Marktanteil gesteigert - auch bei Feuerwehren gefragt

Lkw-Bauer MAN meldet Rekordzahlen

München – 2017 war für MAN Truck & Bus ein äußerst erfolgreiches Jahr. Wie das Unternehmen mit Sitz in München meldete, wurden im vergangenen Jahr 22.653 Lkw verkauft. Das sind 1.183 Fahrzeuge mehr als 2016. Laut Zulassungsstatistik beträgt der Marktanteil in Deutschland in der Klasse über 6 Tonnen damit 26,8 Prozent. “Das ist der höchste Marktanteil in Deutschland seit 2011”, so MAN-Unternehmenssprecher Alwin Berti.

MAN Truck & Bus meldet für 2017 Verkaufszahlen auf Rekordniveau in der Klasse über 6 Tonnen. Foto: Hegemann

Eine offizielle Statistik über die Marktanteile der unterschiedlichen Fahrgestellhersteller bei den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr gibt es in Deutschland nicht. “Gefühlt” blickt MAN aber auch in diesem Sektor auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Bei den Zuschriften für die Rubrik “Aus den Wehren” des Feuerwehr-Magazins liegt MAN in 2017 sehr deutlich vorne. Vor allem durch die Entscheidung, für Feuerwehren weiterhin Fahrgestelle mit Euro 5-Motoren anzubieten, erwies sich als Volltreffer. Sehr viele Feuerwehren entschieden sich auch 2017 für diese Variante.

Der Start in das Jahr 2018 erfolgte bei MAN Truck & Bus mit gut gefüllten Auftragsbüchern. Deutschland wird aber in allen Bereichen ein hart umkämpfter Markt bleiben, so der MAN-Sprecher.

Auch immer mehr Feuerwehren lassen ihr Neufahrzeug aus einem MAN-Fahrgestell aufbauen. Foto: Hegemann

Die Zulassungszahlen sind das eine. Aber wie sieht es mit der Beliebtheit der Fahrgestellhersteller von DAF bis Volvo aus? Dazu interessiert uns Eure Meinung. Hier geht es direkt zur Abstimmung:

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Umfrage ist ein wenig zweifelhaft. Allein deshalb, weil ich behaupte, dass viele Maschinisten noch nie (egal ob ältere oder aktuelle Modelle) Fahrgestelle anderer Hersteller gefahren sind. Man bewertet sozusagen danach, was man aus der eigenen Wehr kennt. Und dort steht immer häufiger MAN.

    Man muss aber auch sagen, dass jeder Hersteller seine Vor- und Nachteile hat. Scania ist für viele Einsatzbereiche zu schwer und bietet selbst keine Fahrgestelle in unteren Tonnagen-Klassen an (auch wenn sich der 18-Tonner aus der P-Reihe auf glaube ich 16,5 t abrüsten ließe). Der Volvo FL wäre eine Alternative gegen MAN TGM und Mercedes-Benz Atego, aber vermutlich zu teuer für deutsche Kommunalkassen. Alternative wäre auch die D-Baureihe von Renault Trucks, aber oft mit Vorurteilen behaftet.

    DAF bietet von Hause aus keine 4×4-Versionen seiner Fahrgestelle an. Dabei wären die Baureihen LF und CF durchaus interessant, sind sie auch sparsam, aber vermutlich auch zu teuer. Iveco hat gegenüber früheren Zeiten nachgebessert, was ich aus Mitfahrten heraus so berurteilen kann. Mitgefahren bin ich in allen aktuellen Baureihen schon. Es würde sich also lohnen, die Maschinisten regelmäßig zu den Herstellern oder örtlichen Händlern zu schicken, damit sie mal aktuelle Fahrgestelle aller potenzieller Hersteller Probe fahren. Dann ergäbe sich mitunter ein anderes Bild.

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  2. In der gesamten EU ist heutzutage die Abgasnorm Euro VI auch für Feuerwehrfahrzeuge Pflicht. Lediglich in Österreich und einigen Bundesländern in Deutschland können noch Feuerwehrfahrzeuge mit der veralteten Abgasnorm Euro V zugelassen werden.
    Warum man es vor dem Hintergrund der aktuellen Dieseldiskussion als Volltreffer bezeichnet, auf diese überholte, umwelt- und gesundheitsschädliche Norm zu setzen, ist mir schleierhaft.
    Deutschland als Industrienation hinkt hier dem aktuellen Stand der Technik hinterher.
    Die Feuerwehr, die sich den Schutz der Umwelt auf die Fahnen geschrieben hat, verfehlt ihren eigenen Anspruch meilenweit!
    Erstaunlich das es noch Wehren gibt, die sich voller Stolz diese veraltete Technik ins Gerätehaus stellen.

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  3. Bzgl. der Euro V Thematik: sind sich die Wehren und die Beschaffer eigentlich im Klaren darüber, dass wenn nur ein Hersteller diese Technik anbietet, diese womöglich zu überhöhten Preisen anbietet (kein Wettbewerb! und auch noch “alte” Euro V-Technik). Das sollte bei Beschaffungen im Rahmen enger Haushaltskassen auch in Betracht gezogen werden.

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