Internationaler & Bundeswettbewerb

Jugendfeuerwehr Wettbewerbe: Auf die Plätze, fertig, los!

Zwei große Wettbewerbe prägen die Jugendfeuerwehr in Deutschland. Zum einen der Bundeswettbewerb und zum anderen der Internationale Bewerb. Von den über 18.000 Jugendfeuerwehren kennen fast alle den Bundeswettbewerb, auch wenn sich nicht alle daran beteiligen. Er wird in Stadt-, Kreis-, Bezirks- und Landesentscheiden ausgetragen – bis zur Deutschen Meisterschaft. 

Internationaler Bewerb im CTIF

Deutlich weniger populär ist der internationale Wettbewerb. Dabei ist er temporeich und sorgt für Überraschungsmomente. Wir stellen seine beiden spannenden Teile vor. 

Es ertönt ein Pfiff. Neun Jugendfeuerwehrleute sprinten los. Sie stürmen über einen 75 Meter langen Parcours – ziehen Schläuche aus, leeren zwei Kübelspritzen, machen vier Knoten und ordnen Feuerwehrgeräte. Nach zirka 40 Sekunden stehen sie aufgereiht am Ziel, der Gruppenführer hebt den Arm und ruft “Übung beendet”.

Die Rede ist von der Feuerwehrhindernisübung im internationalen Wettbewerb der Jugendfeuerwehren. Wer sie in 40 Sekunden bewältigt, gehört international zu den besten Gruppen in diesem Bewerb.

Deutsche Meisterschaft im CTIF-Wettbewerb in Husum

Vom 31. August bis 2. September 2018 blicken die Jugendfeuerwehr nach Husum. Dort wird der Deutsche Meister im Internationalen Bewerb gesucht. Hier geht’s zum Programm. 

 

“Für mich ist der internationale Jugendfeuerwehrwettbewerb der Jugendfeuerwehrwettbewerb mit der besten Action”, schwärmt Jürgen Kindelberger, Wettbewerbsleiter der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz. “Da ist richtig Power drin.”

“An dem internationalen Wettbewerb können Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren teilnehmen”, erklärt Sabrina Reitz von der Deutschen Jugendfeuerwehr. “Allerdings gelten hier die kompletten Jahrgänge. Berücksichtigt werden können also auch Jugendliche, die erst nach dem Wettbewerb, aber im gleichen Jahr ihren zwölften Geburtstag feiern.”

Reitz erklärt weiter: “In einigen Bundesländern gibt es Landes- und Kreisentscheide im internationalen Bewerb, wie zum Beispiel in Hessen, Niedersachsen und Bayern. Aber es gibt auch Länder, in denen dieser Wettbewerb leider kaum eine Rolle spielt, wie beispielsweise in den Stadtstaaten.”

Genauso wie der Bundeswettbewerb besteht der Internationale Bewerb aus zwei Disziplinen: neben dem Hindernisparcour treten die Jugendlichen noch zu einem Staffellauf an. Die Strecke beträgt auch 400 Meter wie im Bundeswettbewerb. An den Start gehen die Mädchen und Jungen in dem Jugendfeuerwehr-Übungsanzug – allerdings ohne Helm und Handschuhe. Die Teams wählen ihre Schuhe selbst. Es wird aber einheitliches Schuhwerk gefordert. Als Staffelstab dient ein Strahlrohr.

Kurz vor dem Ziel beim Staffellauf. Foto: Wiesbaden112

Die Aufgaben der einzelnen Teammitglieder:

  • Läufer 1 muss über eine zwei Meter hohe Leiterwand;
  • Läufer 2, 4 und 5 absolvieren eine reine Laufstrecke;
  • Läufer 3 nimmt einen doppelt gerollten C-Schlauch auf und legt ihn in 5 Meter Entfernung wieder ab;
  • Läufer 5 muss unter einer 80 Zentimeter hohe Hochsprungstange hindurch, ohne dass die Stange herunter fällt;
  • Läufer 6 springt über eine 60 Zentimeter hohe Hürde;
  • Läufer 7 führt einen Handfeuerlöscher über fünf Meter mit und stellt ihn auf einer Holzplatte wieder ab;
  • Läufer 9 kuppelt einen C-Schlauch an einen Verteiler, eine weitere C-Länge an diesen Schlauch und zieht die Leitung aus. Beim Ausziehen kuppelt er das Staffel- Strahlrohr an den C-Schlauch. Hinterm Ziel legt er es ab. Das war’s.

