Dienstag, 25. Juli 2017

Gruppenführer erhält Faustschlag ins Gesicht

17. Mai 2016 von  

Heidenheim a. d. Brenz (BW) – Die Feuerwehr Heidenheim (Kreis Heidenheim) ist am Sonntag zu einem Kellerbrand mit Menschenleben in Gefahr ausgerückt. Der Einsatz verlief jedoch ganz anders, als es die Einsatzkräfte erwartet hatten. Zwar konnte die Feuerwehr eine Bewohnerin erfolgreich retten, jedoch wurde der Hauseigentümer äußerst aggressiv. Er schlug einem der Gruppenführer sogar mit der Faust ins Gesicht, worauf der Feuerwehrmann bewusstlos zu Boden ging.

Eine starke Rauchentwicklung aus dem Keller eines Wohnhauses, meldete ein Anrufer per Notruf. Weiterhin gab er an, dass sich noch Personen in dem Haus befinden. Die Abteilungen Großkuchen, Kleinkuchen und Schnaitheim der Feuerwehr Heidenheim machten sich auf den Weg zum Einsatzort im Stadtteil Großkuchen.

Ein Anwohner empfing die Einsatzkräfte und wies auf eine Person hin, die im ersten Obergeschoss an einem Fenster stand. Ein Angriffstrupp ging sofort zur Menschenrettung durch das Treppenhaus vor und brachte die leicht verletzte Frau ins Freie. Währenddessen stellte ein Gruppenführer bei seiner Erkundung, neben der Rauchentwicklung aus dem Keller, ein weiteres Feuer im Garten fest. Dort brannte ein Holzhaufen.

Feuerwehr zieht sich zurück

Nachdem die Frau, eine Mieterin, in Sicherheit war, kam der Hauseigentümer aus dem brennenden Gebäude. Er forderte die Feuerwehr lautstark auf, sofort sein Grundstück zu verlassen. Da sich die Aggressionen des Mannes immer weiter steigerten, ordnete der Einsatzleiter den Rückzug an. Der Versuch den Mann zu beruhigen und von den Löschmaßnahmen zu überzeugen, scheiterte gänzlich. Mit einer Faust schlug er einem Gruppenführer mitten ins Gesicht, worauf dieser kurzzeitig das Bewusstsein verlor und stark blutend zu Boden ging. Der zu diesem Zeitpunkt eintreffenden Polizei, gelang es den Gewalttätigen zu überwältigen.

Nachdem der Mann abgeführt und der verletzte Feuerwehrmann vom Rettungsdienst versorgt wurde, konnte die Feuerwehr die Brandbekämpfung wieder aufnehmen. Weitere Personen fanden die Einsatzkräfte nicht in dem Haus. Warum der Eigentümer so ausrastete, ist noch unklar.

Symbolfoto: Polizei T. Weege

Kommentare

4 Kommentare zu “Gruppenführer erhält Faustschlag ins Gesicht”
  1. A. Kraus sagt:

    Ich glaube, es sollten schnellstens neue psychatrische Krankenhäuser gebaut werden, aber am besten nach unten in die Erde….Ist das noch normal??? Überall diese ekelhafte Gewalt und den Leuten passiert ja nichts..hatten eine „schwierige Kindheit“Bischen Bewährung oder Sozialstunden…ich könnte so bröseln!

  2. K. Köhnen sagt:

    ob es mit den speziellen Einrichtungen getan ist halte ich für zweifelhaft. Es muss nun endlich die Justiz durchgreifen und solche Verhaltensweisen entsprechend den Gesetzen bestrafen. Es kann doch nicht sein, das Einsatzkräfte (im besonderen freiwillige) immer wieder in solche Situationen geraten. Hierbei darf es keine Entschuldigungen (Alkohol, Drogen o.ä.) geben. Die Kameradinnen und Kameraden setzen ihr eigenes Leben aufs Spiel um andere Leben zu retten und werden angegriffen. Wo soll das denn enden. Dies gilt natürlich genauso für die Kollegen der Polizei und des Rettungsdienstes.

  3. M.Schwabe sagt:

    Ich kann nicht nachvollziehen, dass der Einsatzleiter den Rückzug angeordnet hat. In so einem Fall ist er definitiv befugt diesen Mann bis zum Eintreffen der Polizei aus dem Verkehr zu ziehen und festzusetzen, auch unter Anwendung körperlicher (angemessener) Gewalt.

  4. bd112 sagt:

    Aggressivität und Gewalt sind ein Problem, das in allen Bereichen unserer Gesellschaft verstärkt auftritt, nicht nur gegenüber Einsatzkräften.

    Es gibt kein Wochenende, an dem nicht jemand bei einer Schlägerei in der Disco oder auf der Kirmes zum Teil schwer oder lebensgefährlich verletzt wird. Wo früher Auseinandersetzungen auf Beleidigungen beschränkt waren oder ein Bier (ohne Glas) im Gesicht landete, fliegen heute Fäuste oder Gläser, zum Teil kommen auch Hieb und Stichwaffen zum Einsatz.

    Bei diesen Veranstaltungen wird von den Veranstaltern reagiert, es stehen deutlich mehr Sicherheitskräfte mit Schutzwesten, Pfefferspray und Co bereit. Verhindern kann dies die Gewalt nicht immer, die Sicherheitskräfte können jedoch zielgerichteter – obgleich nicht immer angemessen – reagieren und sind dabei deutlich besser geschützt.

    Diesen Ansatz müssen auch Einsatzkräfte prüfen und sich der veränderten Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft anpassen, ob durch Selbstschutztechniken, Abwehrwaffen oder Polizeischutz.

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