Ein weiterer Beteiligter erlitt leichte Verletzungen. Die Feuerwehr war über Stunden im Einsatz.

Ein Lastwagen steht nach dem Auffahrunfall auf der A 2 in Vollbrand. Einsatzkräfte der Feuerwehr Gladbeck nahmen umgehend die Brandbekämpfung auf. (Bild: Feuerwehr Gladbeck)

Um 12:59 Uhr alarmierte die Kreisleitstelle Recklinghausen die Feuerwehr Gladbeck zu dem Unfall. Bereits auf der Anfahrt meldeten mehrere Anrufer, dass zwei Lkw kollidiert seien und eines der Fahrzeuge brenne. Beim Eintreffen bestätigte sich die Lage: Der aufgefahrene Lastwagen stand in Vollbrand. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend Löschmaßnahmen ein.

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Da die Löschwasserversorgung auf der Autobahn schwierig war, unterstützte die Berufsfeuerwehr Bottrop. In Abstimmung mit der Feuerwehr Gladbeck nahmen Einsatzkräfte zusätzlich von der Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Hannover aus Löschmaßnahmen vor. Mehrere Tanklöschfahrzeuge aus dem Kreis Recklinghausen sowie ein Abrollbehälter Wasser der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen stellten die Wasserversorgung sicher.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung informierten die Behörden die Bevölkerung über die Warn-App NINA und forderten Anwohnerinnen und Anwohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Löschzug Nord der Freiwilligen Feuerwehr Gladbeck unterstützte die Maßnahmen vor Ort, während der Löschzug Süd den Grundschutz im Stadtgebiet sicherstellte.

Dichter Rauch über der A 2: Mehrere Feuerwehren sicherten die Löschwasserversorgung und bekämpften den Brand von beiden Fahrtrichtungen aus. (Bild: Feuerwehr Gladbeck)

Bei einem der beteiligten Fahrzeuge handelte es sich um einen Gefahrguttransport. Nach Angaben der Feuerwehr trat kein Gefahrgut aus. Ein Fahrer erlitt leichte Verletzungen und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Für den zweiten Fahrer kam jede Hilfe zu spät; er starb noch an der Unfallstelle.

Die Lösch- und Bergungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden. Ein Spezialunternehmen barg die stark beschädigten Fahrzeuge. Den Gefahrguttransporter begleiteten Polizei und Feuerwehr zum Chemiepark Marl, wo Fachkräfte die Ladung entluden.

Nach rund acht Stunden beendete die Feuerwehr Gladbeck den Einsatz. Neben ihr waren unter anderem TUIS-Fachberater, das Technische Hilfswerk sowie Einsatzkräfte aus Bottrop, Gelsenkirchen und weiteren Kommunen des Kreises Recklinghausen beteiligt. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache.

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