Produkt: Feuerwehr-Magazin 8/2019
Feuerwehr-Magazin 8/2019
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Übung mit der Jugendfeuerwehr

Realistische Notfalldarstellung: Ganz schön echt

Wenn die Feuerwehr für Einsätze übt, soll es möglichst wirklichkeitsgetreu sein. Aber das Arbeiten mit Puppen oder Dummys wird schnell langweilig. Daher gibt es die Realistische Unfalldarstellung oder Notfalldarstellung (RUD/RND). Mit Kunstblut, Schminke und Schauspielerei wirken Übungen damit fast wie in echt. Wir verraten Euch, was Ihr dabei beachten müsst.

Mit geschminkten Wunden bei der Realistischen Notfalldarstellung wirken Feuerwehr-Übungen viel echter. Hier: eine Ablederung. Foto: Feuerwehr-Magazin/Sander

Wichtige Grundsätze bei der Realistischen Notfalldarstellung:

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  1. Vereinbart ein festes Abbruchstichwort sowie ein Handzeichen beziehungsweise eine Notfallkarte zum Hochzeigen dafür, dass wirklich etwas passiert ist. Etwa: „Achtung, Ernstfall“ oder „real, real“. Die Handzeichen oder die Notfallkarte kommen zum Einsatz, wenn beispielsweise eine Hyperventilation (Störung der Atmung) gespielt wurde und der Mime nicht mehr in der Lage ist, zu sprechen. Bei einem Abbruch-Stichwort wird die Übung sofort unterbrochen und kein Mime spielt weiter.
  2. Nach der Übung werden die geschminkten Verletzungen sofort wieder entfernt. Es geht niemand damit nach Hause.
  3. Auch bei der RND steht die Sicherheit der Teilnehmer im Vordergrund. Achtet auf die Umgebung und mögliche reale Gefahren, wie zum Beispiel Glasscherben auf dem Boden.
  4. Achtet darauf, dass die Teilnehmer den Witterungsbedingungen entsprechend versorgt sind, zum Beispiel mit Sonnencreme bei längerer Sonneneinstrahlung, ausreichend dicker Kleidung bei kälteren Verhältnissen oder Regenbekleidung.
  5. Besonders bei Übungen im Gelände muss immer gewährleistet sein, dass die Darsteller Kontakt zur Übungs- beziehungsweise Teamleitung haben. Das wird durch Mimenbetreuer gewährleistet. Minderjährige bleiben nie allein!
  6. Der Übungsleitung muss immer Folge geleistet werden, wenn sie sich einmischt.
  7. Achtet bei längeren Übungen darauf, dass die Darsteller ausreichend mit Essen und Trinken versorgt sind.
  8. Das Übungsende muss der Übungsleiter ausrufen. Daraufhin müssen Teilnehmer kontaktiert und ihre Anwesenheit an einem vereinbarten Schlusspunkt überprüft werden. Dann gibt es eine Abschlussbesprechung.
Sieht ziemlich brutal aus: die Ablederung. Bei ihr wird die Haut vom Gewebe gelöst. Mit einem Stoppelschwamm kann die Ablederung zusätzlich mit einer Schürfverletzung versehen werden, um sie noch realistischer wirken zu lassen. Foto: Feuerwehr-Magazin/Sander

Mehr zur Realistischen Notfalldarstellung erfahrt Ihr im Feuerwehr-Magazin 4/2019!

Dort verraten wir Euch, wie Verletzungen geschminkt werden können, wie teuer die Realistische Notfalldarstellung ist und wo sie überall eingesetzt werden kann.

Den vollständigen Bericht findet Ihr im Feuerwehr-Magazin 4/2019.

 
Produkt: Feuerwehr-Magazin 6/2019
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hallo sehr schöner Bericht, für Hessen gibt es andere Vorschriften! Bei Interesse an Notfalldarstellung könnt ihr euch gerne uns das Jugendrotkreuz Hessen wenden, hier gibt es für jeden Kreis einen Ansprechpartner. Hier die Emailadresse von uns: kg_notfalldarstellung@jrk-hessen.de
    Ihr könnt euch auch an uns wenden wenn ihr Übungen machen möchtet und euren Ansprechpartner nicht kennt.

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  2. Schön wäre wenn ihr bei euren Tipps auch mal erwähnen würdet das jedes Bundesland bzw. jede FUK andere Vorschriften bezüglich Übungen der JF hat! In Niedersachsen sind eure Tipps nämlich nix wert da hier Übungen mit Einsatzcharakter untersagt sind! Und jedes Mal kommen Jugendliche mit euren Berichten und sind der Meinung wir könnten das alles auch so machen.

    Auf diesen Kommentar antworten

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