Inferno zerstört eine Kleinstadt

Waldbrände Kalifornien: Was wir über die verheerenden Feuer wissen

Kalifornien (USA) – Die Feuerwehrleute in Kalifornien kämpfen weiter gegen die Flammen. Doch die Ausmaße der aktuellen Waldbrände in Kalifornien ist einfach nur schrecklich:  mindestens 50 Tote, nach wie vor unzählige Vermisste, über 6.500 Häuser wurden bereits zerstört. Mehr als 8.000 Feuerwehrleute kämpfen seit einigen Tagen gegen die Flammen nahe der US-Westküste.

Feuerwehrmann vor Waldbrand
Immer wieder kommt es in Kalifornien zu schweren Waldbränden. Symbolfoto: W. Kreuzer

Besonders dramatisch steht es um die 26.000-Einwohner-Stadt Paradise. Am 8. November breitete sich ein Waldbrand in der Region Butte County, zirka 100 Kilometer nördlich von Sacramento, extrem schnell aus. So standen innerhalb eines Tages mehr als 50.600 Hektar Land in Flammen. Die Stadt Paradise musste komplett geräumt werden. Und kurz darauf erfassten schließlich die Flammen die Kleinstadt. Nach Behördenangaben zerstörten sie Paradise großflächig zirka 6.500 Häuser. Bislang kamen hier durch die Brände mehr als 35 Menschen ums Leben, wurden in ihren Häusern verbrannt oder in ihren Pkw von Flammenwellen überrascht.

Heftige Bilder im Video der Frankfurter Allgemeine Zeitung:

Auch zirka 780 Kilometer südlich fegte in den letzten Tagen ein Feuer durch die Wälder. Sie breiteten sich bis in die berühmte Küstenstadt Malibu, unmittelbar nördlich an Los Angeles angrenzend, aus. Hier fanden die Rettungskräfte bereits am 9. November zwei Menschen, die dem Feuer zum Opfer gefallen waren. In der Region mussten fast 150.000 Menschen ihre Häuser verlassen, bevor auch hier die Flammen Wohngebiete erreichten und zahlreiche Häuser zerstörten. Betroffen sind hier 39.300 Hektar Land, rund 435 Gebäude wurden zerstört.

Opfer der verheerenden Waldbrände wurde auch TV-Superstar Thomas Gottschalk. Seine Villa in Malibu brannte komplett ab. “Ich möchte wirklich vermeiden, jetzt überall mein Elend zu klagen. Es gibt größeres Elend auf der Welt”, betont Gottschalk gegenüber dem Radiosender Bayern 1 in einem Interview. Der Moderator nimmt damit auch Rücksicht auf die vielen größeren Schicksale rund um die Waldbrände in seiner Wahlheimat.

>>Bayern 1-Interview mit Thomas Gottschalk<< 

Seine Frau Thea war durch die Feuerwehr informiert worden. Gottschalk: “Es gibt da so einen reverse emergency call. Normalerweise ruft man die Feuerwehr an und es gibt auch Fälle, in denen einen die Feuerwehr selber anruft und sagt: ,Jetzt raus!’. Ich muss allerdings auch sagen, wäre das mitten in der Nacht passiert, hätte das anders aussehen können.”

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Vor allem die Winde machen die Waldbrände in Kalifornien für die tausenden Feuerwehrleute weiter kaum kontrollierbar.

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