Weinheim (BW) – Die Feuerwehr Weinheim hat am Gründonnerstag zwei Spaziergänger oberhalb des Funkturms bei Nächstenbach aus einem steilen Hang gerettet. Weil die genaue Position der Betroffenen zunächst unklar war, suchten Feuerwehr und Rettungsdienst das Gelände gemeinsam ab. Parallel liefen weitere Einsätze im Stadtgebiet.
Feuerwehrkräfte sichern die Personen im Hang, eine abgestürzte Person mithilfe einer Schleifkorbtrage nach oben gezogen wird. (Bild: Feuerwehr Weinheim)
Kurz nach 16 Uhr alarmierte die Leitstelle Rhein-Neckar die Feuerwehr zu einer Personenrettung in das Waldgebiet bei Nächstenbach. Zwei Spaziergänger im Alter von 79 und 81 Jahren waren dort nach Angaben aus dem Einsatzbericht von einem Waldweg abgekommen und in einem steilen Hangbereich etwa fünf bis zehn Meter abgerutscht. Zunächst stürzte eine Spaziergängerin ab, der zweite Betroffene kletterte hinterher, um zu helfen. Anschließend konnten sich beide nicht mehr selbst aus dem Gelände befreien.
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Da eine genaue Ortung wegen technischer Einschränkungen des Mobilfunkgeräts zunächst nicht möglich war, richteten die Kräfte am Waldparkplatz Weiler-Nächstenbach einen Bereitstellungsraum ein. Nach einer Lagebesprechung starteten Feuerwehr und Rettungsdienst die Suche. Erst nachdem die Leitstelle wieder Telefonkontakt zu den Notrufenden herstellen konnte und diese ihren Standort beschrieben, lokalisierten die Einsatzkräfte die beiden Spaziergänger nahe der Schutzhütte „Roth“ an einem Rundweg.
Vor Ort sicherte die Feuerwehr die Betroffenen mit Absturz- und Seiltechnik. Eine Spaziergängerin retteten die Einsatzkräfte mit einer Schleifkorbtrage aus dem Hang auf den Waldweg. Der zweite Spaziergänger stieg mit Unterstützung von Feuerwehrangehörigen und einem Sicherungsseil selbst nach oben.
PDF-Download: Download Erste Hilfe für Feuerwehrleute
Anschließend brachte die Feuerwehr einen der beiden mit einer Krankentrage des Rettungswagens zu einem geländegängigen Kleineinsatzfahrzeug und transportierte ihn damit zum Waldparkplatz. Den zweiten Spaziergänger fuhren die Kräfte mit einem weiteren Kleineinsatzfahrzeug aus dem Gelände. Dort übernahm der Rettungsdienst die weitere Sichtung und Versorgung. Nach der Untersuchung stand fest: Beide kamen ohne Verletzungen davon, ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich.