Erkundung und Beobachtung von Waldgebieten

Feuerwehr-Flugdienst

Hildesheim (NI) – Die Flugbeobachter und Piloten des Feuerwehr-Flugdienstes (FFD) des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen (LFV NDS) sowie Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten sind auf die kommende Einsatzsaison gut vorbereitet und trainierten kürzlich den Einsatz mit ihren Flugzeugen.

Eine der beiden Cessna 206, die der FFD zurzeit im Dienst hat. Foto: Feuerwehr-Flugdienst
Eine der beiden Cessna 206, die der FFD zurzeit im Dienst hat. Foto: Feuerwehr-Flugdienst

Beim diesjährigen Anfliegen des FFD-Stützpunktes in Hildesheim erhielten die Besatzungsmitglieder wieder die obligatorischen Einweisungen und Hinweise für neue Geräte und vertieften ihr Wissen rund um die vorhandene Technik und Einsatztaktiken. Stützpunktleiter Rainer Pflugradt begrüßte auch ein Team des FFD Lüneburg, die bei der Ausbildung des Personals unterstützten.

Erstes Feuer entdeckt

Bei einem Trainingsflug am 4. April 2018 entdeckten die Flugbeobachter bereits das erste Feuer in diesem Jahr. Es handelte sich um einen ausgedehnten Flächenbrand bei Quedlinburg (ST), den die Feuerwehr vor Ort durch die frühzeitige Meldung schnell unter Kontrolle brachte und löschte.

Das erste Feuer, das der FFD in diesem Jahr gesichtet und gemeldet hat, war ein ausgedehnter Ödlandbrand bei Quedlinburg (ST). Foto: Moritz Horn / Feuerwehr-Flugdienst
Das erste Feuer, das der FFD in diesem Jahr gesichtet und gemeldet hat, war ein ausgedehnter Ödlandbrand bei Quedlinburg (ST). Foto: Moritz Horn / Feuerwehr-Flugdienst

Der Feuerwehr-Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ist auf Anforderung der Polizeidirektion bei entsprechenden Wetterlagen tagsüber im Einsatz und absolvieren Überwachungsflüge über große Teile Niedersachsens. Die Hauptaufgabe des FFD ist die Unterstützung der Einsatzleitung am Boden durch detaillierte Lagemeldungen aus der Luft – besonders bei Wald- und Flächenbränden. Der FFD übermittelt als “fliegendes Auge des Einsatzleiters” einsatzkritische Informationen über den Verlauf eines Feuers und führt die am Boden befindlichen Einsatzkräfte zum genauen Einsatzort.

Geschichtliches zum Feuerwehr-Flugdienst

Seit 1962 unterhält der LFV NDS den FFD als verbandseigene Institution. Er hat in Deutschland eine einmalige Einrichtung zur Waldbrandfrüherkennung geschaffen. Der FFD wird mit Unterstützung des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Niedersachsen unterhalten, um dabei zu helfen, großflächige Katastrophen- und Unglücksfälle zu verhindern und zu bekämpfen. Mittlerweile haben die Flugbeobachter in ihrer 56-jährigen Geschichte mehr als 1.000 Brände entdeckt und gemeldet.

2007 wurde die Flotte des FFD modernisiert. Die Flugzeuge vom Typ Cessna 182 (in Lüneburg und Peine) und 172 (in Damme) wurden außer Dienst gestellt. Seitdem war der Stützpunkt Damme ohne Flugzeug, stellte aber weiterhin Personal. Als neues Muster waren seit 2008 zwei Cessna 206 in Lüneburg und Peine-Eddesse im Einsatz. Die beiden Fluggeräte sind mit Digitalfunk, GPS-Geräten zur Satellitennavigation sowie Tablet-PCs und weiteren Einsatzmaterial ausgestattet. Nach der Schließung des Flugplatzes in Peine 2010 stationierte der FFD die dortige Maschine in Hildesheim. 2016 wurde schließlich auch der Stützpunkt Damme geschlossen.

Diese beiden Cessna 206 stehen dem FFD derzeit zur Verfügung. Foto: Olaf Rebmann / LFV NDS
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