Klage gegen Los Angeles County

Millionen-Entschädigung für Unfallstellen-Fotos

Calabasas/Los Angeles (USA) – Am 26. Januar 2020 starb der frühere US-Basketballstar Kobe Bryant bei einem Hubschrauberabsturz in Calabasas bei Los Angeles (Kalifornien). Mit ihm kamen acht weitere Menschen ums Leben, darunter seine 13-jährige Tochter. Nach einer Klage erhält Kobe Bryants Witwe nun eine millionenschwere Entschädigung vom Los Angeles County. Der Grund: Einsatzkräfte hatten ohne Genehmigung Fotos von der Unfallstelle angefertigt und verbreitet.

Vor Gericht sagte Vanessa Bryant aus, sie fühle sich verraten und zerstört. Unter Tränen gab sie zu Protokoll, ihre größte Angst sei es, dass die Fotos im Internet auftauchen könnten. Medienberichten zufolge seien auf den Bildern nicht nur Trümmer, sondern auch Leichenteile zu sehen gewesen. Die Fotos hätten früh eintreffende Einsatzkräfte, auch Feuerwehrleute, angefertigt und in internen Kanälen weitergereicht. Die Bilder seien später gelöscht worden, gaben Vertreter des Los Angeles County an. An Medien gelangten die Aufnahmen offenbar nicht.

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Das Gericht sprach Vanessa Bryant eine Entschädigung von 16 Millionen US-Dollar (gleichwertige Euro-Summe) zu. Verwandte von zwei weiteren Opfern erhalten zusätzlich 15 Millionen US-Dollar. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Bezirk außergerichtlich mit Hinterbliebenen anderer Opfer geeinigt und ihnen 2,5 Millionen Dollar ausbezahlt. 

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Symbolfoto: Feuerwehrfahrzeug im Großraum Los Angeles (Kalifornien).

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