Donnerstag, 30. März 2017

10 richtig skurrile Einsätze

17. Januar 2017 von  

Es gibt sie, diese ganz kuriosen Feuerwehreinsätze. Da wird eine Mettwurst für eine Bombe gehalten, eine Sexpuppe im Hafenbecken mit einer ertrinkenden Person verwechselt oder es brennt eine Scheune ab, weil ein Bauer ein Mäuse-Nest ausräuchern wollte. Unter „Außerdem war da noch …“ fassen wir Monat für Monat solche skurrilen Meldungen kurz zusammen. Hier die zehn Highlights aus 2016. Hattet Ihr ähnliche Einsätze?

Eine vermeintliche „Katze“ in Seenot entpuppte sich als ausgestopfter Marder – Einsatz für die Feuerwehr Düsseldorf

1.) Während eines angeblichen Versteckspiels hatte sich ein 29-Jähriger in einem fremden Schornstein im US-Bundesstaat Iowa versteckt. Die herbeigeilte Feuerwehr brachte auf Wunsch der Bewohnerin gleich die Polizei mit. Durch ein in den Kamin gebrochenes Loch konnte der mit Ruß bedeckte Mann aus seinem Versteck gerettet werden.

2.) Ein 34-jähriger Bewohner einer Dachgeschosswohnung in Osnabrück (NI) hatte Probleme mit seinen Mitbewohnern. Ein Wespenvolk hatte sich im Haus eingenistet. Mit einer brennenden Haarspraydose wollte der Mann die Insekten eigentlich „nur“ vertreiben, weil die Flammen auf den Dachstuhl übergriffen, musste die Feuerwehr übernehmen.

3.) Bei einem Übungstauchgang entdeckten die Kameraden der Feuerwehr Würzburg (BY) im Main ein ungewöhnliches Objekt. Überraschung: Ein Tresor fand sich in einer Tiefe von etwa 3 Metern. Die Kameraden übergaben den Geldschrank der Polizei. Selbst gingen sie bei der unbeabsichtigten Schatzsuche übrigens leer aus. Die Tresortür stand offen.

Diesen Tresor fanden Feuerwehrtaucher bei einer Übung im Main Quelle: Polizei

4.) Was für ein Zufall: Ein Teenager der von zu Hause weglief, hinterließ seiner Mutter in Anrode-Lengefeld (TH) nur eine SMS. Die besorgte Mutter alarmierte daraufhin die Polizei, welche sich direkt per Streifenwagen und Hubschrauber auf die Suche nach dem jungen Mann machte. Während der Suche entdeckte die Besatzung des Hubschraubers dabei zufällig ein Feuer in einem Garten. Als die Sirene aufheulte, trauten viele der Kameraden ihren Augen nicht: Der vermisste Jugendliche erschien am Gerätehaus, schließlich ist er pflichtbewusstes Mitglied der Feuerwehr. Der Brand entpuppte sich übrigens als harmloser Feuer in einem Feuerkorb.

5.) Wer wandert, der kann viel entdecken. Im österreichischen Waldbach bemerkte ein Wanderer in der Nähe einer Almhütte ein brennendes Plumpsklo. Glück im Unglück: Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Waldbrand verhindert werden.

Brennendes Plumpsklo: Dank dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Waldbrand verhindert werden Quelle: FF Waldbach

6.) Während eines Crash-Test im ADAC Technik Zentrum in Landsberg am Lech (BY) wurde ein mit vier Dummys besetzter PKW gegen ein Hindernis gefahren. Keine 10 Minuten später standen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf dem Gelände der Versuchsanstalt. Was war passiert? Erst im Nachhinein fiel auf, dass im Fahrzeug das E-Call System, das nach einem Unfall einen Alarm absetzen kann, aktiv war. Weil die Airbags ausgelöst hatten und die „Personen“ im Fahrzeuginnern nicht ansprechbar waren, wurden die Rettungskräfte automatisch verständigt. Die Helfer rückten zwar umsonst aus, eine Erkenntnis brachte der Einsatz jedoch: Das System funktioniert.

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7.) Eine Reichskriegsflagge am Balkon aus der Zeit von 1922 ist zwar nicht verboten, gilt in Brandenburg sowie anderen Bundesländern aber als „Verstoß gegen die öffentliche Ordnung“. Weil der Mieter einer betroffenen Wohnung in Oranienburg (BB) nicht zuhause war, wurde die Feuerwehr von der Polizei um Hilfe gebeten. Auftrag: Entfernen der Flagge per Leiter.

 

Eine „Katze“ auf dem Rhein – Einsatz für die Feuerwehr Düsseldorf Quelle: Feuerwehr Düsseldorf

8.) Weil eine „Katze“ in Düsseldorf (NW) nur auf einem Stück Holz über den Rhein trieb, alarmierten besorgte Passanten die Feuerwehr. Die Kameraden der Wehr rückten mit einem Boot aus, um die Katze in Seenot zu retten. Zum Glück war die vermeintliche Katze jedoch nur ein ausgestopfter und auf ein Floß aus vier Kunststoffflaschen befestigt Marder.

9.) Als eine Frau in Burg Stargard (MV) durch einen Rauchmelder in der Nachbarwohnung aufgeschreckt wurde, alarmierte sie umgehend die Feuerwehr. Als die Kräfte in die betroffene Wohnung eindrangen, entdeckten sie statt eines Feuers eine Cannabis-Plantage. Offenbar hatte die künstliche Beleuchtung der Pflanzen zu viel Hitze erzeugt und den Brandmelder ausgelöst.

10) Als bei der Feuerwehr Romrod (HE) eingebrochen wurde, nahmen die Diebe die hydraulischen Rettungsgeräte vom Einsatzfahrzeug mit. Damit nicht genug, anschließend brachen die Täter in einer etwa 20 Kilometer entfernten Bank ein, wo sie mit den Geräten einen Geldautomaten knacken wollten. Durch den Alarm aufgeschreckt, ließen sie Schere und Spreizer zurück und flohen. Einen Verdächtigen konnte die Polizei nach kurzer Zeit festnehmen.

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