Produkt: Feuerwehr-Magazin 6/2019
Feuerwehr-Magazin 6/2019
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EU, WM und TETRA: Die kleine Geschichte des Digitalfunks

Was haben die Europäische Union, die Fußball-Weltmeisterschaft und der TETRA-Digitalfunk miteinander zu tun? Eine kleine Geschichte des Digitalfunks.

Im Rahmen des Schengener Abkommens der Europäischen Union von 1990 sollte ein europaweit einheitlicher Sprech- und Datenfunk für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) eingeführt werden. 1996 wurde von der Innenministerkonferenz eine Projektgruppe Digitalfunk ins Leben gerufen.

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Mit TETRA-Geräten an der Einsatzstelle funken: das sollte nach ursprünglicher Planung in Deutschland eigentlich längst Normalität sein. Doch der Ausbau und Betrieb des Digitalfunks bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist noch immer nicht abgeschlossen. Indessen erzeugt die Milliarden Euro teure Technologie Unsicherheiten bei den Einsatzkräften und sorgt immer wieder für Negativschlagzeilen. Symbolfoto: Feuerwehr-Magazin/Buchenau

Sollte eigentlich zur Fußball-WM 2006 fertig sein…

Ebenfalls Mitte der 1990er Jahre wurde der offene digitale Bündelfunkstandard Terrestrial Trunked Radio (TETRA) entwickelt. Auf diesem beruhend sollte die Tochtergesellschaft DB Telematik der Deutschen Bahn dann 2005 ein Digitalfunknetz bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 fertigstellen und in Betrieb nehmen. Doch die Verhandlungen scheiterten.

Daraufhin erhielt die Firma EADS Secure Networks – später Cassidian, danach Fusion mit Airbus Defence and Space – den Zuschlag zum Netzaufbau. 2007 nahm parallel die Bundesanstalt für den Digitalfunk der BOS (BDBOS) als Gesamtkoordinierungsstelle ihren Betrieb auf. Als Netzbetreiber wurde die Firma Alcatel-Lucent beauftragt, die heute zum Nokia-Konzern gehört.

Ausbau weitgehend abgeschlossen. Oder?

Nachdem ein erster Termin zur Fertigstellung der Infrastruktur 2010 nicht eingehalten werden konnte, ist der Bau des TETRA-Netzes seit 2013 weitgehend abgeschlossen. Doch vielerorts muss nachgebessert werden und noch nicht alle Feuerwehren verfügen über Endgeräte beziehungsweise haben auf den Digitalfunk umgestellt. Dies soll bis 2021 der Fall sein.
Eine Schnittstelle, mit der die Kommunikation zu den Anrainerstaaten Deutschlands möglich ist, existiert derweil nicht. Man beschränkt sich bei Einsätzen im Grenzbereich auf den Austausch von Geräten.

Der Digitalfunk spaltet: Vor- und Nachteile der Technik

Kaum ein anderes Thema spaltet die Feuerwehr so sehr in Befürworter und Kritiker. In der aktuellen Feuerwehr-Magazin Ausgabe 5/2019 beschäftigen wir uns intensiv mit den Problemen der Technologie und räumen mit Gerüchten auf. Dazu haben wir Anwender, Experten und Hersteller befragt. Vorab dazu schon mal eine zusammengefasste Liste der Vor- und Nachteile hier.

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