Freitag, 26. Mai 2017

BASF Ludwigshafen: Zwei tote Feuerwehrmänner, sechs Schwerverletzte

17. Oktober 2016 von  

Ludwigshafen (RP) – Am späten Montagvormittag kam es bei BASF in Ludwigshafen zu Explosionen. Zwei Mitarbeiter starben. Mehrere Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Und weitere Mitarbeiter wurden vermisst. Feuerwehr und Rettungsdienst aus der gesamten Region sind seitdem im Großeinsatz.

18.10.2016, zirka 16.00 Uhr: Nach Angaben der Behörden erlitten zirka 30 Personen Verletzungen. Sechs Personen liegen auf der Intensivstation. Nach wie vor schweben einige von ihnen in Lebensgefahr. Noch immer suchen Taucher im Hafenbecken nach einem vermissten Mitarbeiter.

18.10.2016, zirka 11.15 Uhr: Bei den Todesopfern handelt es sich um Kräfte der Werkfeuerwehr. Margret Suckale, Vorstandmitglied von BASF: „Wir sind sehr bestürzt, dass 2 unserer Mitarbeiter ums Leben gekommen sind. Sie haben sich als Feuerwehrleute für die Rettung von Menschenleben eingesetzt. Unsere Gedanken gelten den Verstorbenen, Verletzten und ihren Angehörigen.“

17.10.2016, zirka 07.53 Uhr: Laut Polizei ist das Feuer mittlerweile gelöscht. Zwei Menschen werden noch immer vermisst. 

17.10.2016, zirka 19.30 Uhr: BASF teilte am Abend mit, dass zwei Mitarbeiter ums Leben kamen. Sechs Menschen wurden schwer verletzt und weitere Personen leicht verletzt. Noch immer werden zwei Mitarbeiter vermisst.

Peter Friedrich, Leiter der Feuerwehr Ludwigshafen, beim SWR zum Unglück bei BASF:

Gegen 11.25 Uhr ereignete sich am Montag das Unglück am BASF-Standort im Nordhafen. Nach Angabe von BASF brach bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse zunächst ein Feuer aus. Als die Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr eintrafen, kam es zu einer Explosion. Die Feuerwehren aus Ludwigshafen und Umgebung bekämpften den Folgebrand. Auch das Feuerlöschboot aus Mannheim kam zum Einsatz.

Die Personensuche dauert an. Am frühen Dienstagmorgen wurde das Feuer gelöscht.

Als das Unglück geschah, wurden die sogenannten Steamcracker und weitere Anlagen heruntergefahren. Im Norden von Ludwigshafen liefen die Warnsirenen. Über unterschiedliche Medienkanäle forderten Polizei und Feuerwehr die Bevölkerung auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Über das wirtschaftliche Ausmaß wollte sich Werkleiter Uwe Liebelt noch nicht äußern. „Der wirtschaftliche Schaden ist nicht mein Problem heute. Es gibt Wichtigeres“, betonte Liebelt gegenüber SWR Info.

Feuer bei BASF aus der Vogelperspektive

Warnung der Bevölkerung über KATWARN

Kommentare

2 Kommentare zu “BASF Ludwigshafen: Zwei tote Feuerwehrmänner, sechs Schwerverletzte”
  1. gegor sagt:

    Gute Besserung den verletzten

  2. A. Kraus sagt:

    Mein Beileid den Hinterbliebenen und den Kollegen der getöteten Kameraden und baldige und vollständige Genesung den Verletzten!

    Es ist schlimm, was da in Ludwigshafen passiert ist. Dagegen hilft die beste Ausbildung nicht.

Kommentare

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