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Sind Insekten ein Fall für die Feuerwehr?

Wespennest-Entfernung durch die Feuerwehr

Die Feuerwehr kann in besonderen Fällen angefordert werden, ein Insektennester zu entfernen. Dafür bedarf es selbstverständlich der richtigen Ausrüstung. 

Wespe
Wespe Symbolfoto: Michael Rüffer

Ein Fall für die Feuerwehr nur bei Gefahr

Wespen, Bienen und Hornissen stellen grundsätzlich keine Gefahr dar, sie können jedoch stechen. Dies ist schmerzhaft, in der Regel aber nicht gefährlich oder gar tödlich. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie (2 bis 3 Prozent der Bevölkerung) können Stiche schwerwiegende Folgen haben. Die Feuerwehr rückt zu Insektennestern nur dann aus, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt.

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Zum Beispiel wenn Wespen ein Nest direkt am Schlafzimmerfenster eines Allergikers gebaut haben. Viele Berufsfeuerwehren besitzen einen Gerätewagen Tierrettung, auf dem ein Imkeranzug plus Zubehör verstaut werden kann. Ohne die richtige Ausrüstung kann die Feuerwehr nicht tätig werden.

Eine Gefahr durch Insekten ist dann gegeben, wenn zum Beispiel die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Das kann in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen der Fall sein.

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Wissenswertes über Wespen und Hornissen

Die Nester der in Staaten lebenden mitteleuropäischen Wespen, Hornissen und Hummeln sind immer einjährig. Im Spätsommer wachsen junge Königinnen und Männchen heran, die zum “Hochzeitsflug” die Nester verlassen. Die Männchen sterben nach der Paarung, die Jungköniginnen suchen sich außerhalb des Nestbetriebs geschützte Überwinterungsplätze.

Die alte Königin und ihre Arbeiterinnen sterben im Herbst. Die verlassenen Nester können dann gefahrlos beseitigt werden. Sie werden auch im nächsten Jahr nicht mehr bezogen. Bei vorsichtiger Annäherung an Nester und mit der Bereitschaft, innere Vorbehalte und Vorurteile zu überwinden, können sich interessante Beobachtungsmöglichkeiten bieten. Ein Wespenvolk zählt etwa 1.000 Tiere. Ein Hornissenvolk kommt auf etwa 300 Tiere. Zum Vergleich: Ein Bienenvolk umfasst bis zu 50.000 Tiere.

5 Sicherheits-Tipps

  1. Haltet Abstand von etwa 2 bis 3 Meter. Vermeidet in diesem Bereich Erschütterungen und das Versperren der Einflugschneise.

  2. Haltet Kinder von Nestern fern.

  3. Niemals mit Gegenständen in einem Nest stochern und auch keine Wasserschläuche auf Nester richten.

  4. Tiere im Nestbereich nicht anatmen.

  5. Niemals eigene Bekämpfungsaktionen versuchen, beispielswiese Ausschwemmen, Ausbrennen oder Chemikalien einsetzen.

Verhalten bei Insektenstichen

Für gesunde Menschen ist ein Stich zwar lästig, aber nicht gefährlich. Selbst nach zahlreichen Stichen sind keine Vergiftungen mit eventuell tödlichem Ausgang zu erwarten. Sollte der Stachel steckengeblieben sein, diesen möglichst schnell entfernen. Achtung: den Stachel nicht mit den Fingern herausziehen, da sonst das restliche Gift aus der Giftdrüse in die Einstichstelle gedrückt wird. Stachel mit dem Fingernagel wegkratzen. Der anfängliche Schmerz nach einem Stich und die lokale Schwellung sind normale Reaktionen. Sie gehen nach einiger Zeit von selbst zurück. 

Kühlt die Einstichstelle mit Eisbeuteln oder kalten Umschlägen. Bei Stichen im Hals und Mundbereich sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Das Lutschen von Eis und kalte Umschläge können Schwellungen im Hals und Mundbereich verringern. Werden Kleinkinder von Bienen, Wespen oder Hornissen gestochen, ist unverzüglich ebenfalls ein Arzt aufzusuchen. Zu kritischen Reaktionen kann es nur dann kommen, wenn Menschen auf bestimmte, in den Mischgiften enthaltene Eiweißkörper stark allergisch reagieren (Kreislaufprobleme, Herzrasen, Atemnot, Nesselsucht oder Anzeichen eines Schocks) oder der Stich in den Rachen erfolgt. Hier ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich. Allergiker sollten unbedingt ein Notfallmedikament bei sich tragen.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Moin moin,

    Bemerken Sie, dass die betroffene Gliedmaße nach dem Stich stark anschwillt, sollten Sie unbedingt rasch einen Arzt aufsuchen. Bildet sich zusätzlich ein Hautausschlag oder leiden Sie an Juckreiz, Atemnot, Schwindel, Herzklopfen oder Schwellungen in Gesicht und Mund, sowie generell bei Stichen im Hals und Mundbereich mit Schwellung, sollten Sie einen Notruf unter der 112 absetzen.

    Rasante oder massive Reaktionen auf Insektenstiche sollten nicht unterschätzt werden und erst Zeit damit verloren werden, selbstständig einen Arzt aufsuchen zu wollen.

    Es grüßt freundlich
    Alexander Adam

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Ausrüstung ist nicht das Problem.
    Eine Plastiktonne mit Deckel und ein großes Messer. Deckel drauf und auswildern. Kappt seit Jahren so.

    Auf diesen Kommentar antworten

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