Für diesen 400-Meter-Lauf haben die besten deutschen Team zuletzt unter 70 Sekunden gebraucht. Die Mannschaften starten übrigens parallel auf zwei Bahnen. So wird es noch mehr zum Wettlauf.

75 Meter, fünf Aufgaben, drei Hindernisse

Auch bei der Feuerwehrhindernisübung starten in der Regel zwei Teams zeitgleich auf zwei Bahnen. Das erhöht die Spannung enorm. Sie treten im JF-Übungsanzug, diesmal mit Schutzhelm, an. Wieder können sie die Schuhe selbst wählen. Dieser Part ist grundlegend anders als die Löschübung im Bundeswettbewerb. Hier spielt die Feuerwehrdienstvorschrift keine Rolle. Es gilt, als ganze Gruppe den 75-Meter-Parcour zu bewältigen.

An der Startlinie ist in der Mitte eine C-Kupplung fest montiert, daneben liegen vier doppelt gerollte C-Schläuche in Schlauchträgern. Das erste Hindernis ist ein Graben, 1,8 Meter breit. Diesen gilt es, zu überspringen. Tipp: Gerade für kleine Jugendfeuerwehr-Leute ist es wichtig, ihn gerade zu überqueren, um die Sprungweite auf ein Minimum zu verkürzen.

Dann gilt es, eine 70 Zentimeter hohe Hürde zu überspringen. Sie ist zwei Meter breit und die Jugendlichen dürfen ihre Beine nicht um die Hürde herum schwingen. Nächstes Hindernis ist der rote Kriechtunnel, der auch zur Löschübung (A-Teil) im Bundeswettbewerb gehört. Er ist 6 Meter lang, 60 Zentimeter breit und 80 Zentimeter hoch. Tipp: Auch wenn er Kriechtunnel heißt, sollten die Jugendlichen trainieren, in gebückter Haltung durchzulaufen. Das geht deutlich schneller.

Aus dem Tunnel raus geht es ein paar Meter weiter über das Laufbrett – 2 Meter lang, nur 20 Zentimeter breit. Hinter dem Laufbrett teilt sich die Bahn quasi. Links und rechts stehen zwei Kübelspritzen und zwei Wasserwände.

Direkt dahinter befindet sich links eine Geräteablage. Darauf liegen sich Sammelstück, Verteiler, Kupplungsschlüssel, C-Schlauch, Saugkorb, CM-Strahlrohr und Schlauchbinder. Auf einem Gestell gilt es, vier Geräte zu den auswechselbaren Abbildungen zu sortieren. Rechts befindet sich ein Knotengestell, wo ebenfalls die Bilder der zu fertigenden Knoten nach jedem Lauf ausgetauscht werden. Die vier Aufgaben: Mastwurf, ganzer und halber Schlag am Strahlrohr, Zimmermannsstich sowie Kreuz-knoten. Dann haben es die Jugendlichen geschafft. Hinter den Holzgestellen verläuft die Ziellinie.

Alle stürmen durch den Kriechtunnel

So, und nun geht’s los. Die Jugendlichen stellen sich in einer Zweier-Reihe an der Startlinie auf. Sie tragen statt Funktionszeichen Leibchen mit Startnummern. Nach dem Befehl “Zum Angriff” ertönt ein Pfiff, der Startschuss. Startnummer 1 läuft als Gruppenführer bis zu den Spritzwänden durch und bleibt zunächst zwischen ihnen stehen. Er geht erst weiter zum Ziel, wenn die Aufgabe an den Kübelspritzen geschafft ist.

 

An zwei Kübelspritzen müssen sich die Jugendlichen in dem Parcours betätigen. Foto: Wiesbaden112

Die Läufer 2 bis 5 sprinten durch bis zu den Kübelspritzen. Zwei Kameraden pumpen, zwei ziehen die Schläuche aus und spritzen. Sie zielen das Wasser durch das Loch in der Wasserwand. Wenn sich fünf Liter in dem Eimer hinter der Wand befinden, ertönt ein Signalton. Die nächste Station für die vier Starter: die Geräteablage. Jeder platziert ein Gerät zu dem passenden Bild auf dem Holzgestell.

Ab dem Start verlegen die Läufer 6 bis 9 eine Schlauchstafette über den Graben, durch den Tunnel und neben der Hürde. Dann laufen sie zum Knotengestell und fertigen die Knoten an, wie auf den Abbildungen gefordert.

Sind alle Aufgaben erfüllt, stellt sich die Gruppe hinter der Ziellinie auf. Startnummer 1 ruft “Übung beendet” und hebt dabei deutlich erkennbar einen Arm. Bei den “Weltmeisterschaften” 2015 im internationalen Bewerb in Opole (Polen) brauchte die JF Dabel 41,88 Sekunden für die Hindernisübung – mit fünf Fehlerpunkten. In bemerkenswerten 36,48 Sekunden schaffte die JF Oberneukirchen ihre Übung, musste allerdings 30 Fehlerpunkte hinnehmen. So landeten die beiden besten deutschen Teams auf den Plätzen 13 und 15.

Informationen der Deutschen Jugendfeuerwehr:

Die Internetseite www.jugendfeuerwehr.de bietet in ihrem Servicebereich alle wichtigen Informationen. Von den Bestimmungen des Bewerbs, wie Stärke der Gruppe, Altersbegrenzung und die verschiedenen Disziplinen bis hin zu den aktuellen Änderungen des Weltfeuerwehrverbandes CTIF, ist hier alles zum Download bereitgestellt.

Der Bundeswettbewerb

Am 10. September steigt in Falkensee (BB) die Deutsche Meisterschaft der Jugendfeuerwehr: der Bundeswettbewerb. Die Gruppen messen sich in Staffellauf und Löschübung. Wir stellen Euch den Klassiker unter den JF-Wettbewerben vor.

Weit über tausend Jugendfeuerwehrgruppen nehmen jedes Mal am Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr teil. Bis dann maximal 32 Mannschaften am Finale auf Bundesebene teilnehmen, müssen sich die Teams teilweise in Gemeinde-, Kreis-, Bezirks- und Landesentscheiden beweisen. So treten schließlich die 16 Landesmeister und Zweitplatzierten an, um den Deutschen Meister der Jugendfeuerwehren unter sich auszumachen.

Über den Staffellauf zum Sieg

Den Ausschlag gibt häufig der sogenannte B-Teil, der 400-Meter-Staffellauf mit unterschiedlichen Aufgaben. Die neun Gruppenmitglie-der müssen jeweils eine Strecke laufen und sechs Jugendliche zudem eine Aufgabe erfüllen:

  • Läufer 1 und 2 legen jeweils 50 Meter zurück.
  • Läufer 3 muss auf seiner insgesamt 40 Meter langen Strecke einen C-Schlauch einfach rollen.
  • Läufer 4 überquert im nächsten 40-Meter-Abschnitt ein schmales Laufbrett.
  • Läufer 5 empfängt den Stab auf einer Trage liegend. Für ihn gilt es, Helm, Gürtel und Handschuhe komplett anzuziehen und erst dann mit dem Staffelholz seine 40 Meter zu laufen.
  • Läufer 6 legt 50 Meter ohne Aufgabe zurück.
  • Läufer 7 sprintet 40 Meter, übergibt den Staffelstab an Läufer 8. Sie kuppeln C-Strahlrohr und -Schlauch zusammen, Läufer 8 bindet mit doppeltem Ankerstich und Halbschlag ein. Dann startet er seine 50-Meter-Strecke.
  • Läufer 9 muss 40 Meter rennen, aber zunächst 8 Meter vor dem Ziel stoppen und einen Leinenbeutel von dort ins Ziel (durch ein 1,20 Meter breites Tor) werfen.

