Klagen über Sondersignal-Lärm in Erfurt

Erfurt (TH) – In Erfurt gibt es Beschwerden über den Sondersignal-Einsatz bei Nacht, wie die Zeitung „Thüringer Allgemeine“ berichtet. Ein Leser hatte sich beschwert: Die Straßen seien nachts menschenleer. Zudem gebe es sinnvollere Verbindungen für Einsatzfahrzeuge.

Artikel: „Bürger klagen über nächtlichen Lärm durch Sondersignale“ (Thüringer Allgemeine, 30. Juli 2013)

44 Kommentare zu “Klagen über Sondersignal-Lärm in Erfurt”
  1. Das ist doch nicht Ernst oder? Wie dumm werden Deutschlands Bürger noch? *Kopfschüttel* Wir als Einsatzkräfte (egal ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst) fahren ja auch aus Spaß Nachts durch die Gegend.

  2. Immer wieder dieselbe Diskussion *kopfschüttel* irgendwann – in nicht all zu ferner Zukunft – gibt es niemanden mehr, der nachts Krach macht: lang lebe der demografische Wandel und die Existenznot der Feuerwehren…. :-/

  3. Das ist wieder typisch solange es nicht selber betrifft kann man ja meckern aber wehe wenn man die Rettungskräfte mal selber brauch dann heißt es “wie lange brauchen die denn”!!!Habe das sehr oft erlebt an Einsatzstellen “warum brauchen Sie so lange”

  4. vermutlich haben diese Leute schon erfolglos versucht, die Feuerwache zu verhindern/zu schliessen, jetzt regen sie sich halt über jeden Pups auf, weil sie ja die FW ohnehin nicht haben wollten. Uns bleibt der Gleichmut, denn auch diese Leute werden mal alt und brauchen unsere Hilfe

  5. Aber wehe man fährt nur mit Blaulicht und verursacht einen Unfall, dann wird man wie im Fall “Hamburg” mit 6 Monaten auf Bewährung verurteilt. Unverständlich auch, das auf Grund einer Beschwerde die Feuerwehr nachgibt und direkt die Route ändert. Was passiert wenn sich jemand auf der neuen Strecke beschwert, bleiben dann die Fahrzeuge einfach auf der Wache? Armes Deutschland.

  6. FF´ler

    Es gibt doch echt genung Vollde** ! Sondersingalanlagen sind ja auch nur zum ärgern da!

  7. Das man überhaupt so einen Blödmann eine Bühne für so ein Schwachsinn bietet. Einfach ignorieren. Sonst gibt der nie Ruhe. So einer denkt sich doch nur noch mehr aus worüber man sich beschweren kann, wenn man darauf ein geht. *Augenroll*

  8. Dazu kann ich nur sagen es steht ihm ja frei auf eine einsame Insel zu ziehen dort gibt es sicher keinen Lärm von Sondersignalen ….aber auch keine Retter die schnell zur Stelle sind.

  9. Die Leute die sich beschweren sollten sich mal genauer informieren warum das so ist. Ein besuch zum tag der Offenen Tür der Örtlichen Feuerwehr währen für solche Leuten auch nicht verkehrt, ebenso das sie beim Ausbildungsdienst mal hin und wieder anwesend sind.

  10. JoeFrit

    Es gehört einfach zum Großstadtlärm dazu. Als nächstes darf die Straßenbahn auch nicht mehr fahren, weil die zu viel Krach macht, wenn sie in die Kurve fährt.

    Wobei man auch sagen muss, dass die in Erfurt mit ihrem Ami-Sirenen-Sound (Wail) schon gewöhnungsbedürftig sind.

  11. Haha was ist da den Schief gelaufen. Und Deutschland verändert sich auch sehr ! Bald wird es kein Ehrenamt mehr geben weil di Leute auch keine Lust mehr auf Helfen haben . Weil immer irgendjamend was zu Mekern hat 🙁

  12. Demnächst kommt dann ein Leserbrief: Anwohner durch Feuerwehreinsatz bei Nachbarn gestört usw. Wenn er bei sich zu Hause einen Notfall hätte und die FW/POL oder den RD bräuchte wäre ihm die Nachtruhe der Anderen sicherlich egal. Armes Deutschland!

  13. Marcel Lindhorst

    Wenn ich sowas höre bekomme ich schlechte Laune. Aber auch diese Menschen brauchen irgendwann Hilfe. Mehr sage ich dazu nicht.

  14. Kubschi112

    Laut Gesetz sind wir verpflichtet vom Feuerwehrhaus bis zum Einsatzort mit Signalhorn zu fahren!…Punkt….Bei uns haben sich die Anwohner auch beschwert,daraufhin machen wir nachts das Horn nur an den Kreuzungen an….Am Tag natürlich alles an was geht…

  15. Früher hat man solche Leúte in Acht und Bann geschlagen und aus dem Ort gejagt!

  16. Bei uns gab es meines Wissens nach darüber noch keine Beschwerden.
    Was wohl aber auch daran liegt, dass wir Nachts seltenst mit Martinshorn fahren.

