Samstag, 10. Dezember 2016

Hubschrauberabsturz fordert drei tote Retter

3. März 2014 von  

Neubrandenburg (MV) – Bei einer Rettungsübung in der Ostsee ist am Freitagnachmittag ein Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) abgestürzt und im Meer versunken. Von den insgesamt vier Besatzungsmitgliedern konnten zunächst zwei Personen gerettet werden. Eine von ihnen starb wenig später. Zwei weitere Crewmitglieder fanden Taucher tot auf dem Meeresgrund in dem Wrack. Der Hubschrauber und die Opfer konnten inzwischen geborgen werden.

BK-117 der Deutschen Rettungsflugwacht. Symbolfoto: DRFDer Rettungshubschrauber „Christoph-Offshore 2“ hatte am Freitagnachmittag, rund zwei Seemeilen vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (Kreis Vorpommern-Rügen), mit dem Rettungskreuzer „Theo Fischer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Übungen mit der Seilwinde durchgeführt.

Als die Übung beendet war, drehte der speziell für die Rettung in Offshore-Windparks ausgestatte Heli bei. Kurz darauf verlor die BK-117 schnell an Höhe und stürzte ins Meer. Zwar waren die Kufen des Fluggerätes mit aufblasbaren Auftriebskörpern ausgestattet, diese funktionieren aber nur bei einer kontrollierten Notlandung und nicht bei einem Absturz wie diesem. So sank Hubschrauber in kürzester Zeit.

Seenotretter wurden zu Augenzeugen

Die „Theo Fischer“ befand sind noch in Sichtweite und so wurde die Schiffsbesatzung Augenzeuge des Unfalls. Sie eilte sofort zur Absturzstelle und konnten zwei im Wasser treibende Absturzopfer retten. Die beiden anderen Mitglieder der insgesamt vierköpfigen Hubschrauberbesatzung blieben vermisst. Einer der zunächst Geretteten starb wenig später an Land. Der 47-jährige Co-Pilot kam in einem kritischen Zustand in ein Krankenhaus. Die deutsche Marine in Glücksburg übernahm die Koordination der Suchaktion. Ein Großaufgebot an Rettungseinheiten wurde alarmiert. Die „Theo Fischer“ erhielt seeseitig Unterstützung vom Rettungskreuzer „Vormann Jantzen“ sowie den Schiffen der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord „Arkona“ und „Scharhörn“.

Auch Feuerwehren kamen zum Einsatz

Zusätzlich beteiligten sich sieben Feuerwehrboote und über 70 Feuerwehrleute aus dem Kreis Vorpommern-Rügen an der Suche. Aus der Luft suchten Hubschrauber der Marine sowie dänischer Behörden. Da die Vermissten Überlebensanzüge trugen, galten die Überlebenschancen zunächst als gut. Ein Marinehubschrauber brachte Taucher an Bord der Theo Fischer. Sie fanden die Vermissten in dem Hubschrauberwrack in rund acht Metern Tiefe auf dem Meeresgrund und bargen sie. Für sie gab es keine Rettung. Die drei Todesopfer sind der 53 Jahre alte Pilot, win 45-jährige Rettungsassistent und ein Notarzt im Alter von 47 Jahren.

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Der Helikopter konnte mit dem Mehrzweckschiff „Scharhörn“ geborgen und in den Hafen von Warnemünde gebracht werden. Im dortigen Marinestützpunkt übernahm die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ihre Untersuchungen. Bislang gibt es jedoch noch keine Erkenntnisse zur Absturzursache. Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, können mehrere Wochen vergehen.

„Christoph-Offshore 2“ war erst im vergangenen Oktober am Flugplatz Güttin auf der Insel Rügen stationiert worden. Hauptaufgabe war der Werksrettungsdienst im Offshore-Windpark „Baltic 2“ vom Energiekonzern EnBW.

Die DRF Luftrettung hat den Angehörigen und Freunden der Getöteten ihre Anteilnahme ausgedrückt und ein Online-Kondolenzbuch eingerichtet. (Symbolfoto: DRF)

Kommentare

13 Kommentare zu “Hubschrauberabsturz fordert drei tote Retter”
  1. Andreas Greger sagt:

    Mein Beileid den Angehörigen !

  2. Fabian sagt:

    mein beileid den angehörigen.
    so wie ich das im internet gelesen habe haben die lufpolster an den kufen nicht ausgelöst.

  3. Fabian sagt:

    mist habe gerade den beitrag gelesen das mit den auftriebskörpern steht da schon
    sorry das ich so ein mist schreibe

Kommentare

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