Erreicht der Schlussläufer mit dem Staffelstab das Ziel, wird die Zeit gestoppt. Die Punktewertung nach Wettbewerbsordnung der DJF: „Jede Wettbewerbsgruppe bekommt entsprechend ihrem Durchschnittsalter der neun Läufer eine Sollzeit vorgeschrieben, die mit 400 Punkten vorgegeben wird. Die Sekundendifferenz zwischen der Sollzeit und der ermittelten Übungszeit wird als Punktzahl der Vorgabe hinzugerechnet beziehungsweise von ihr abgezogen.“

Niedersächsicher Doppelsieg bei Bundeswettbewerb 2017

Beispielhafte Sollzeiten: Altersdurchschnitt 14 Jahre = 2:20 Minuten, 15 Jahre = 2:15 Minuten, 16 Jahre = 2:10 Minuten. Also, je jünger die Gruppe, desto mehr Zeit bekommt sie quasi als „Guthaben“. Hier zählt quasi „Preis-Leistung“. Ein junges Team ins Rennen zu schicken, bringt nur Vorteile, wenn die Läufer auch so gut sind, wie ihre älteren Kameraden.

Abgezogen von den Laufpunkten werden die Fehlerpunkte, welche die Jugendlichen bei den einzelnen Aufgaben und den Staffelstab-übergaben kassieren. Wenn das Staffelholz zum Beispiel nicht innerhalb des vorgeschriebenen 15 Meter langen Bereichs übergeben wird, werden dem übernehmenden Läufer zehn Minuspunkte berechnet. Oder wenn der Schlussläufer beim Werfen über die Markierung tritt, gibt es fünf, wenn er das Tor nicht trifft zehn Fehlerpunkte.
Die besten Teams Deutschlands schaffen den Staffellauf zwischen 1:25 Minute und 1:40 Minute, bestenfalls ohne Fehler.

So werden die Punkte berechnet

Weil es nicht ganz so einfach ist, erklären wir Euch am Beispiel der fiktiven Jugendfeuerwehr Feuerwehrdorf die Punkteberechnung:

Die JF hat einen Altersdurchschnitt von 14 Jahren. Sie startet im B-Teil (Staffellauf) also mit einer Sollzeit von 2:20 Minuten, läuft aber nur 2:04 Minuten. Zwischenergebnis sind 416 Punkte (400 Vorgabeplus 16 Zeitpunkte). Leider hat Läufer 8 beim Kuppeln von C-Schlauch und -Strahlrohr mit Läufer 7 übergegriffen. Er kassiert fünf Minuspunkte. Die JF Feuerdorf geht also mit 411 Punkten aus dem B-Teil heraus.

Mit der Löschübung (A-Teil) sind sie in der vorgegebenen Zeit von 7 Minuten (bei Offenem Gewässer) fertig. Für die Knoten haben sie 9 Sekunden gebraucht. Zwischenergebnis sind 991 Punkte (1.000 Vorgabe- und 9 Zeitpunkte). Leider ist der Melder einmal in den Wassergraben getreten und bekommt dafür fünf Fehlerpunkte. Bleiben beim A-Teil: 986 Punkte.

In der Gesamtrechnung kann sich die JF Feuerwehrdorf über 1.397 Punkte freuen. Eine starke Leistung, ein gutes Ergebnis. Wer jedoch Deutscher Meister werden möchte, der muss mindestens die 1.430 Punkte knacken und bestenfalls noch zehn Punkte drauflegen.

Im Löschangriff zählt korrektes Handeln

Im A-Teil hat die Gruppe deutlich mehr Zeit: Sie muss eine Löschübung innerhalb von 7 Minuten bei simulierter Wasserentnahme aus Offenem Gewässer beziehungsweise 6 Minuten bei Unterflurhydrant aufbauen. Klingt lahm, ist aber gar nicht so einfach. Denn erstens müssen die Jugendlichen alles korrekt nach Wettbewerbsordnung durchführen, um keine Fehlerpunkte zu erhalten. Und zweitens ist für den Löschangriff ein Parcours eingerichtet.

Im 2-jährigen Wechsel gehört zur Löschübung im Bundeswettbewerb die Wasserentnahme aus offenem Gewässer beziehungsweise über einen Unterflurhydranten. Foto: A. Müller

So müssen beispielsweise bis auf den Maschinisten alle acht anderen Teilnehmer über einen 1,50 Meter breiten, simulierten Wassergraben springen. Jeder Fehltritt bedeutet Minuspunkte. Dieses Risiko gehen beispielsweise die Teams ein, die für den B-Teil bewusst auf einen jungen Altersdurchschnitt und somit auf „Kleine“ setzen.

