Produkt: Grafik-Paket Sonderheft Hubrettungsfahrzeuge
Grafik-Paket Sonderheft Hubrettungsfahrzeuge
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Roboter schweißen Leitersätze für Drehleitern

Rosenbauer eröffnet in Karlsruhe Fabrik der Zukunft

Karlsruhe (BW) – Rosenbauer hat in dieser Woche ein neues Produktionswerk am Karlsruher Rheinhafen eröffnet. Es handelt sich dabei um die erste, robotergestützte Fertigung von Leitersätzen für Drehleiterfahrzeuge weltweit. Durch die nahezu vollständige Digitalisierung der Produktion wurde eine Fabrik der Zukunft geschaffen. Insgesamt investierte Rosenbauer rund 4,2 Millionen Euro in das neue Werk.

Darf bei keiner Eröffnungsfeier fehlen: das Durchschneiden des roten Bandes. An der Schere: Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (Mitte). Links im Bild: Daniel Tomaschko vom Rosenbauer Vorstand, rechts der Leiter des Kompetenzzentrums Hubrettungsgeräte Michael Kristeller. (Bild: Hegemann)

Vor 22 Jahren übernahm die Rosenbauer International AG die Firma Metz. Der traditionsreiche deutsche Feuerwehrgeräte- und Fahrzeughersteller war einige Jahre zuvor in wirtschaftliche Turbulenzen geraten und hatte mehrmals den Besitzer gewechselt. Metz produzierte damals in Karlsruhe und Luckenwalde. Beide Standorte hat Rosenbauer in den letzten Jahren ausgebaut. Allerdings wurde der Name Metz aufgegeben. Auch die Hubrettungsfahrzeuge tragen seit 2015 den Namen Rosenbauer. 

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“Der Standort Karlsruhe ist unser weltweites Kompetenzzentrum für Hubrettungsgeräte”, erklärte Rosenbauer Vorstandsmitglied Daniel Tomaschko bei der feierlichen Eröffnung. “In weltweit 12 Werken produzieren wir rund 2.500 Feuerwehrfahrzeuge pro Jahr.” Rund 500 der insgesamt 3.800 Rosenbauer-Beschäftigen arbeiten in Karlsruhe. Dieter Siegel, CEO von Rosenbauer International: „Mit dem neuen, digitalisierten Produktionswerk machen wir einen großen Schritt in Richtung Industrie 4.0 und sichern unsere internationale Wettbewerbsposition bei Hubrettungsgeräten nachhaltig ab.”

Ein Roboter schweißt in dieser Zelle ein Leiterelement komplett zusammen. Dieses Verfahren in der Produktion von Hubrettungsgeräten ist aktuell weltweit einzigartig. (Bild: Hegemann)

In drei sogenannten Roboterzellen können bis zu 250 Leitersätze pro Jahr hergestellt werden. In zwei Zellen entstehen bis zu 13 Meter lange Leiterteile, in einer die bis zu 6 Meter langen Korbarme.  Die Teile kommen als Datensätze in die Fertigung, werden auf Lasermaschinen zugeschnitten und mit passgenauen Schlitzen, Bohrungen, Laschen und Zapfen versehen. Im nächsten Arbeitsgang werden sie auf speziellen Vorrichtungen positioniert und von Menschen geheftet. Schlüsseltechnologie der neuen Fertigung ist die Schweißung der Leitersätze auf völlig neuentwickelten Roboteranlagen. Bei heutigen Gelenk-Drehleitern mit 30 Meter Rettungshöhe bestehen diese aus mehr als 1.500 Einzelteilen. Die Schweißroboter verfügen über eine Laserabtastung und Stereokameras, um punktgenau erkennen zu können, wo eine Schweißnaht zu setzen ist.

Die Fertigung von Drehleitern isrt nach wie vor personalintensiv. Viele Arbeiten müssen von Menschen ausgeführt werden. (Bild: Hegemann)

„Wir können hier selbst die komplexesten Leitersätze hochpräzise und parallel fertigen und arbeiten mit einem völlig neuen Logistikkonzept. Der gesamte Produktionsprozess wird dadurch extrem effizient und wir heben gegenüber einer klassischen Fertigung Produktivitätspotenziale von bis zu 40 Prozent“, sagt Tomaschko. 

Von außen mag man kaum glauben, dass sich in dieser Halle im Rheinhafen in Karlsruhe die modernste Fertigung für Leitersätze für Hubrettungsfahrzeuge weltweit befindet. (Bild: Hegemann)

Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: „Es freut mich sehr, dass mit dieser Investition des Rosenbauer Konzerns ein klares Bekenntnis zum Standort Karlsruhe und zur Sicherung von Arbeitsplätzen gegeben wird. Die lange Geschichte der Entwicklung von Feuerwehrgeräten in unserer Stadt wird damit fortgeschrieben und Karlsruhe als Innovationsstandort somit weiter gestärkt. Die Rosenbauer Karlsruhe GmbH ist und bleibt einer der wichtigsten lokalen Akteure, der die Stärke des Wirtschaftsstandortes Karlsruhe nach außen trägt.“  

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