Kampf um Mitgliederschwund – so geht es nicht

Jugendfeuerwehr ausgesperrt: Gemeinde verplombt Feuerwehrhaus

Seegebiet Mansfelder Land (ST) – Seit der Zusammenlegung von drei Feuerwehren kochen die Gemüter in der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land (Kreis Mansfeld-Südharz) hoch. Laut Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) ließ die Gemeinde am 1. September das Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Hornburg verplomben und ihren Mannschaftsbus abschleppen. Damit sitzen 14 Jugend- und 16 aktive Feuerwehrleute vor der Tür. Der Zusammenschluss sieht vor, dass die Hornburger in das 5 Kilometer entfernte Erdeborn fahren müssen. Damit falle die wichtigste Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen des 300-Seelen-Ortes weg. Ortsbürgermeisterin Catherine Kayser äußert sich beim MDR über die Situation.

8 Kommentare zu “Jugendfeuerwehr ausgesperrt: Gemeinde verplombt Feuerwehrhaus”
  1. So kann man Jugendarbeit in seinem eigenen Ort kaputt machen und wundern sich dann das Jugendliche irgendwo besoffen rumhängen oder aus Frust was demolieren.

  2. Damberg

    Hallo Leute, das Ganze sieht ein bischen nach Obrigkeits-Staat aus. Ich gebe Befehle und Du gehorchst. Mit Sicherheit werden zwei nicht mitgenommen: Die Kameraden, die bereit sind Tag und Nacht ihr Leben und ihre Gesundheit für Andere zu riskieren und die Jugend, die solche politischen Symbole überhaupt nicht gebrauchen kann, da sie von negativen Amtsträgern schon genug gelesen hat. Jedes kleine Mist-Dorf braucht eine Freiwillige Feuerwehr, als Stütze der Gesellschaft, as Vorbild für die Jugend und als Retter in höchster Not. Beamtete Bauamtsleiter sind meistens am Wochenende und in der Nacht, nicht erreichbar – die Feuerwehr schon,
    Denkt nach und handelt weise.

  3. Nurcan Turan

    So ein Schwachsinn : die Kinder brauchen das Gerätehaus in ihrer unmittelbaren Umgebung. Wenn das Gerätehaus nicht bestehen würde, kann ich den politischen Aktion verstehen.

  4. Matthias

    daran kann man sehen, was der Gemeinderat von der Feuerwehr hält!

  5. Der Dieter

    Informiert euch bitte erst einmal über die Hintergründe. Die Jugendfeuerwehr jetzt vorzuschieben, bei einem Streit über eine Zusammenlegung von drei Ortsfeuerwehren, der bereits über 4 Jahre geht, ist meines Erachtens erbärmlich. Das Vorgehen und die Aussagen auf beiden Seiten (Verwaltung und Feuerwehr) sind sehr zweifelhaft.

    Ich empfehle jeden die Internetseite der Mitteldeutschen Zeitung (mz-web.de), dort in der Suche “Feuerwehr Hornburg” eingeben. Da kriegt man jede Menge Artikel zu dieser unsäglichen Geschichte angezeigt und kann sich ein eigenständiges Bild machen. Die Berichterstattung des MDR hat schon “Bild-Zeitungs-Niveau”.

    Es zeigt sich jedoch, dass Zwangszusammenlegungen von Feuerwehren nichts bringen, sondern auf freiwilliger Basis stattfinden sollen. Leider wird dies in Sachsen-Anhalt mit der gängigen Fördermittelpraxis bei Gerätehausneu/-umbauten (wer sich zusammenschliesst wird bei der Vergabe bevorzugt) forciert und die klammen Gemeinden sind mehr oder weniger zur Zusammenlegung (auch zwangsweise) von Feuerwehren gezwungen.

  6. Wo ist da unsere Regierung? Wieso nimmt man hier kein Geld in die Hand und sorgt dafür das jeder Ort seine Feuerwehr hat?
    So kann man Jugendarbeit zerstören. . . .
    Armes Deutschland. . .

  7. Manche Wehren würden sich über solche Mitgliederzahlen freuen, besonders so viele im Jugendbereich, die später auch einmal in die Einsatzabteilung wechseln werden. Viele Dörfer kämpfen mit Mitgliederzahlen und Nachwuchs, und dort, wo man welche hat wird Ihnen der Weg versperrt und mit Knüppeln vor die Beine geschlagen. Anscheinend wissen die Herren der Schöpfung nicht, wie viel lebenswichtige Zeit bei einer Anfahrt von 5km + Umziehen und Ausrücken verloren geht. Da sind die geforderten Ausrückezeiten ja gar nicht mehr einzuhalten. Vor allem den Jugendlichen wird hier die Lust auf das Ehrenamt gründlich versaut! Eine Schweinerei!

  8. kruse wolfgang

    Was für Schwacköpfe sind da am Werk???
    Bin jahrelang aktiva Fw-Mann gewesen. Ich wünsche den Verantwörtlichen keinen wohl gemerkt keinen -roten Hahn auf dem Dach. Aber diese Leute wissen gar nicht was es für einen Fw-Mann bedeutet sein Leben zu riskieren für ihm wildfremde Menschen und das zu jeder tages- und Nachtzeit, es sei denn er ist zeitweilig gesundheitlich verhindert.

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