Der Angriffstrupp muss sein erstes Rohr für den linken Brandabschnitt unter einer Leiterwand durchlegen und selbst über die 2 Meter hohe Wand klettern. Im rechten Brandabschnitt gilt es für Wasser- und Schlauchtrupp eine 70-Zentimeter-Hürde zu überqueren. Der Schlauchtrupp verlegt die Leitung für den Wassertrupp dann unter diesem Hindernis hindurch. Und schließlich muss der S-Trupp selbst das dritte Rohr durch einen Kriechtunnel (60 cm breit, 80 cm hoch und 6 m lang) verlegen.

Zu Beginn gilt es natürlich, die Leitung von der Wasserentnahmestelle über die Tragkraftspritze zum Verteiler zu verlegen. Im 2-jährlichen Wechsel wird die Wasserentnahmestelle als Unterflurhydrant beziehungsweise Offenes Gewässer simuliert.

Der Übungsablauf ist in der Wettbewerbsordnung genau beschrieben: das chronologische Vorgehen der Trupps, die Handgriffe, Verlegen der Schlauchreserve, Über- und Durchqueren der Hindernisse, die genauen Befehle bis hin zur Aufstellung der Trupps an den Strahlrohren.

Eine Besonderheit in der Wettbewerbsordnung, welche viele Gruppen in der Aufregung vergessen: „Jedes Hindernis bzw. jede Aufgabe darf nach einem Fehler, sofern er vom Wettbewerbsteilnehmer sofort bemerkt wird, vor Beginn der nächsten Tätigkeit einmal wiederholt werden. Tritt beim zweiten Versuch kein Fehler auf, so gilt das Hindernis als fehlerlos überwunden beziehungsweise die Aufgabe als fehlerfrei gelöst.“

Am Wassergraben passieren immer wieder Fehler. Foto: DJF

Die Punktebewertung bei Offenem Gewässer: „Jede Wettbewerbsgruppe erhält zur Lösung der Aufgabe 1000 Punkte und eine Vorgabezeit von 7 Minuten. Für jede Sekunde Überschreitung der Vorgabezeit erhält die Gruppe einen Minuspunkt. Die ermittelten Fehlerpunkte werden von den Vorgabepunkten abgezogen.“

Klassische Beispiele für Fehlerpunkte sind Berühren des Wassergrabens (fünf), „Wasser marsch“ zu früh gegeben (fünf), Schlauchverdrehungen im B-Schlauch zum Verteiler beziehungsweise in den ersten C-Schläuchen ab dem Verteiler (jeweils fünf), zwei C-Schläuche nicht als Reserve verlegt (jeweils zehn).

Bei der Löschübung steht also sauberes Arbeiten im Vordergrund. Und in der Regel benötigt eine Gruppe, die den Ablauf zwischen-durch übt, nicht länger als die vorgegebenen 7 Minuten. Es gibt keine Bonus-Punkte, für schnellere Zeiten. So können die Teams auf Konzentration und Ruhe setzen.

Sekundenschnelles Knoten stechen

Wobei zu viel Ruhe auch nicht gut ist. Denn wenn alle Rohre und der Verteiler geschlossen sind, steigt bei Angriffs- und Wassertrupp nochmal das Adrenalin. Dann heißt der Befehl vom Gruppenführer „Knoten und Stiche anlegen“. Die vier Jugendlichen müssen Zimmermannstich, Kreuzknoten, Schotenstich und Mastwurf stechen. Jeder einen aus der Auswahl.

Endspurt im Bundeswettbewerb am Knotengestell. Foto: DJF

Hier zählen Schnelligkeit und Richtigkeit. Für jede benötigte Sekunde zum Anlegen der Knoten und Stiche erhält die Gruppe einen Minuspunkt. Jeweils fünf Fehlerpunkte gibt es für „falsch ausgeführt“ und zehn für „nicht ausgeführt“. Wer zuhause mal üben möchte – die Bestzeiten liegen hier zwischen 6 bis 8 Sekunden. Mit einem lauten „Übung beendet“ des Gruppenführers wird die Zeit gestoppt.

Abschließend nicht zu vergessen, gilt beim Bundeswettbewerb auch das Auftreten der Gruppe. Auf den Bewertungsbögen können die Schiedsrichter den Gesamteindruck benoten. Diszipliniertes, teammäßiges Auftreten lohnt sich also zusätzlich. Aber das ist doch bei der Jugendfeuerwehr selbstverständlich.

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