Feuerwehrfahrzeuge

Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Wien

Wien (Österreich) – Die größte Feuerwehr Österreichs hat mit 46 unterschiedlichen Fahrzeugtypen einen außergewöhnlichen Fuhrpark. Ungewöhnlich ist auch die Wiener Regelung, Einsatzfahrzeuge mit drei Buchstaben zu benennen – in ganz seltenen Fällen zwei, niemals vier Buchstaben. Zur Erklärung haben wir für Euch ein Glossar der Fahrzeugtypen zusammengestellt.

Einsatzfahrzeuge
Zwei GTF bei der Wasserförderung aus der Donau. Foto: Sven Buchenau

Vollständige Fahrzeugliste der BF Wien

37x HLF, MAN TGM 13.290 4×4 BL, Rosenbauer, 2011-2017
13x TLF, MAN TGM 14.290 4×4 BL, Rosenbauer, 2012-2014
30x RLF, Steyr 14 S 28 L36 4×4, Rosenbauer, 2001-2007
KLF, Mercedes Sprinter 516 CDI 4×2, Rosenbauer, 2015
2x GLF, Mercedes Unimog U 5000, Rosenbauer, 2008
5x GTF, Scania G 480 8×4*4, Rosenbauer, 2014-2015
17x DL, 6x Steyr 15 S 23 P46 4×2, 4x Steyr 15 S 28 P51 4×2, 7x Iveco FF 160 E 30, Magirus, 1995-2014
2x TMB, Scania P 400 6×2*4, Bronto Skylift, 2010, 2013
TMF, Scania P 124 8×2*6 420, Bronto Skylift, 2000
15x KDF, Mercedes G 270 CDI, Dlouhy, 1993-2005
7x WLF, Scania P 360 6×4*4, Magirus, 2004-2010
2x WLL, Scania P 340 6×4*2, Lohr/Stubenberger, 2007, 2008
WLK, Scania P 124 8×4*6 420, Lohr/Stubenberger, 2004
WLK, Scania G 480 8×4*4, Magirus, 2013
4x ATF, 3x MAN TGL 8.210 4×2 BL, Steyr 8S22 P36 4×2, Rosenbauer, Dlouhy 2001-2010
LSF, MAN TGL 8.220 4×2 BL, Dlouhy, 2011
UMF, MAN TGL 10.250 4×2 BL, Dlouhy, 2011
2x DEF, Mercedes Atego 823 4×2, VW T4 syncro, Dlouhy, 2018, 2003
2x TAF, Mercedes Sprinter 316 CDI 4×4, Dlouhy, 2004
TRF, Mercedes 814 DA/37 4×4, Dlouhy, 1996
TRF, Mercedes Vario 814 4×4, Rosenbauer, 2009
SGF, MAN TGL 8.220 4×2 BL, Magirus 2015
2x KGF, Mercedes Vito 116 CDI 4×4, Pappas, 2008
IMF, Mercedes Vito 116 CDI 4×4, Dlouhy, 2017
3x IRF, 2x Mercedes Vito 116 CDI 4×4, VW T5 TDI 4Motion, Dlouhy/Eigen, Eigen, 2006-2017
2x NBF, Mercedes Sprinter 316 CDI 4×2, Dlouhy, 2006, 2007
2x ASL, Scania R 144 8×4 530, Eberl, 2000, 2005
ASK, Scania R 500 8×4, Eberl, 2015
WSF, MAN TGL 12.240 4×2 BL, Eberl, 2007
SVM, Mercedes Sprinter 516 CDI 4×2, Dlouhy, 2013
3x ASP, 2x Scania P 94 6×2*6 300, MAN TGM 15.250 4×2 BL, Eberl, 2001-2010
2x KTF, VW LT 35, VW, 1997
HRF, Mercedes Sprinter 519 CDI 4×4, Rosenbauer, 2014
2x KRF, Liebherr LTM 1045, Liebherr, 2005
KPF, Scania P 340 4×4, Stubenberger, 2008
LGF, Scania R 400 6×2*4, Lohr/Schwarzmüller, 2009
VF, Scania G 450 4×4, Eberl, 2018
7x LKW, Mercedes Sprinter, Weinknecht/Pappas, 2000-2018
3x LKW, Steyr 8 S 16 P33 4×2, Steyr, 1999-2014
3x EDF, Mercedes ML 280 CDI 4×4, 2x Ford Mondeo Titanium, Eigen 2007, 2009
29x MTF, 22x Mercedes Vito 116 CDI 4×4, 7x VW T5 TDI 4Motion, Pappas, Eigen, 1999-2018
30x MZF, 25x Ford Focus/Transit Courier, 5x VW Caddy Dlouhy, Eigen, 2004-2017
4x MOT, Honda Transalp PD10, Eigen 1998-2000
RDL, Liebherr L 508, Liebherr, 1994
BGL, JCB 4 CX, JCB, 2008
TKL, Merlo Panoramic 39.10, Mauch, 2016