    Allerdings gab es sehr wohl schon Beschwerden über ein zu lautes Stromaggregat während der Einsatzabarbeitung seitens der Nachbarn. Da stellt man sich nun wirklich die Frage, ob diese Leute wenigstens noch Luft im Kopf haben… Oder wirklich rein garnichts….

  17. Ich halte es im Grunde so: ist höchste Eile geboten, fährt der Maschinist nur mit “blau”, und dann kennen wir unsere Kreuzungen: wo Gefahr bestehen könnte, wird das Signalhorn eingeschaltet….und wenn dann Beschwerden kommen, lade ich die Leute gern auch auf der öffentlichen Plattform der Beschwerdeführung zu einem Besuch bei uns ein. Leider ist bisher noch niemand bei uns gewesen, stattdessen werde ich beim Einkaufen oft persönlich für den fehlenden Schlaf in der vergangenen Nacht verantwortlich gemacht. Ein kleiner, ernst gemeinter Scherz entspannt die Lage dann oft und wir haben wieder einen aktiven Fürsprecher und Verteidiger gewonnen. Fazit: es bringt uns einfach nichts, über diese Mitbürger zu schimpfen. Menschen sind halt so, wie sie sind. Klar, in Großstädten geht so etwas natürlich nicht!

  18. Leute, lest euch doch den Artikel mal durch. Ich habe selbst schon erlebt, wie sich sogar Lokalpolitiker über den Martinshorn-Einsatz aufgeregt haben. Wenn die Kritik nicht gerechtfertigt ist, dann habe ich auch kein Verständnis dafür.
    Der namentlich genannte Bürger in Erfurt hat vorgeschlagen, dass die Rettungsfahrzeuge eine schnellere Route nutzen sollen. (Konstruktive Kritik)
    Zitat aus dem Artikel:
    “Unverständlich ist”, schrieb er an die TA, “dass häufig die Haarbergstraße und die Kranichfelder Straße für Einsatzfahrzeuge genutzt werden, obwohl es eine bessere und schnellere Verbindung über die Wilhelm-Wolff-Straße und Rudolstädter Straße mit weniger Ampeln und breiterem Ausbau gibt.” Heulende Sirenen und Blaulicht würden hier den Bewohnern häufig den Schlaf rauben.

    Wenn man §38 nutzen muss, dann braucht sich dafür auch keiner aufregen.
    Aber genau dieser Paragraf ist nicht immer anzuwenden, auch interessant im Falle eines Unfalles.

    Dort steht nämlich:
    “Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.

    Kommt alle gut an und lasst auch ein wenig die Vernunft walten.

    Viele Grüße aus Bayern

  19. Huber37

    Wie alles aht auch diese Beschwerde zwei Seiten. wohne ich auf dem Dorf und einmal im Quartal geht die Sirene bei Nacht – geschenkt. Wohne ich in einer engen Strasse bei einer Feuer/Rettungswache und jede nacht stösst einer 10 – 20 mal ins Horn sieht die Sache anders aus. Wir Feuerwehrler sollten uns auch mal in den anderen Versetzen. Sciher gibt es viele Blödmänner die uns das Leben schwer machen. Aber nicht jede Beschwerde ist sinnfrei. In unserem Ort (knapp 6.000 Einwohner) fahren wir nachts meist ohne Horn. Zum einen schonen wir die Nerven der Bürger, zum anderen haben wir dann wesentlich weniger Gaffer. Das Horn sollte nachts nicht nur aus Prinzip eingesetzt werden, sondern nur dann wenn es notwendig ist. Und es sollte sich jeder überlegen: Bin ich bei Nacht mit Horn wirklich schneller? Ich brauch es nur zur Inanspruchnahme der Wegerechte. Um – etwas – schneller zu fahren brauch ich es nicht (Sonderrechte). An einer grünen Ampel, einer Vorfahrtsstrasse – brauch ich es nicht. Also erst Hirn einschalten, dann das Horn. Und das Miteinander klappt wieder ein wenig besser.

  20. frank kl

    Alle Fahrzeuge mit Martinshorn sollten solche Leute mal besuchen nachts um 2 ich stehe auch Nachts aus Spaß auf wenn der Piepser jodelt ;
    zum kotzen sowas

  21. bleiente

    Es gilt aber auch der §1 der StVO UNEINGESCHRÄNKT. Und in dem steht ja nicht nur, dass ich niemanden verletzen, sondern auch niemanden mehr als über Gebühr BELÄSTIGEN darf.

