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Wir stellen Bootstypen der Feuerwehr und ihre Einsatzmöglichkeiten für die Gefahrenabwehr auf Gewässern vor. Plus ausführlichem Glossar mit Fachbegriffen.
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Neue Generation Hilfeleistungslöschboote für den Rhein

Remagen-Kripp (RP) – Nach der Ausarbeitung eines neuen Bootskonzepts für den Rhein hat die Feuerwehr eine neue Generation von Hilfeleistungslöschbooten (HLB) entwickelt. HLB “Rhein Ahr” ist das vierte dieser Spezialanfertigungen des Gemeinschaftsprojekts dreier Bundesländer. Die Freiwilligen Feuerwehr (FF) Remagen-Kripp (Kreis Ahrweiler) hat es 2020 in Dienst gestellt.

Das Hilfeleistungslöschboot „Rhein Ahr“ hat die FF Remagen-Kripp (RP) 2020 in Dienst gestellt. Es ist ideal sowohl für die Brandbekämpfung als auch für die Technische Hilfeleistung ausgestattet. Mit der maximalen Geschwindigkeit von 55 km/h sind die Feuerwehrleute hier auf dem Rhein unterwegs. Foto: Sven Buchenau

“Das HLB ‘Rhein-Ahr’ entstammt einem Gemeinschaftsprojekt der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg zur Sicherung der Gefahrenabwehr auf Deutschlands meistbefahrener Wasserstraße, dem Rhein”, erklärt Ingo Wolf, Wehrleiter der FF Remagen. “Das neue Boot ersetzt unsere Feuerwehrmehrzweckfähre ‘RLP 7’ aus dem Jahr 1962”, ergänzt Wolf, der gleichzeitig Wehrführer der Ortsfeuerwehr Kripp ist.

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Mit der Außerdienststellung der 26,4 Meter langen Fähre “RLP 7” nähert sich das Ende dieser Baureihe. Diese Mehrzweckfähren waren mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Rhein unterwegs. Als vor etwa 10 Jahren die ersten Ersatzbeschaffungen anstanden, setzten sich die Verantwortlichen der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen zusammen, um eine neue Generation von Feuerwehrbooten zu entwickeln.

“Beide Bundesländer hatten sich an den ersten Gesprächen der Oberrheinkommission, die die technischen Lösungen und die Standorte für diese Löschboote betrafen, beteiligt”, erklärt Brandoberamtsrat Rainer Lauterbacher, der Projektverantwortliche des Landes Hessen. “Sehr schnell jedoch wurde deutlich, dass das Konzept der Kommission zu Löschbooten führen würde, die einen unverhältnismäßig hohen Unterhaltungs- und Ausbildungsaufwand nach sich ziehen würden.” Daher schwebte den Verantwortlichen eine einfachere Lösung vor. Die Boote sollten mit dem Sportbootführerschein zu fahren sein, weil das aufwendige Rheinschifffahrtspatent durch Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren nicht zu erbringen sei.

So ist ein Boot entstanden, dass für annähernd alle Gefahrenlagen auf dem Wasser geeignet ist. Dem Namen entsprechend ist der Einsatzbereich ähnlich universell ausgelegt wie der des landseitigen Pendants, des Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF). Schiffshavarien, Lenzeinsätze bei einem Wassereinbruch oder Schlepphilfe für manövrierunfähige Boote sind möglich. Des Weiteren kann es auch zur Personensuche und -rettung sowie bei Gefahrgut-Einsätzen verwendet werden. “Es befindet sich eine umfangreiche Ausstattung zur Brandbekämpfung an Bord”, sagt Wolf. “Über eine hydraulische Bugklappe ist es möglich, feuerwehrtechnische Geräte an und von Bord zu bringen und Güter aufzunehmen.” Außerdem dient das HLB als Basis, um Taucher in den Einsatz zu bringen.

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Den vorab entwickelten Prototyp namens “Hecht” hat die Feuerwehr Gernsheim in Hessen übernommen. Für die restlichen vier HLB erhielt die Firma Neckar-Bootsbau Ebert GmbH aus Neckarsteinach (HE) den Zuschlag nach der europaweiten Ausschreibung.

In Germersheim (RP) und Karlsruhe (BW) waren jeweils ein Löschboot stationiert. Aufgrund der geringen Entfernung von etwa 20 Kilometern haben beide Städte entschlossen, ihre Boots-Standorte zusammenzulegen. Das neue gemeinsame HLB “Pamina 1” ist jetzt in Karlsruhe stationiert und wird von der Berufsfeuerwehr besetzt. So ist das dritte Bundesland Baden-Württemberg hinzugekommen. Als nächstes folgte das Boot “Loreley” für die Feuerwehr St. Goarshausen (RP). “Rhein Ahr” hat die Feuerwehr Kripp im Frühjahr 2020 in Dienst gestellt. Als fünfte Feuerwehr soll Bingen (RP) ein HLB dieses Typs bekommen. Zurzeit ist dort noch die letzte Fähre von 1960 im Dienst.

Exemplarisch für die neue Generation haben wir HLB “Rhein Ahr” genau unter die Lupe genommen. Den sechsseitigen Bericht findet Ihr im Feuerwehr-Magazin 6/2021. Ihr könnt das Heft ganz einfach online bestellen. 👇👇

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