Glossar

ASK = Abschleppfahrzeug Lkw Kran
ASL = Abschleppfahrzeug Lkw
ASP = Abschleppfahrzeug Pkw
ATF = Atemschutzfahrzeug
BGL = Baggerlader
DEF = Dekontaminationsfahrzeug
DL = Drehleiter mit Korb
EDF = Einsatzdirektionsfahrzeug
GLF = Geländelöschfahrzeug
GTF = Großtanklöschfahrzeug
HLF = Hilfeleistungslöschfahrzeug
HRF = Höhenretterfahrzeug
IMF = Imkerfahrzeug
IRF = Inspektionsrauchfangkehrerfahrzeug
KDF = Kommandofahrzeug
KGF = Kleingerätefahrzeug
KLF = Kleintanklöschfahrzeug
KPF = Kipperfahrzeug
KRF = Kranfahrzeug
KTF = Kleintankfahrzeug
LGF = Logistikfahrzeug
LSF = Leitstellenfahrzeug
MOT = Motorrad
MTF = Mannschaftstransportfahrzeug
MZF = Mehrzweckfahrzeug
NBF = Nachrichtenbaufahrzeug
RDL = Radlader
RLF = Rüstlöschfahrzeug
SGF = Sondergerätefahrzeug
SVM = Servicemobil
TAF = Taucherfahrzeug
TKL = Teleskoplader
TLF = Tanklöschfahrzeug
TMB = Teleskopmastbühne (46 m)
TMF = Teleskopmastfahrzeug (54 m)
TRF = Taucherrüstfahrzeug
ULF = Universallöschfahrzeug
UMF = Umweltmessfahrzeug
VF = Versorgungsfahrzeug Kran
WLF = Wechselladerfahrzeug
WLK = Wechselladerfahrzeug Kran
WLL = Wechselladerfahrzeug Ladekran
WSF = Werkstättenfahrzeug

Branddirektor DI Dr. Gerald Hillinger erklärt die Besonderheiten der Berufsfeuerwehr Wien in einem Kurzinterview. Die gesamte Reportage erscheint am 23. November 2018 im Feuerwehr-Magazin 12/2018. Ihr könnt das Heft auch jetzt schon bei uns im Shop bestellen.

Berufsfeuerwehr Wien
Branddirektor Gerald Hillinger. Foto: Feuerwehr-Magazin / Sven Buchenau

Interview: Sven Buchenau (Redakteur Feuerwehr-Magazin)

FM: Was, glauben Sie, ist das Besondere an der Berufsfeuerwehr Wien?

Hillinger: Die gesamte Struktur unserer Organisation ist sehr stark einsatzorientiert. Das bedeutet, dass nahezu alle Funktionen im Schichtdienst abgebildet werden. Ich sehe diesen starken Praxisbezug unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als klaren Vorteil für die tägliche Arbeit.

FM: Welche großen (Bau-)Projekte/Anschaffungen/Neuerungen stehen in den kommenden Jahren an?

Hillinger: Derzeit läuft gerade der Neubau der Hauptfeuerwache Leopoldstadt, die während der gesamten Bauphase einsatzbereit bleibt. Da sind große logistische Herausforderungen zu meistern. Neben Sanierungen von kleineren Standorten läuft auch die Planung für einen zusätzlichen Standort im neuen Stadtteil Seestadt Aspern.

FM: Worin bestehen zurzeit die größten Herausforderungen für die Berufsfeuerwehr Wien?

Hillinger: Unser Schwerpunkt ist ganz klar die Ausbildung der Einsatzkräfte. In einer sich schnell weiterentwickelnden Zeit versuchen wir permanent mit den Ausbildungsinhalten am Puls der Zeit zu sein – Schlagworte: Haustechnik, Automatisierung, alternative Antriebe.

FM: Wie zufrieden sind Sie mit der Bewerber-Situation auf freie Stellen in den vergangenen Jahren? Inwiefern ist hier eine Entwicklung zu erkennen?

Hillinger: Die Berufsfeuerwehr in Wien hat sich seit Jahren als attraktiver Arbeitgeber etabliert und damit ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber konstant hoch. Entgegen dem allgemeinen Trend Aufnahmekriterien zu vereinfachen, haben wir in letzter Zeit die Anforderungen für neue Einsatzkräfte nochmals angehoben.

Berufsfeuerwehr Wien
Die Hauptfeuerwache Floridsdorf gehört zu einer der moderneren der BF Wien. Hier befindet sich auch das Ausbildungszentrum. Foto: Feuerwehr-Magazin / Sven Buchenau

Der in Salzburg geborene und aufgewachsene Gerald Hillinger absolvierte in den 1980er Jahren das Studium der Technischen Chemie an der Technischen Universität Wien. Sein Doktorat schloss er 1991 ab. 1993 begann er mit der Offiziersausbildung bei der Berufsfeuerwehr Wien. 10 Jahre später wurde er zum Sektionsleiter der Brandschutzsektion I und 2004 zum Geschäftsgruppenleiter für Personal und Organisation in der BF Wien ernannt. 2006 stieg er zum stellvertretenden Branddirektor auf, 2009 wurde er zum Branddirektor und Abteilungsleiter der Magistratsabteilung 68 bestellt. Seit demselben Jahr ist er Landesfeuerwehrkommandant von Wien und Vizepräsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.

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