    Außerdem sagt der §38 der StVO ja auch, dass das Blaulicht allein auf Einsatzfahrten zulässig ist und Blaulicht + Martinshorn nur dazu da ist, damit mir die anderen Verkehrsteilnehmer freie Bahn schaffen müssen. Das heißt aber auch, dass ich auf einer vorfahrtberechtigten Straße nicht mit Horn fahren muss, wenn vor mir keine Autos sind.

    Denn ihr hupt ja auch nicht vor jeder Einmündung, wenn ihr privat mit dem PKW unterwegs seid, oder?

  22. TycoonGermany

    Mein Mann war bei einer BF in Deutschland (habe ihn kennen- und lieben gelernt, als ich dort Verwaltungschefin war). Habe oft im 24-Std.-Dienst vor seiner Wache im Wohnmobil geschlafen und auf ihn gewartet. War ein Brennpunkt in dieser Stadt mit vielen Einsätzen! Weil ich selber aber auch viel arbeite (und deshalb müde war) und für mich das Martinshorn eine positive Erfahrung ist (da kommt jemand zum Helfen!), habe ich geschlafen wie ein Bär. Habe als Kind um die Ecke einer Feuerwache gewohnt (auch Großstadt) und es hat nie gestört.
    Heute kleine Gemeinde mit weniger Einsätzen (Wache ist wieder um die Ecke) und es stört nicht. Fühle mich sicher, weil ich weiß, da opfern liebe Menschen viel Zeit und setzen sich Gefahren aus. Hoffentlich kommen sie nie zu mir, aber ich weiß, sie sind immer (!) für mich da. Was ich besonders bewundere, ist, dass sie sogar oft zu Einsatzorten fahren müssen, wo eine enge persönliche Beziehung vorliegt.
    Super und vielen Dank allen Ehrenamtlern, Hauptamtlern und Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, Zoll, BGS und so weiter. Sie schützen unser Leben und unsere Güter! Ohne sie wäre das Leben unsicherer, Danke und mich dürft ihr jederzeit mit Blaulicht und Martinshorn wecken, um anderen zu helfen. Allzeit gute Fahrt!
    PS. Ich habe als Verwaltungschefin der BF genug Idioten erlebt, die die Feuerwehr verklagen wollten, wenn sie nicht schnell genug waren (trotz Einhaltung der Zeiten nach Alarm- und Ausrückeordnung) und die anderen, weil es zu einem Unfall gekommen ist, obwohl unter Sondersignal gefahren wurde und es zu einem Unfall kam. Mein Rat war, fahrt immer zu jeder Zeit bei Einsätzen mit Sondersignal, um euch vor den Folgen zu schützen.

  23. @Tobi:
    “Der namentlich genannte Bürger in Erfurt hat vorgeschlagen, dass die Rettungsfahrzeuge eine schnellere Route nutzen sollen. (Konstruktive Kritik)
    Zitat aus dem Artikel:
    “Unverständlich ist”, schrieb er an die TA, “dass häufig die Haarbergstraße und die Kranichfelder Straße für Einsatzfahrzeuge genutzt werden, obwohl es eine bessere und schnellere Verbindung über die Wilhelm-Wolff-Straße und Rudolstädter Straße mit weniger Ampeln und breiterem Ausbau gibt.” Heulende Sirenen und Blaulicht würden hier den Bewohnern häufig den Schlaf rauben.”

    Konstruktive Kritik? Nunja. Schauen wir doch mal auf der Karte nach, in welche Gebiete die Routen Haarbergstraße/Kranichfelder Straße bzw. Wilhelm-Wolff-Straße/Rudolstädter Straße führen. Sieht schon etwas unterschiedlich aus.
    Mal sehen, was der Routenplaner dazu sagt. Na sowas, egal wohin in der Stadt, es geht wohl am schnellsten über die Kranichfelder Straße oder – in wenigen Fällen – über Am Herrenberg. Der Weg über die Rudolstädter Straße würde auf jeden Fall einen Umweg von 1,5-2 km bedeuten.
    Und wie sehen die Straßen so aus? Die Kranichfelder Straße ist auch noch mit zwei Spuren pro Richtung – größtenteils auch noch von der Gegenspur baulich getrennt – ausgebaut, die anderen Straßen jeweils nur mit einer. Da ist natürlich kaum verständlich, warum man sich mit den Feuerwehrfahrzeug eine Strecke aussucht, die möglichst wenig Behinderungen mit sich bringt.

    Vielleicht sehe ich das nur zu eng, aber konstruktive und vor allem angebrachte Kritik sieht für mich doch etwas anders aus.

  24. Lieber Herr X in Zukunft fährt alles was Blaulicht hat nur noch in der zeit von Mo. bis Freitag und das nur von 09:00Uhr bis 13:00Uhr und von 15:00Uhr bis 21:00Uhr und an den freien Tagen müssen sich die Leute halt selbst helfen!!!!

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